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Buchbesprechung: Fotoband MADE IN BERLIN

Heute schauen wir uns den neuen Fotoband MADE IN BERLIN an. Ohne große Umschweife legen die beiden Autoren bzw. Fotografen Daniel Spehr und Kathrin Schulthess gleich los, gemeint sind die Bilder, die in Berlin entstanden. Auf zumeist einer Doppelseite wird ein visueller Schwerpunkt gesetzt. Es geht los mit Aufnahmen von eigentlich banalen Sachen wie Hausnummern, Bärmotiven, Klingelschildern, Hauseingängen, Geschäften, Schilder usw. Trotz der Einfachheit und Alltäglichkeit haben die Motive Ihren Reiz unter anderem wegen der Anordnung. Des Weiteren  lässt sich daran schon eine gewisse Vielseitigkeit erahnen, was diese Stadt zu bieten hat.

Fotoband "Made in Berlin"
Fotoband „Made in Berlin“

Weitere Schnappschüsse sind verschönerte Briefkästen und Müllkörbe oder individuelle Fahrradvehikel für diverse Anlässe. Fehlen darf natürlich nicht die bekannte Zettelwirtschaft, bekannt von Laternen und Mästen mit Suchaufrufen und Bekundungen gegenüber Nachbarn/Touristen. Oder wer hätte gedacht, dass in Berlin diverse vielfältige überdimensionale Eiswaffelständer/-figuren stehen um potentielle Eiskäufer anzulocken. Das letzte Drittel in diesem Fotoband setzt sich mit den Graffitiwerken der Stadt auseinander, gefunden an unzähligen Hausfassaden in allen Größen. Für den Betrachter werden sich einige bekannte sowie unbekannte Bilder auftun. Positiv hervorzuheben ist die Vielfältigkeit des Buches und gerade das Betrachten eines gleichen Objektes wie Stühle / Bänke oder die alte DDR-Schwalbe in verschiedenen Varianten auf bis zu jeweils 24 verschiedenen Aufnahmen zaubern ein interessantes Mosaik zu Tage. Zwischendurch sind Fotos dabei, welche in gewohnter Weise über eine oder zwei Seiten den Betrachter ins Auge springen.

Hilfreich für die Erstellung des Buches war wohl, dass die beiden Fotoband-Urheber aus der Schweiz kommen und daher als Nicht-Berliner unvoreingenommen in die Stadt eintauchen konnten.  Als Textbeilage existiert leider nur ein zweiseitiges Nachwort, in welchem in der dritten Person Bezug auf die Autoren und deren Forscherdrang genommen wird, auch ein Vergleich zu Humboldt wird hergestellt, was vielleicht ein bisschen hoch gegriffen ist. Schön wären Aussagen der Autoren gewesen bzgl. ihrer gefundenen Motive oder wie sie die Stadt wahrgenommen haben. Nicht desto trotz ist es ein wunderbares Bilderbuch über die bunte Stadt Berlin, ideal als Geschenk für Berliner / Berlin-Besucher oder den-noch-nie-in-Berliner-gewesenen-Besucher. Erhältlich ist das Buch in jedem gut sortierten Buchhandel (Berlin oder online) oder direkt beim Verlag.

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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