Plattfuß in Berlin: Kult im Bud Spencer Museum

Ganze Generationen sind mit den Filmen des gutherzigen Schauspielers aufgewachsen, der 1929 als Carlo Pedersoli in Neapel geboren wurde. Man kennt ihn als Plattfuß, Mücke oder Nilpferd und er ist untrennbar mit seinem charismatischen Partner Terence Hill verbunden: klar, es geht um Bud Spencer!

Seit diesem Sommer hat die Hauptstadt eine neue Attraktion: das Bud Spencer Museum im Römischen Hof Unter den Linden. Als großer Fan stand für mich außer Frage, dass ich da hin muss und eine Begleitung war auch schnell gefunden. Schon von Weitem sieht man die Lifelike-Bambi-Statue neben dem Eingang, die den 1,92 Meter großen Haudegen in typischer Pose zeigt. Unsere Tickets kontrolliert ein Bud-Double in einer grauen Felljacke, die ich aus irgendeinem Italowestern kenne. Dann geht es los …

Bud Spencer Museum
Eingang Unter den Linden

Was gibt es zu sehen?

Drinnen könnt ihr es euch erstmal in der Plattfuß-Kino-Lounge gemütlich machen und eine Dokumentation über den Kultstar anschauen. Sympathisch fand ich, wie er die Geschichte hinter seinem Pseudonym erzählt: Sein Vorname stammt von seiner Lieblings-Biermarke Budweiser, seinen Nachnamen hat er von seinem Lieblingsschauspieler Spencer Tracey übernommen. Wie würdet ihr heißen?

Bud Spencer Museum
Kino Bud Spencer Museum Berlin

Beim Rundgang durch die Ausstellung zeigen fast 400 Exponate die legendären und die eher unbekannten Seiten des Schauspielers. Vieles davon stammt aus dem Privatbesitz seiner Familie. Natürlich wird dabei auch die Sportlerkarriere Pedersolis beleuchtet. In den Jahren 1952 und 1956 nahm dieser sogar als Schwimmer an den Olympischen Spielen für Italien teil. Unvergessen ist für mich die Szene in „Plattfuß am Nil“, wo er im Fluss den Krokodilen einfach davon krault!

Der vielseitige Bud war aber auch Erfinder, Hubschrauberpilot und Sänger – ein echter Tausendsassa! Kein Wunder gibt es ihn sogar als Legofigur. Original Fahrzeuge und Kostüme aus seinen Streifen, Auszeichnungen und vieles mehr entführen außerdem in die Karriere und das Leben des 2016 verstorbenen Multitalentes. Ein kultiges Andenkenfoto könnt ihr im Westernsaloon mit eurem Kindheitsidol schießen. Und wer hätte gedacht, dass seit 2019 eine SpencerHill-Zeitschrift erscheint? Das Magazin für Fans nennt sich „Double Trouble“.

Bud Spencer Museum
Fotokulisse mit Bud

Fazit Bud Spencer Museum Berlin

Die Ausstellung ist recht klein, aber man erfährt eine Menge und es ist einfach schön, in Erinnerungen zu schwelgen. Beim Rausgehen könnt ihr euch noch mit Bud-Merch eindecken oder in der italienischen Terence-Hill-Eisdiele Gelateria Gerotti eine Leckerei gönnen.

Das Bud Spencer Museum ist übrigens nur temporär in der Hauptstadt. Es steht zwar noch kein Enddatum fest, aber schiebt den Besuch nicht zu lange auf. Ihr habt Lust auf noch mehr Neuheiten, die dieses Jahr in Berlin eröffnet haben? Die Auswahl ist groß. Schaut doch mal im Dark Matter, dem Disgusting Food Museum oder bei Timetravel – einer VR-Zeitreise in die 20er Jahre – vorbei.

About Tina Hoffmann

Texterin, Journalistin und Bloggerin auf staycation.berlin – ich interessiere mich für Kultur, Nachhaltigkeit, DIY, Radfahren und Unternehmungen mit Kindern.

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