Disgusting Food Museum: Frosch-Smoothie und Euterschnitzel

In 80 ungewöhnlichen Speisen um die Welt: was verbirgt sich wohl hinter einer „Mongolischen Mary” oder einem „Berliner Schnitzel”? Antworten darauf gibt es seit diesem Jahr im Disgusting Food Museum in Mitte!

Disgusting Food Museum Berlin

Statt einer Eintrittskarte bekommen meine beiden Kinder und ich am Eingang drei Kotztüten in die Hand gedrückt. Das steigert natürlich die Erwartungshaltung – wer seinen Weg ins Disgusting Food Museum findet, der erhofft sich auch nicht weniger, als so richtig ekliges Zeug. 

Gespannt und etwas unsicher starten wir den Rundgang durch den anspruchsvoll gestalteten großen Raum, in dem sich früher einmal das Currywurst Museum befand. Sortiert wurden die 80 kulinarischen Exponate nach Themen. Es beginnt mit Getränken und einem chinesischen Wein mit eingelegten Babymäusen. Das weckt allerdings eher Mitleid als Ekel, also lieber schnell weiter zu den faszinierenden Schafaugen, die einen aus einem Becher mit Tomatensaft anstarren. Die „Mongolische Mary“ sieht etwas unwirklich aus und erinnert an Halloween. Lachen statt würgen muss ich über die Flasche „Bibergeil”. Nicht nur über den Namen – der hochprozentige edle Tropfen wird hergestellt, indem eine Biber-Analdrüse mehrere Wochen in Alkohol eingelegt wird. Na dann Prost!

Mongolische Mary: Disgusting Food Museum

Ungewöhnliche Gerichte aus aller Welt

Die geschmackliche Reise in die Welt des Außergewöhnlichen führt dann weiter zu den Gerichten. Dabei geht es den Machern des Museums allerdings nicht darum, nur das Exotische ferner Länder zu präsentieren. Bewusst wurden Speisen wie gegrilltem Meerschweinchen, Frosch-Smoothie oder gepökeltem Zickleinmagen auch deutsche Spezialitäten zur Seite gestellt. Blutwurst, „Tote Oma” oder Gänsestopfleber sind auch zumindest gewöhnungsbedürftig, wenn man mal genau darüber nachdenkt. Neu war mir das „Berliner Schnitzel”. Bei dem traditionellen Essen aus der Hauptstadt handelt es sich um Scheiben eines gekochten Kuheuters, das paniert und gebraten serviert wird.

Vorbei an Nachtischen und Süßigkeiten wie japanische KitKats in unzähligen Geschmacksrichtungen, gelangen wir ans Ende: die Tasting Bar. Der begeisterte Mitarbeiter möchte uns so gerne zum Abschluss noch ein bisschen mit Mehrwürmern, Käfern und ähnlichen Snacks beglücken – beim Essen machen wir drei allerdings keine großen Experimente. Wir nehmen aber die kleinen Boxen mit vier Kostproben mit nach Hause. Vielleicht überwinden wir uns ja doch noch …

Eintrittstüten und Kostproben: Disgusting Food Museum

Infos zum Disgusting Food Museum Berlin

Adresse:

Schützenstraße 70

10117 Berlin

Öffnungszeiten:

Fr, Sa, So, Mo, Di: 11:00 – 19:00

 

About Tina Hoffmann

Texterin, Journalistin und Bloggerin auf staycation.berlin – ich interessiere mich für Kultur, Nachhaltigkeit, DIY, Radfahren und Unternehmungen mit Kindern.

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