Der Weihnachtsmann hat es heutzutage schwer;o) Eine moderne Weihnachtsgeschichte!

Ein unbekannter Herr der sich als Santa Claus bezeichnete, der vom Himmel kam, sauste gestern in der Innenstadt bei rot über die Kreuzung. Parkte ein am Straßenrand, mit seinem von nordischen Tieren gezogenes Gerät, im absoluten Halteverbot und blockierte dort den Verkehr über mehr als vierzig Minuten. Es bildeten sich lange Rückstaus, was dazu führte dass im gesamten Stadtbereich der Verkehr vollständig zum erliegen kam. Nachdem er ein Verkehrshindernis darstellte, wurde der überfrachtete Schlitten in der Zwischenzeit von der Polizei abgeladen und abgeschleppt.

Ein weitere Betrieb des Schlittens wurde wegen großer Sicherheitsmängel erst mal ausgeschlossen! Neben der Winterbereifung fehlten Blinker, Rückspiegel, Airbags, Sicherheitsgurte, Nebelrückleuchte, ABS, ESP und ein umweltfreundlicher Katalysator. Angeblich waren noch nicht einmal Bremsen trotz der großen Ladung vorhanden. Da das Fahrzeug vorwiegend im Winter bewegt wurde, hätten schon vor Jahrzehnten die wichtigsten Funktionen für den Dienst in der kalten Jahreszeit nachgerüstet werden müssen.

Weihnachtsmann am Flugzeug

Ein Weihnachtsmann hat es heutzutage schwer;o)

Seine Rentiere wurden nun nach Gut Aiderbichl gebracht, wo sie nun ihren Lebensabend verbringen dürfen. Eine Herausgabe ist inzwischen absolut ausgeschlossen, da die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden. Außerdem zeigten sie durch das viele Fliegen eine absonderlich fremde Verhaltensweise, die nur durch viel Training aberzogen werden könnte. Bis dahin wird auch Besuchern der Zugang zu den betagten Tieren nicht genehmigt werden.

Ein Ökonom meinte, Gut Aiderbichl sei die reinste Verschwendung von Spendengeldern, denn immerhin hätte man die Rentiere noch zu Schinken verarbeiten können, und an Bedürftige in der Weihnachtszeit verteilen können. Dabei wären auch noch ein paar leckere Würstchen herausgekommen.

Nach seiner Rückkehr stellte Santa sich völlig ahnungslos: Das Chaos auf den Straßen sei eher ein Wohlstandsproblem, als durch ihn und seinen überladenen Schlitten verursacht. Außerdem sei die ganze Stadt mit Lichtern gesäumt, und in allen Farben blinkend beleuchtet. Einen Pilotenschein oder Ausweis hatte er in den letzten 500 Jahren noch nie gebraucht?

Der Zoll, der in der Zwischenzeit die Waren zur Begutachtung mitgenommen hatte, wollte sich zu dem außergewöhnlich dreisten Fall der Steuerhinterziehung noch nicht äußern. Einfuhrgenehmigung und Quittungen über die Einfuhrsteuern konnte Santa nicht nachweisen. Auch fehlten Bescheinigungen über die Unbedenklichkeit der Waren. Genauso wie deren Herkunft noch nicht geklärt ist. Man kann jedoch erwarten, dass es sich nicht um Diebesgut handelt. Die Polizei sagte jedoch dazu, dass noch geklärt werden müsse, ob die Ermittlungen noch weitere Straftatbestände vermuten lassen.

Die teilweise nostalgisch gefertigten Waren, die auf dem Schlitten geladen waren, sind mit den billigen Wegwerf-Artikeln aus China nicht mehr vergleichbar und werden deswegen als Sondermüll der Müllverbrennung zugeführt. Auf diese Weise werden noch ein paar Wohnungen, die der Fernwärme angeschlossen sind, warm gehalten.

Da Santa weder eine ordentliche Adresse angeben, noch einen ständigen Wohnsitz nachweisen konnte, wurde er in Beugehaft genommen, bis er die entstandenen Kosten für die Strafzettel und die Entsorgung des illegal importierten Materials beglichen hat. Nach eigenen Angaben ist er nun mittellos und besitzt auch keinerlei moderne Zahlungsmittel wie Kreditkarten, ja angeblich noch nicht einmal eine Bankverbindung in seinem Herkunftsland, das noch unbekannt ist.

Santa Claus sagte jedoch, dass man ihn trotz aller Geschäftigkeit kennen müsste, denn er sei doch der wahrhaftige Nikolaus! Aber dieser Name ist in der heutigen Zeit so geläufig, da könnte er auch genauso gut Jesus oder Mohammed heißen. Die Einwanderungsbehörden vermuten jedoch, dass der Hochstapler nach politischem Asyl nachfragen wird. Nach bekannter Masche ist er angeblich ohne Reisedokumente unterwegs und kann seine Identität oder auch Herkunft nicht nachweisen.

Das Sozialamt hatte jedoch schon umfangreiche Hilfe angeboten: Eine Sozialwohnung mit Erstausstattung, neue Kleidung, finanzielle Unterstützung und was auch immer am Bürger vorbei an Unterstützung verteilt werden kann, wurden mündlich schon in Aussicht gestellt. Auch gemeinnützige Organisationen wollten für ihn ihre Lager räumen. Wozu eigentlich?

Santa war im Moment aus der Haft heraus nicht bereit, sich gegenüber der Presse zu äußern. Eine umfangreiche Stellungnahme wird wegen der bevorstehenden Feiertage nicht vor vor Heilige drei Könige erwartet. Diese drei Herren werden nach so langer Zeit auch nicht erwartet, obwohl dies die einzigen Personen wären, die die aufgelaufenen Kosten noch hätten begleichen können.

Inzwischen wurden schon ausländische Investoren ausfindig gemacht, die den konfiszierten (sichergestellten) alten Schlitten gerne haben möchten. Seltsamer Weise allesamt aus Ländern, in denen ein Schlitten mangels rutschigem Untergrund keinen Sinn  machen würde: Noch nicht einmal ein geeignetes Tier zum Bewegen wäre dort noch vorhanden. Aus arabischen Kreisen verlautete, man könne ja auch ein Kamel davor spannen. Ein Umbau zum fliegenden Holländer wurde auch schon in Erwägung gezogen um die Windenergie zu nutzen, sagte ein Sprecher der Grünen. Ohne die weiteren Hürden zu erahnen.

Quelle: Weihnachtswichtel

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3 Antworten auf Der Weihnachtsmann hat es heutzutage schwer;o) Eine moderne Weihnachtsgeschichte!

  1. vera sagt:

    Wirklich eine süsse Geschichte und da wundert man sich, wenn Niemand mehr an den Weihnachtsmann glaubt, es liest sich doch wie eine alltägliche Meldung aus der Presse und die stellt auch keiner in Frage.

    Ich hoffe das Bild entstammt Fotoshop, ansonsten fürchte ich, dass es auch hier Probleme für den Piloten und die Fluggesellschaft gibt. Fahrlässige Weihnachtsmann-Tötung.

  2. Pingback: Blogwichtel 2011 – A Horn, a Horn, a Kingdom for a Maple (Stick)! | Übersetzen und Literatur, doch nicht nur

  3. Pingback: Berliner Weihnachtsmärkte 2013 – Klassiker und Insider | Blog@inBerlin

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