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Zu Gast im Clärchens Ballhaus

Das wir große Fans vom Clärchens Ballhaus sind, brauchen wir nicht extra zu erwähnen, oder? Schließlich gab es schon einen ausführlichen Blogbericht zur Lokalität und eine Buchbesprechnung anlässlich des 100jährigen Jubiläums zu dem Berliner Original. Die Autorin Marion Kiesow des wundervollen Clärchens-Buches, mit seinen Exkursen in Richtung Musik-, Tanz- und Modegeschichte, lädt Sonntäglich zu einer Führung und Lesung ein.

Wir waren natürlich bei einer dieser Führungen vor Ort. Frau Kiesow startet bei der Einführung mit der geographischen und geschichtlichen Örtlichkeit. Sprich wo sind wir und wie hat das Gebäude vor 100 Jahren ausgesehen. Es geht hinein in den Tanzsaal im Erdgeschoss, wo anscheinend immer Dauerbetrieb ist. Zu diesem Tour Zeitpunkt gab es gerade eine Tanzstunde und andere Gäste erfreuten sich an Speis und Trank. Gerade wer zum ersten Mal diesen Ort betritt, spürt die lebendige Geschichte, welche sich hier zugetragen hat. Unsere Buch-Autorin berichtete über die Eigentümer und Gäste des Hauses sowie die ganzen Irrungen und Wirrungen, welche sich im Laufe der Zeit zugetragen haben. Viel Equipment wie Stühle, Tische, Wandschmuck und die Theke haben die Zeit überlebt. Hinter der Bühne mittels einem schmalen Zwischengang kommt man zum Treppenaufgang – der den Gast in den legendären Spiegelsaal führt.

Der Charme von Clärchens Ballhaus ist bis heute spürbar

Tatsächlich war ursprünglich das Erdgeschoss für die einfachen Leute gedacht und der obere Bereich für die etwas betuchteren Mitbürger vorgesehen. Der Spiegelsaal hat durch den zweiten Weltkrieg etwas Schaden genommen aber strahlt immer noch einen gewissen Charme aus, welcher bei Tageslicht aber schon in eine morbide Richtung gehen kann. Frau Kiesow stellt dann elementare Fragen wie: Was haben die Wasserminna, Harry der Keusche und Brad Pitt gemeinsam? Wer kennt Lipsi, Nante-Knaller und Mustapha? Und was suchte die NVA im Wandschrank? Was viele Gäste nicht wissen werden, darüber gibt Marion Kiesow bereitwillig Auskunft und geht mittels dem selbst verfassten Jubiläumsbuch auf Zeitreise… Krönender Abschluss ist der gemeinsame Kaffeeklatsch bei Kaffee und Kuchen, welcher im Eintrittspreis mit enthalten ist.

Kurzes Fazit: Absolute Empfehlung unsererseits, wirklich ein Stück Berliner (Tanz-)Geschichte. Weitere visuelle Eindrücke findet Ihr in der Bildergalerie.

Links:

Bildergalerie:

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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