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No Pants Subway Ride in Berlin – darum geht es beim alljährlichen Hosen-runter-Event

No Pants Subway Ride – unter diesem Motto begeben sich alljährlich zahlreiche Berlinerinnen und Berliner – ausgerechnet im kalten Januar – auf eine U-Bahn-Fahrt der besonderen Art. Was hinter dem Phänomen steckt und wie man selbst mitmachen kann, verrät unser Artikel.

Worum geht es beim No Pants Subway Ride?

No Pants Subway Ride ist eine reine Spaßaktion ohne tiefere Bedeutung, bei der man – wie der Name es vermuten lässt – ohne Hosen U-Bahn fährt. Allerdings heißt ohne Hosen glücklicherweise nicht, dass die Teilnehmer auch ohne Unterhose unterwegs sind. Den diesjährigen Aufruf in Berlin startete die Initiative Mar-Mar. Sinn und Zweck sei einzig, “den Fahrgästen ein Lächeln ins Gesicht” zu zaubern, verrät eine Sprecherin von Mar-Mar der Berliner Morgenpost. Einzige Bedingung zur Teilnahme sei ein gültiger Fahrschein der BVG. Zur diesjährigen No Pants Subway Ride am 19. Januar haben etwa 100 Menschen, größtenteils im Alter unter 30 Jahren, an der freizügigen Fahrt teilgenommen. Los ging es am U-Bahnhof Frankfurter Allee mit der U5, bevor man am Alexanderplatz in die U8 Richtung Hermannplatz umstieg. Von dort führte der Weg der hosenfreien Fahrgäste schließlich über den Mehringdamm zum Bahnhof Jungfernheide und zurück zum Ausgangspunkt, wo abends eine “After-Ride-Party” stattfand.

Ein reines Berliner Phänomen ist die No Pants Subway Ride allerdings bei weitem nicht: Erstmals gab es die Aktion laut Zeit Online schon im Jahr 2002 in New York, wo sie von der Performance-Gruppe Improv Everywhere ins Leben gerufen wurde. Auch in diesem Jahr fand die Aktion außer in Berlin in New York, Washington und zahlreichen weiteren Städten rund um den Globus statt. Anderswo kommt es ebenfalls vor allem auf den Spaßfaktor und die belustigten Reaktionen an: “Es ist eine unglaublich lustige Veranstaltung völlig ohne Sinn”, zitiert Zeit Online Chad Bartlett, den Organisator der Washingtoner Aktion.

No Pants Subway Ride in New York 2018 (Foto: <a href="https://www.shutterstock.com/de/g/akatz" target="_blank" rel=

Ist das nicht unangenehm?

Mag da manch ein irritierter Fahrgast fragen. Sicher ist: Jeder Teilnehmer muss sich wohlfühlen. So gibt es keine Vorschrift, welche Art von Unterwäsche erlaubt ist und welche nicht oder wie aufreizend die Unterwäsche sein darf. Es geht den Initiatoren schließlich ausdrücklich nicht um Provokation. Wer sich unwohl fühlt, kann auch großzügigere Boxershorts oder Slips tragen. Dennoch könnte man meinen, dass die Aktion von mach einem Fahrgast als sexuell aufgeladen empfunden wird – dem kann man, so man denn möchte, zumindest ein bisschen mit hohen und warmen Strümpfen und wenig aufreizenden Oberteilen entgegenwirken. Bei den Damen könnten auch Minimizer wie die von Sunny Dessous helfen, neben den Beinen nicht auch noch die Brüste zu betonen.

Und wer sich – trotz aller Überlegungen vorab – während des Events doch unwohl fühlt, kann natürlich auch einen langen Mantel mitbringen und eine Hose mit ins Gepäck nehmen – für alle Fälle. Das ist auch noch aus einem anderen Grund mehr als empfehlenswert: Immerhin findet die Aktion weltweit immer im Januar statt, und auf dem Hin- und Rückweg zum U-Bahnhof will man sich ja nicht erkälten. Warum die Aktion ausgerechnet in einem der kältesten Monate des Jahres stattfinden muss? Die Begründung der Berliner Zeitung klingt jedenfalls mehr als einleuchtend: Im Sommer würde die fehlende Hose kaum auffallen.

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One comment

  1. Verrückt, Verrückter Berlin. Toller Beitrag über diesen Winterspaß, weiter so !

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