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Maßnahmen und rechtliche Hilfe bei Verkehrsunfällen

Nach den neuesten statistischen Erhebungen, sind knapp 1,2 Millionen PKWs in Berlin gemeldet, jeder Dritte Einwohner verfügt also über ein eigenes Auto. Hinzu kommen natürlich auch noch LKWs und eine große Anzahl an Wohnmobile, welche täglich über das Berliner Straßennetz rauschen. Der durchschnittliche Berliner legt zu dem pro Tag drei Strecken zurück. Für diese werden stolze 70 Minuten täglich benötigt.

Auf Grund der hohen Verkehrsdichte ist die Anzahl von 140.000 Autounfällen wenig verwunderlich. Dabei wurden über 17.000 Menschen verletzt und 56 Personen getötet. Diese Zahlen können auch in der Berliner Verkehrsunfallstatistik eingesehen werden. Doch nach einem Autounfall herrscht oft Ratlosigkeit. Während die Erstmaßnahmen von den meisten Beteiligten eher gut beherrscht werden, taucht aber bei den eigenen Rechten dann doch oft ein Fragezeichen auf.

Sonnenaufgang (scharf) Schönhauser Allee/Bornholmer Straße
Viel Verkehr Schönhauser Allee/ Ecke Bornholmer Straße

Erste Maßnahmen nach einem Unfall

Die Absicherung mittels geeignetem Equipment wie Warnblinker, Warndreieck und Warnweste ist in jedem Fall primär. Wurde ein Personenschaden verursacht, sollten Rettungskräfte schnellstmöglich verständigt und erste Hilfe geleistet werden.

Erst danach sollte mit der Beweisaufnahme begonnen werden. Hierzu kann die Polizei oder noch besser ein Sachverständiger hinzugezogen werden. Eine gute Unfalldokumentation ist aus rechtlicher Sicht ein extrem wichtiger Bestandteil. Ein genaues Festhalten und abfotografieren der Unfallstelle so wie das Ausfüllen eines Unfallberichts zählen zur richtigen Dokumentation. Am Unfallort selbst sollte allerdings nie eine Schuldzuweisung oder eine Schuldanerkenntnis erfolgen.

Schadenshöhe richtig ermitteln

Grundsätzlich kann jeder Beteiligte für sich selbst entscheiden, ob ein Sachverständiger hinzugezogen werden soll oder nicht. Ein ausgebildeter Kfz-Gutachter hilft aber in jedem Fall bei der Beweissicherung und Feststellung von Schadensumfang und auch der finanziellen Schadenshöhe. Da ein Kfz-Unfallgutachten meist direkt vor Ort erstellt werden muss, kann ein kurzfristiger Termin vereinbart werden. Bei Bedarf übernimmt der Gutachter auch gleich die professionelle Dokumentation des Unfalls. Die Kosten für einen solchen Gutachter übernimmt in der Regel die gegnerische Versicherung. Der größte Vorteil beim Hinzuziehen eines Gutachters ist, dass die Schadenshöhe durch große Erfahrungswerte sehr genau abgeschätzt werden kann. Bei Bagatellschäden hingegen kann auch eine Fachwerkstätte einen Kostenvoranschlag als Ersatz für den Gutachter erstellen.

Gesetzliche Abwicklung

Nach Verkehrsunfällen gestaltet sich die Abwicklung von Versicherungsleistungen teilweise sehr schwierig. Ansprüche können ohne rechtlicher Unterstützung nur schwer geltend gemacht werden. Die Abwehr oder Anfechtung von Anschuldigungen oder ungerechtfertigten Forderungen gestaltet sich noch schwieriger. Um sich in dem Gesetzesdschungel besser zurecht zu finden, sollte ein Rechtsanwalt für Verkehrsrecht als Unterstützung hinzugezogen werden. Diese Unterstützung ist sowohl für außergerichtliche Einigungen wichtig, als auch für Fälle, welche vor Gericht gehen. Generell kann für solche Fälle jeder Rechtsanwalt hinzugezogen werden, eine Spezialisierung auf Verkehrsrecht kann den Ablauf aber beschleunigen und den Ausgang beeinflussen.

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