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Kunst des 20. Jahrhunderts – Die Neue Nationalgalerie Berlin

Ein eckiges Konstrukt aus Stahl und Glas, ein „lichter Tempel“, und im Inneren wunderschöne Gemälde und Plastiken des 20. Jahrhunderts – das ist die Neue Nationalgalerie Berlin. Internationale Kunst von der klassischen Moderne bis zu den 60er Jahren ist hier in direkter Nähe zur Philharmonie versammelt. Kubismus, Expressionismus, Bauhaus, Surrealismus, Neue Sachlichkeit; Picasso, Klee, Feininger, Kandinsky, Dix, Richter, Kirchner, Beckmann, … – die Aufzählung lässt fortführen und die Herzen von Kunstliebhabern höher schlagen. Chronologisch gesehen schließt die in der Neuen Nationalgalerie gezeigte Sammlung der Moderne an die Bestände der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel an. Weitergeführt wird die Kunstgeschichte im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in der Nähe des Hauptbahnhofes.

Die Neue Nationalgalerie wurde 1968 eröffnet, da man Westteil Berlins dauerhafte Räumlichkeiten für die Kunstwerke des 20. Jahrhunderts brauchte. Diese waren aufgrund des 2. Weltkriegs zunächst nur behelfsmäßig untergebracht, u.a. in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg. Das neue Gebäude, ein lichtdurchfluteter quadratischer Pavillonbau, entstand nach den Plänen des berühmten Architekten Mies van der Rohe und wurde als „Ikone der Klassischen Moderne“ schnell international gefeiert. Er griff dabei auf Entwürfe von nicht realisierten Gebäuden zurück: das Bacardi-Verwaltungsgebäude in Santiago de Cuba (Entwurf von 1957) und das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt (Entwurf zwischen 1960 und 1963). Der Architekt, bei Auftragserteilung bereits 76 Jahre alt, erlebte die Fertigstellung des Gebäudes noch, bevor er 1 Jahr später verstarb. Leider konnte er aber zur Eröffnung schon nicht mehr anreisen. Es blieb der einzige Auftrag, den der weltberühmte Architekt nach 1945 in Deutschland realisieren konnte.

Im Untergeschoss befinden sich Räume für die Dauerausstellung der Sammlung, im ebenerdigen Obergeschoss werden verschiedene Wechselausstellungen präsentiert.  Insgesamt gibt es 4.900 qm Ausstellungsfläche und ca. 800 m Wandfläche – eine Größe, die man von außen betrachtet gar nicht erwartet.

Im Moment befinden sich folgende Sonderausstellungen in der Neuen Nationalgalerie:
– „Der geteilte Himmel. Die Sammlung. 1945 – 1968.“ ist der zweite Teil der Präsentation zur Kunst des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie. Die Werke sind geprägt durch die Atmosphäre des Kalten Krieges und den damit verbundenen politischen Ideologien. Es geht um Figuration und Abstraktion, um die neu entstehende Pop-Art und das Nebeneinander der Stile und Künste in Ost und West. Die Sammlung ist noch bis zum 08.09.2013 zu sehen. Danach wird ein 3. Teil folgen mit der Kunst der Jahre 1968 – 2000.
– Ausstellung des Kupferstichkabinetts: Dresdner Graphiker in der Nachkriegszeit
– Im oberen Stockwerk: „Im weißen Licht“ – Skulpturen aus der Friedrichswerderschen Kirche

Hier noch eine kleine Fotogalerie der Werke der Neuen Nationalgalerie:

About sunnykat

War 4 Jahre lang "Berliner" - im Moment hat es mich ins Rheinland verschlagen. Aber mein Herz geht immer noch auf, wenn ich nach Berlin komme! :-)

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