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Firmenfahrzeug für ein Berliner Unternehmen: Kaufen, Mieten oder Leasen?

Wirtschaftlich gehört Berlin vor allem in der Start-up-Szene zu den gefragtesten Standorten, womit in den letzten Jahren eine Menge Agenturen, Dienstleister, Start-ups und sonstige Unternehmen herangewachsen sind. Und in vielen Unternehmen spielt das Thema Firmenfahrzeug eine Rolle. Beispielsweise für Kundenbesuche, Außeneinsätze oder als Dienstwagen für den Geschäftsführer. Die größte Frage, die damit verbunden ist, soll in diesem Artikel beantwortet werden: Kaufen auf Kredit, Mieten oder Leasen – welche Variante ist die beste?

Firmenfahrzeug im Einsatz
Firmenfahrzeug im Einsatz

Worin bestehen die Unterschiede?

Drei Finanzierungsarten, drei unterschiedliche Herangehensweisen: Jedes Unternehmen bringt andere Anforderungen mit, die hinsichtlich der finanziellen Lage berücksichtigt werden, wenn es darum geht, ob man das Firmenfahrzeug kauft, mietet oder least. Doch zunächst sollte man die allgemeinen Unterschiede der Finanzierungsform an sich herausstellen und auch ist zu beachten, was sonst noch zum Thema Firmenwagen wichtig ist (Infomaterial Handelskammer).

So erfordert der Kauf eines Firmenfahrzeugs in den meisten Fällen die Aufnahme eines Kredits, es sei denn, die Firma hat ein ausreichendes Kapital übrig, um den Kauf direkt und ohne längere Abzahlung durchzuführen. Ob mit einem Kredit oder nicht – vorrangig geht es darum, dass die Firma beim Kauf in den direkten Besitz des Autos kommt und mit dem Auto quasi machen kann, was sie möchte und wie lang sie möchte. Allerdings muss sie auch eigenständig Versicherungen und Reparaturen zahlen.

Sollte der Kauf mit oder ohne Kredit und der eigene Besitz des Firmenwagens nicht infrage kommen, bietet sich Leasing als flexiblere Alternative an (mehr Infos zum Leasing in Berlin). Man zahlt eine monatliche Rate für die Nutzung des Fahrzeugs, dazu kommen sämtliche Nebenkosten, und ist dahingehend flexibel, als dass man nach Ablauf der Vertragslaufzeit entscheiden kann, ob man den Gebrauchtwagen nachträglich doch kauft oder einfach zurückgibt und den nächsten Wagen aussucht. Für diejenigen, die einen konkreten Vergleich suchen, dürfte die Leasing-Rate in etwa der Höhe einer Kreditrate entsprechen.

Die dritte Möglichkeit bildet die sogenannte Langzeitmiete. Auch hier gibt es keinen direkten Besitz und der Monatsbeitrag ist sogar höher als beim Leasing. Dafür sind in der Miete aber auch sämtliche Nebenkosten (außer Benzin und Waschstraße) enthalten. Man nutzt das Auto demnach einfach und muss sich um nichts kümmern.

Welche Finanzierung eignet sich für welche Firma?

In diesem Teil des Artikels müsste das oben geschriebene nun wieder komplett aufgebrochen werden, weil beispielsweise die zuletzt angesprochene Langzeitmiete nicht pauschal in jedem Fall besser als die anderen Finanzierungsformen ist. Der Hintergrund liegt vor allem in der steuerlichen Hinsicht und in der individuellen Kapital-Lage einer Firma:

Kauf ohne Kredit: Beim Kauf ohne Kredit muss die Firma eigens über das komplette Kapital verfügen und darauf achten, dass sie sich langfristig nicht verschuldet oder gefährdet. Die Gefahr liegt insbesondere darin, dass der Kaufpreis nicht im gleichen Jahr komplett steuerlich abgesetzt werden kann, sondern über mehrere Jahre aufgeteilt wird (Abschreibungsregeln beachten). Ist die Firma in der Lage, die hohen Kaufkosten und Nebenkosten sozusagen vorauszuschießen, ohne sie sofort insgesamt mit Steuerminderungen ausgleichen zu können, ist der Kauf ohne Kredit eine gute Maßnahme.

Kauf auf Kredit: Sollte die Firma eben nicht in dieser Situation sein, sind Bankkredite eine gute Maßnahme. Das Kaufkapital kommt hier von extern, sodass die Firma kein eigenes Kapital einsetzen muss. Eigens bezahlen muss sie lediglich die Kreditzinsen, die monatlich gemeinsam mit der Rate anfallen. Die lassen sich jedoch im selben Jahr komplett steuerlich absetzen.

Leasing oder Langzeitmiete: Zwischen den beiden Nicht-Besitz-Alternativen gibt es aus steuerlicher oder kapitaltechnischer Sicht keine relevanten Unterschiede. Beidseits können die kompletten Kosten fürs Leasing oder die Miete im gesamten Jahr abgesetzt werden. Außerdem auch die Nebenkosten, sofern welche anfallen.

Bild: © istock.com/Geber86

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One comment

  1. Leasing ist da schon die bessere Variiante, da stellt sich aber nur noch die Frage ob man die 1% Regelung nützt oder nicht.

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