Wer Berlin besucht, sollte unbedingt einen Blick auf die berühmte Granitschale im Lustgarten werfen – von den Berliner*innen liebevoll „Suppenschüssel“ genannt. Sie befindet sich direkt vor dem Alten Museum auf der Museumsinsel und gehört zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Im Berliner Volksmund gibt es zahlreiche originelle Ausdrücke, die liebevoll als Berolinismen oder Berlinismen bezeichnet werden. Diese Begriffe sind fest in der Alltagssprache verankert und spiegeln die besondere Kultur und den Humor der Hauptstadt wider.

Warum ist die Suppenschüssel so besonders?
Die mächtige Granitschale von Christian Gottlieb Cantian im Lustgarten vor dem Alten Museum misst beeindruckende 6,91 Meter im Durchmesser, wiegt rund 75 Tonnen und besteht aus einem einzigen Stück roten Granits. Sie gilt als das größte einteilige Granitbecken der Welt und wird oft als „Biedermeierweltwunder“ bezeichnet.
Die Schale sollte ursprünglich im Inneren des Museums stehen, wurde jedoch so groß, dass sie schließlich vor dem Gebäude platziert wurde. Heute ist sie ein beliebtes Fotomotiv und ein spannendes Beispiel für Berliner Humor und Geschichte.

Woher stammt der riesige Stein?
Für die Schale nutzte Cantian den Großen Markgrafenstein, einen gewaltigen Findling aus rotem Karlshamn-Granit mit einem geschätzten Gewicht von 700–750 Tonnen und einem Alter von rund 1,42 Milliarden Jahren. Dieser Stein gelangte während der Saale- oder Weichseleiszeit aus Südschweden in die Rauener Berge bei Fürstenwalde/Spree.
Im September 1827 wurde der Rohling vom größeren der beiden Markgrafensteine abgespalten. Bereits im Februar 1829 stand die fertige Schale vor dem Museum – dort, wo sie bis heute Besucher beeindruckt.

Warum lohnt sich ein Besuch?
Die Suppenschüssel liegt mitten auf der Museumsinsel, nur wenige Schritte vom Berliner Dom und der Prachtstraße Unter den Linden entfernt. Perfekt für alle, die: Berliner Geschichte entdecken möchten, außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten lieben, einen Spaziergang durch den Lustgarten planen oder Fotospots in Berlin suchen.
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