Brandenburg an der Havel ist eine Stadt, die Besucher sofort in ihren Bann zieht. Mit ihren malerischen Gassen, den drei historischen Stadtkernen und einer über 1000‑jährigen Geschichte gilt sie als die Wiege der Mark Brandenburg – ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart harmonisch ineinandergreifen.
Wer den kleinen stählernen Möpsen auf Straßen und Plätzen folgt, wandelt auf den Spuren von Loriot, dem berühmtesten Sohn der Stadt. Humor, Geschichte und Architektur – Brandenburg an der Havel vereint all das auf charmante Weise.

Drei historische Stadtkerne – ein unvergessliches Erlebnis
Altstadt, Neustadt und Dominsel bilden das historische Herz der Stadt. Ein ausgeschilderter Rundweg führt durch die schönsten Winkel, vorbei an mittelalterlichen Plätzen, gotischen Kirchen und idyllischen Wasserläufen.
Noch bequemer wird es mit der lialo‑Tour „Brandenburg/Havel Stadtführung“, die sich direkt aufs Smartphone laden lässt. So kann man ganz entspannt dort verweilen, wo es einem gefällt – perfekt für alle, die gern flexibel unterwegs sind.
Vom Bahnhof zu den Highlights der Neustadt
Die Tour startet ideal am Bahnhof und führt u.a. zum Archäologischen Landesmuseum, bevor man den lebendigen Neustädter Markt erreicht. Hier erhebt sich die beeindruckende St. Katharinenkirche, ein Meisterwerk norddeutscher Backsteinbaukunst. Gleich nebenan befindet sich die Touristinformation – für zusätzliche Tipps und Inspirationen.

Molkenmarkt, Mühlentorturm & Pegelhaus – Geschichte zum Anfassen
Ein Spaziergang über den Molkenmarkt eröffnet den Blick auf den eleganten Mühlentorturm, einen der vier noch erhaltenen mittelalterlichen Tortürme.
Nur wenige Schritte weiter steht das historische Pegelhaus am Mühlendamm, das spannende Einblicke in die alte Mühlentradition und die Wasserstandsmessung nach „Normal‑Null“ bietet. Ein wunderbarer Ort, um kurz innezuhalten und den Blick über den breiten Stadtkanal schweifen zu lassen.
Dominsel – spirituelles Zentrum und architektonisches Juwel
Die Dominsel ist ein Muss für jeden Besucher. Hier wurde 948 das erste Bistum östlich der Elbe gegründet. Der Dom St. Peter und Paul, eine monumentale Pfeilerbasilika aus Backstein, zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten Norddeutschlands.
Das liebevoll restaurierte Ensemble aus Dom, Domklausur und Kurien lädt zu einem ruhigen, atmosphärischen Rundgang ein – ein Ort, an dem Geschichte spürbar wird.

Natur trifft Stadt: Sumpfzypressen am Grillendamm
Über die Bischofsbrücke gelangt man zum Grillendamm, wo seltene Sumpfzypressen wachsen, die zwischen 1840 und 1910 gepflanzt wurden. Nördlich der Alpen sind sie eine echte Besonderheit – und heute ein beeindruckendes Naturdenkmal mitten in der Stadt.
Altstädtischer Kietz & St. Gotthardt – charmante Idylle
Hinter der Homeyenbrücke beginnt der Altstädtische Kietz, ein Viertel mit liebevoll sanierten Häusern und gemütlichem Flair. Die Pfarrkirche St. Gotthardt, eine der ältesten Kirchen des Havellandes, verleiht dem Viertel eine besondere historische Tiefe.
Nur wenige Schritte weiter erhebt sich der Rathenower Torturm, der älteste Stadtturm Brandenburgs.

Altstädtischer Markt & Rathaus – Backsteinromantik pur
Der Altstädtische Markt ist ein Höhepunkt jeder Stadtführung. Das historische Rathaus, ein Meisterwerk gotischer Backsteinarchitektur, erzählt von Macht, Handel und städtischem Selbstbewusstsein.
Vor dem Eingang wacht der Brandenburger Roland, Symbol mittelalterlicher Rechtsordnung und beliebtes Fotomotiv.

Ein entspannter Abschluss – zurück zum Neustädter Markt oder bequem mit der Straßenbahn
Der Rundweg endet am Neustädter Markt, den man über Ritterstraße und Hauptstraße erreicht. Wer es gemütlich mag, steigt einfach in die Straßenbahnlinie 1 und fährt direkt zurück zum Bahnhof – perfekt nach rund fünf Kilometern voller Eindrücke, Geschichte und Entdeckungen.
Text und Fotos: Klaus Tolkmitt
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