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Warum nicht mal ins Museum für Naturkunde?

Das Naturkundemuseum an der Invalidenstraße ist zwar momentan aufgrund der ganzen Baumaßnahmen etwas schwer zu erreichen, ein Besuch lohnt sich aber alle Male. Insgesamt lagern im Museum mehr als 30 Mio.  Sammlungsobjekte. In der zoologischen Sammlungen z.B. 15 Mio. Insekten und fast 600.000 Wirbeltiere. In der paläontologischen Sammlungen (Fossilien) an die 1,5 Mio. Objekte, dazu die mineralogisch-petrographischen Sammlungen mit über 250.000 Proben und zu guter Letzt auch noch ein Tierstimmenarchiv mit rund 120.000 Tierstimmenaufnahmen.

Natürlich kann hiervon nicht alles auf einmal ausgestellt werden. Es gibt daher verschiedene Säle mit Dauerexponanten und immer mal wieder Sonderausstellungen. Direkt am Eingang befindet sich die Saurierwelt. Die meisten der in diesem Saal ausgestellten Dinosaurier-Skelette stammen von einer Expedition nach Tendaguru, Tansania, in den 1930er Jahren. Besonders eindrucksvoll ist das Skelett des Brachiosauriers, mit einer Höhe von über 13m Metern das größte montierte Dinosaurierskelett der Welt. Weitere Säle zeigen an die 3.000 präparierte Tierarten – darunter einheimische wie auch exotische Tiere – und wie sich manche Funktionen im Laufe der Evolution verändert haben. Hier findet man auch den Gorilla „Bobby“ aus dem Jahr 1935. Das „System Erde“ erklärt multimedial die Entstehung und den Aufbau unseres Planeten und zeigt u.a. Vulkane, Erdbeben und Meteoriten. Im Treppenhaus warten die verschiedenen anderen Planeten unseres Sonnensystems auf Entdeckung durch die Besucher. Im Mineraliensaal glitzert und blinkt es, hier sind über 1.000 Mineralarten ausgestellt. Unser Eisbär „Knut“ war übrigens bis März 2013 im Foyer des Museums zu sehen. Frühestens im nächsten Jahr ist er wieder da, als Botschafter einer bedrohten Tierart.

Der jetzige Bau des Naturkundemuseum wurde 1889 von Kaiser Wilhelm dem Zweiten eröffnet, dann konnten endlich die Sammlungen vom Hauptgebäude der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität in das eigene Museumsgebäude umziehen. Während des 2. Weltkriegs wurde der Ostflügel 1945 durch eine Bombe zerstört. Seitdem wurden viele Säle neu gestaltet und renoviert.

Öffnungszeiten und Preise findet ihr hier.

PS: Ich bin auch eher dafür, Tiere „lebend“ statt „ausgestopft“ zu betrachten, aber bei einigen schon ausgestorbenen Arten ist das ja leider nicht mehr möglich…

Hier noch eine kleine Galerie mit Fotos aus dem Museum:

About sunnykat

War 4 Jahre lang "Berliner" - im Moment hat es mich ins Rheinland verschlagen. Aber mein Herz geht immer noch auf, wenn ich nach Berlin komme! :-)

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