Die Düne im Grunewald

Der Grunewald ist Berlins größtes zusammenhängendes Waldgebiet, das sich für Wanderer, Naturliebhaber, Naturschützer und Familien mit abenteuerlustigen Kindern gleichermaßen anbietet. Dabei muss das Ziel nicht immer der Teufelsberg oder der gleichnamige See sein, unweit des S-Bahnhofes Grunewald liegt in einem Naturschutzgebiet eine riesige Sanddüne im Jagen 86 (so die offizielle Anschrift).

Sanddüne im Grunewald
Sanddüne im Grunewald

Direkt hinter der S-Bahn beginnt am Schmetterlingsplatz (Parkplatz) der Schildhornweg, über den der Zugang zum Naturschutzgebiet nach gut 15 Minuten Laufweg erreicht ist. Es öffnet sich in der Landschaft ein riesiges freies Feld, das man über Treppenstufen erreichen kann.  Schautafeln erklären diese inzwischen urbane Landschaft, die einst ein Kiesteich war, aus dem Feinsand abgebaut wurde.

Bis 1983 wurden insgesamt 3,5 Millionen Kubikmeter Sand abgebaut und haben diese große Grube entstehen lassen, die bis zu 25 Meter tief ist. Inzwischen ist die Sanddüne im Grunewald ein Naturschutzgebiet, von dem nur ein Teil für Besucher freigegeben ist. Doch dieses Stück Natur bietet alles, was Familien für einen gelungenen Sonntagsausflug brauchen. Wie in einem Lehrbuch lässt sich hier die Natur erkunden.

Die Treppenstufen
Die Treppenstufen

Ein Naturschutzgebiet zum Erleben

Nachdem der Abbau des Bausandes eingestellt war, bemühten sich Naturschützer um eine behutsame Renaturierung.  Es entstanden Flachgewässer und feuchte Weidenbrüche und im überwiegend trockenen Teil der Grubensohle haben sich auf den vegetationslosen Sandflächen Trocken- und Magerrasen entwickelt.

In den nährstoffarmen Gewässern laichen zahlreiche Amphibienarten und hinter Zäunen sollen sich bodennistende Bienen- und Wespenarten ungestört entwickeln können.

Obwohl weite Teile des Naturschutzgebietes zugänglich sind, wird natürlich an die Vernunft der Besucher appelliert, sorgsam mit der Natur umzugehen und den entsprechenden Hinweisen Folge zu leisten, damit auch in Zukunft Familien mit ihren Kindern sonntags zu einem abenteuerlichen Waldspaziergang aufbrechen können.

Sanddüne im Grunewald
Sanddüne im Grunewald

Neben dieser (künstlichen) Düne gibt es weitere Naturdünen (z.B. im Volkspark Rehberge), die ihren Ursprung in der Eiszeit haben und als nährstoffarme Standorte zu den seltenen Biotopen in Berlin und Brandenburg zählen.

Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

About KT-Berlin

Hallo! Mein Name ist Klaus und ich bin seit einigen Jahren im Ruhestand. Ich bin gern unterwegs, genieße die Natur oder erkunde auf Reisen Land und Leute. Der Schwerpunkt der Unternehmungen liegt in Berlin und Brandenburg. Ich will von Stadtspaziergängen und Radtouren durch den „Dschungel“ der Großstadt berichten und dabei Tipps geben und Hintergründe erklären. Berlin hat viele Persönlichkeiten, deren Spuren ich aufnehme, Geschichten die erzählt werden müssen und unzählige Ansichten, die es lohnt im Bild festzuhalten.

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3 comments

  1. Die Treppenstufen sind doch die zum Drachenberg, oder. Die sind echt furchtbar zu begehen. Schöner Beitrag!

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