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Spreewald – eine Perle der Natur

Nicht weit weg von Berlin circa 100 Kilometer entfernt per Auto in 1 Stunde und mit dem Zug in 90 Minuten vor Ort liegt das schöne Erholungsgebiet, der Spreewald (da kommen die berühmten Gurken her). Es ist eine Auen- und Mooslandschaft, welches unter Naturschutz steht. Ich (der Autor dieses Beitrages) war schon mehrmals dort, zum paddeln, zum Rad fahren oder einfach nur zum wandern und in der Natur abhängen wie andere auch. Das Gebiet umfasst über 3.000 qkm und ca. 285.000 Einwohner.

Spreewald - Bootstour
Spreewald – Bootstour

Die heimliche Hauptstadt des Spreewaldes ist die Stadt Lübbenau (sorbisch: Lubjanow Blota) obwohl sie fast am Anfang des Spreewaldes (westliche Seite) liegt. Wie eben schon im Stadtnamen ersichtlich, leben in diesem Gebiet die Sorben, ein slawischer Volksstamm, welche in der Ober und Niederlausitz beheimatet sind. Die Sorben gelten als eine nationale Minderheit in Deutschland und umfassen ungefähr die Größe von 60.000 Menschen. Die Sprache Sorbisch lässt sich in Ober- und Niedersorbisch einteilen, welches der Tschechischen und der Polnischen Sprache nahe steht und wird von vielen Sorben in dieser Region im Alltag verwendet. Aufgrund dieser kulturgesellschaftlichen Vergangenheit ist in der Spreewald-Region eine erfrischend andere Welt anzutreffen, dies macht sich bemerkbar bei Beschriftungen, Häuserbau, Bräuche der Einwohner usw.

Zurück zur Natur, in der Region existieren viele Zeltplätze und Bootsverleihstationen (z.B. Kajak). Der Spreewald ist durchkreuzt von der Spree sowie einem riesigen Netz von Kanälen, teils natur teils vom Menschen gemacht sowie mit Schleusen durchsetzt. Die Wassertiefe in den schmalen Kanälen ist gering, meines Wissen so max. 1 Meter. Wer vor hat eine längere Tour zu organisieren, sollte auf das Gepäck achten (klein halten) bzw. ein großes Kajak nehmen. Unterwegs beim gemütlichen paddeln gibt es manchmal einen Gurken-DriveIn, sprich Gurken und sonstige Knabbereien können direkt vom Boot aus gekauft werden. Anzutreffen sind auf den Strecken auch viele andere Paddler und kaum motorisierte Boote. Ansonsten einfach die Natur genießen!

Spreewald - Slawenburg Raddusch
Spreewald – Slawenburg Raddusch

Als Ausflugstipp empfehle ich die Stadt Lübbenau mit der kleinsten Brauerei Brandenburgs und die Slawenburg Raddusch, welche in der Nähe der Autobahn liegt, was dem Originalplatz geschuldet ist. Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Spreewaldregion, schreibt es mir in den Kommentaren!

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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4 comments

  1. Im Spreewald war ich noch gar nicht, wobei ich glaube ich war doch schon mal da. Ich hatte damals ein Anliegen in Königs-Wusterhausen und bin später mit einem Kumpel zum Spreewald. Wir hatten/konnten uns nicht allzulange aufhalten jedoch. Daher zählt der Aufenthalt da eigentlich nicht 🙂

    Die Slawenburg Raddusch sieht schon sehr interessant aus.

    Gurken DriveIn :))

  2. Der Artikel lässt Erinnerungen wach werden – vor über 10 Jahren dort ein Projekt mit der Uni gehabt, als man festgestellt hat, dass die Besucherzahlen zurück gehen. Damals hat man schon sehr stark die „Entvölkerung“ der Gegend gemerkt – wäre interessant zu wissen, wie sich die Region seit damals verändert hat. Aber wie es ausschaut, ist zumindest die Natur noch immer genauso schön

  3. Tolle Bilder. Ich finde es schön, dass man sich heutzutage noch Zeit nimmt rauszufahren und einfach mal die Natur zu genießen. Nach der erfolgten Wanderung fühlt man sich eine ganze Ecke besser und kehrt mit einem schönen Gefühl heim.

  4. Schöne Blilder und ein toller Einblick in den Spreewald. Danke dafür.

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