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Der Gitarrenvirtuose Carlos Santana in der Zitadelle (17.08)

Dieser Sommer wird nicht nur in Erinnerung bleiben wegen der tropischen Temperaturen in der Hauptstadt, und wie sie unser tägliches Leben herausgefordert haben. Nein, auch der Sommer unter musikalischen Gesichtspunkten wird uns im Gegensatz zum tropischen Sommer positiv in Erinnerung bleiben. Diesen Sommer hat Berlin – musikalisch – viel geboten.

Viele Stars gaben sich die Ehre in der Hauptstadt: Gitarrenvirtuose Jeff Beck im Tempodrom, Gilberto Gil, der brasilianische Musikgott, auf der Terrasse des Hauses der Kulturen der Welt mit Blick auf die Skyline Berlins. Die Rolling Stones, die beste Band der Welt, mit einem furiosen Konzert im Olympiastadion ein Tag nach dem kalendarischen Sommeranfang. Auch das Traumpaar des Showbusiness, Bayonce und Jay-Z waren zum gemeinsamen Auftritt in der Mercedes-Benz-Arena zu Gast.

Um diesen bemerkenswerten Sommer gebührend abzuschließen, gibt es am Freitag, dem 17.08., niemand Geringeren als Carlos Santana. Der Gitarrenvirtuose wurde in Mexiko geboren und lebt seit Jahrzehnten in Kalifornien. Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist ihm schon öfters eine Nummer 1 in den Charts gelungen. Das einzige Wehmutstropfen war das Konzert von Guns & Roses mit dem – wahrscheinlich – schlechtesten Sound in der ganzen Geschichte des Olympia Stadions.

Wir erinnern uns: Als ganz junger Bursche nahm Carlos Santana am legendären Woodstock-Festival teil. Dort waren auch u.a. Joe Cocker und viele andere Sterne, die sich später auf Erde und im Himmel verewigen würden.

Was Carlos noch immer nicht so richtig hinbekommt ist, eine Top-Sängerin in seinen sehr perkussiven und sehr männlich dominierten Formationen zu etablieren. Vor längerer Zeit, als ich ihn beim Montreux Jazz Festival in der Schweiz erlebte, sagte er in einer Pressekonferenz, er werde mit Pati Labelle eine Zusammenarbeit anstreben. Daraus wurde – leider – nichts.

„Divination“ (Vergöttlichung) heißt die aktuelle Tour, allerdings verspricht die Ankündigung das Spiel von den Dauerbrennern und legendären Titel wie „Maria, Maria“ oder aber „Samba pa Ti“, „Black Magic Woman“ und allemal „Oye como va“. Dieser Evergreen darf genauso wenig beim Santana-Konzert fehlen wie „Satisfaction“ bei den Rolling Stones. Das Fehlen dieser Titel dürfte den Zuschauern berechtigen, das Eintrittsgeld zurück zu verlangen.

Offizielle Ankündigung: Santana in Berlin

Der Veranstalter ist, wie bei jeder Ausgabe des Zitadellen-Sommerfestivals, Trinity Concerts.
Die Ticketpreise beginnen bei 73,00 €.

Zugegeben, Spandau liegt JWD, wenn man es aus der Potsdamer-Platz-Perspektive betrachtet, aber wenn es einen Grund gibt, dort hinzupilgern, dann ist es der König des Latino-Rock, der Virtuose, der ohne jegliche Übertreibung auf einer Stufe mit Miles Davis, John Coltrane und Bob Marley gestellt werden kann.

Freitag, 17.08.2018, ist ab 18.30 Uhr dort Einlass. Das Wetter wird mitspielen. Es steht also einem bemerkenswerten Sommerabend mit musikalischen Genuss der Extraklasse nichts mehr im Wege. Vamos!

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