Unterwegs in Berlin – mit oder ohne Auto?

Wer auf dem Dorf lebt und schon zum nächsten Supermarkt zwanzig Kilometer zurücklegen muss, der kommt nur schwer ohne Auto aus. In einer Großstadt wie Berlin verzichten jedoch viele Menschen darauf, sich einen eigenen PKW zuzulegen. Häufig sind der hektische Verkehr, die Staugefahr, ökologische oder finanzielle Gründe die Ursachen dafür. Welche Vorteile kann es haben, dennoch das Auto zu nutzen und welche Alternativen gibt es, um von A nach B zu gelangen?

Verkehr am U-Bhf Eberswalder Straße
Verkehr am U-Bhf Eberswalder Straße

Autofahren in Berlin: Kosten genau kalkulieren

Es gibt Situationen, in denen kommt man nur schwer ohne Auto aus. Beispielsweise, wenn man regelmäßig pendelt oder beruflich viel in der Stadt unterwegs ist. Nicht immer möchte man sich im Anzug in die U-Bahn quetschen und riskieren, etwas von der manchmal gewöhnungsbedürftigen Duftwolke mit in die Arbeit zu bringen. Auch der wöchentliche Großeinkauf oder die neue Couch vom Möbelhaus sind auf dem Fahrrad schwer transportierbar. Das Autofahren bietet von allen Verkehrsmitteln sicherlich den größten Komfort. Seit Jahren schon hört man zudem unter Berlinern ein Murren über die ständig steigenden Kosten des ÖPNV. Dennoch sind die “Öffis” deutlich günstiger als ein eigener PKW.

Schließlich gehen nicht nur Anschaffungswert und Verbrauch in die Kosten eines eigenen Wagens ein. Auch das Parken beispielsweise ist in vielen Teilen der Stadt kostenpflichtig. Als weiterer laufender Kostenpunkt sind Autofahrer verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Je nachdem, welche Leistungen in die Versicherungspolice eingehen (alleinige Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko), können die Versicherungsbeträge stark variieren. Wer sich vor dem Abschluss oder Wechsel einer KFZ-Haftpflichtversicherung gründlich informiert und Angebote vergleicht, kann jährlich mehrere Hundert Euro sparen.

Alternative Transportmöglichkeiten

Volle Straßen, Baustellen, der berüchtigte Feierabendstau – viele Berliner nutzen ihr Auto weniger als das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel. Radfahren macht fit, man spürt den Wind im Haar, die Sonne im Gesicht – leider ist es in einigen Bezirken ein täglicher Kampf um das Überleben. Glücklicherweise soll in den nächsten Jahren die Infrastruktur für Radfahrer deutlich ausgebaut werden. Wer Umwege in Kauf nimmt, der findet auch heutzutage bereits schöne Rad-Routen in Berlin.

Neben dieser günstigsten und ökologischsten Fortbewegungsmöglichkeit bleibt natürlich noch der ÖPNV. Für viele Berliner ist es eine Art Hassliebe mit der BVG. Überfüllte Busse, schlechter Geruch und die berüchtigte Berliner (Un)Freundlichkeit machen die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis. Nichtsdestotrotz ist das ÖPNV-System gut ausgebaut und man kommt relativ schnell an jeden Ort in Berlin.

Auto: Ja, nein oder jein?

Sie möchten auf das Autofahren nicht verzichten, fahren jedoch zu selten, als dass die Kosten sich wirklich lohnen würden? In diesem Fall könnte Carsharing, die gemeinschaftliche Nutzung eines Autos, eine gute Alternative sein. Dabei entfallen nicht nur die hohen Anschaffungskosten – einzelne Fahrzeuge werden auch deutlich effizienter genutzt, als wenn sie tagelang in der Garage stehen würden. Die Fixkosten werden durch die Gebühr, die beim Ausleihen anfällt, auf alle Nutzer aufgeteilt. Natürlich fällt so das Auto als Statussymbol weg. Wer ein eher rationales Verhältnis zu seinem Wagen hat, der kann durch Carsharing jedoch viel Geld sparen.

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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