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Das Kranhaus-Café in Oberschöneweide

Schöneweide war in seiner industriellen Hochphase*  mal als Schweineöde verschrieen, aber das ist lange her. Nunmehr entwickelt es sich zu einem neuen Campus der HTW (Hochschule für Technik & Wirtschaft) und da muss dann natürlich auch ein Ort für Café Latte her, sinnvollerweise direkt am Wasser. Also ab ins Krancafé. (* zur Erläuterung der Industriegeschichte :

Hier siedelte sich so ab 1910 ein Teil der AEG an, der in der DDR dann KWO hieß, später zog Samsung ein – aber das ist auch schon Geschichte.  Wer da tiefer schürfen will, sollte den hier ansässigen Industriesalon besuchen.)

Also direkt an der Spree hat sich in einem alten Hafenkran das oben erwähnte Café etabliert, und da mit diesem alten Kran früher riesige Kabeltrommeln verladen wurden, werden dieselben hier immer wieder als Dekoration auftauchen, teilweise zum Kiosk umgebaut. Im Freien gibt es auch Liegestühle – man fühlt sich fast wie am ehem. Bundespressestrand, aber es ist sichtlich beschaulicher – weil unbekannter. Wer hier mit seiner alten Erbtante hingehen will sollte wissen, dass das Interieur ganz dem hippen Zeitgeschmack entsprechend alte rostige Technik bevorzugt. Das sorgt bei älteren Gästen für Stirnrunzeln, alldieweil sie auf metallischen Treckersitzen ins Rutschen kommen. Aber Rentner sind ja auch nicht die Zielgruppe, und die lesen ja auch nicht diesen Blog ….

Übrigens:

Aus den Metallwerkstätten der AEG ging mal der Fußballverein FC Union hervor. Deshalb hat bei Union alles einen metallischen Beigeschmack, sogar das Maskottchen ist aus Metall !

About Wolfkamp

Uralter Urberliner. Taxifahrer, Eisenbieger, Schneeschipper, Student, Wagenwäscher, Bananenverkäufer, Bauleiter, Ausbilder, Dozent, Hilfsarbeiter, Operator, Systemanalytiker, Autor, Stadtführer, Senior-Experte, Berliner Schnauze, usw. usw. Hab´ich was vergessen ?

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