„We will rock you“ im Theater des Westens – Kult

„A kind of magic“ „Another one bites the dust“ „One vision“ „Crazy little thing called love“ „Radio GAGA“ „Who wants to live forever“ „Headlong“ „Fat bottomed girl“ „We are the cahampions“ „I want to break free“ „We will rock you“ „Bohemian Rhapsody“ – „We will rock you“ im Theater des Westens – keine Show, kein Musical, sondern Kult.

Wohl kaum eine andere Band hat so unbestritten und maßgeblich die Rockmusik in den Siebzigern, Achtzigern und frühen Neunzigern mitbestimmt wie „The Queen“. Und wohl keine andere Band war jemals so unbestritten positiv belegt. Oder kennen Sie jemanden, der diese Musik nicht mochte, nicht bei jedem Lied mitnickte oder sogar sang? Wohl nicht! Und diese Legende, diese unbeschreiblichen Songs, dieser Spirit um den Frontmann Freddy Mercury ersteht wieder auf zu neuem, starkem Leben im Theater des Westens. Berlin ist wieder Rockcity!

We will rock you - Theater des Westens © Stage

We will rock you - Theater des Westens © Stage

Wir hatten die Gelegenheit, die zweite Vorpremiere besuchen zu können. Zugegeben, wir waren etwas unsicher, was uns erwarten würde. Aber: wir wurden gerockt! Die ziemlich an den Haaren herbeigezogene Story um eine zukünftige Gesellschaft, in der handgemachte Musik, speziell Rockmusik verboten ist, das Leben reglementiert und durch Internet, Facebook und Computermusik bestimmt wird, ist genauso simpel wie einfach zu ignorieren. Einige Jokes mit Bezug auf aktuelle Verdummungssendungen im aktuellen deutschen Fernsehen passen und werden höflich beklatscht und belacht. Aber eigentlich giert man von Song zu Song (25), um schon fast in einen Wettstreit zu geraten, wer als erster den nächsten Hit erkennt.

We will rock you - Theater des Westens © Stage

We will rock you - Theater des Westens © Stage

Nach anfänglicher Zurückhaltung  gerät das Publikum (nach der Pause) zusehends außer Rand und Band. Lautes Mitsingen und -stampfen ist genauso normal wie spontanes Aufspringen und Pfeifen. Nach der Pause, in der trefflich zwischen allen Zuschauern über das Für und Wider eines Freddy-Mercury-Doubleversuchs debattiert wird, bekommen wir das erste Mal Gänsehaut: „Who wants to live forever?“ Herrlich. Womit wir auch schon bei den Darstellern sind. Sicherlich, auch hier gingen die Meinungen beim After-Show-Cocktail (unser Tip gegenüber die Bar „Sausalitos“) doch einiges auseinander. Für mich stimmlich am stärksten: die Killer-Queen. In allen Tonlagen stark. Gesungen von einer weißen Sängerin mit einer schwarzen Stimme. Sehr gut.

We will rock you - Theater des Westens © Stage

We will rock you - Theater des Westens © Stage

Ebenfalls stark: Die Freundin des Hauptdarstellers, Skaramouche. Eine kleine freche Rockröhre, die bei einem in den Achtzigern aufgewachsenen sofort Cindy Lauper in Erinnerung bringt. Freche Klappe, mit trotziger Frisur und echter Rockröhre. Das zweite Mal ein Sehr gut. Und schlussendlich die Hauptfigur Gailileo Figaro. Stimmlich sehr gut bei den leisen, nachdenklichen Songs und in Passagen, in denen die Stimme einfach nach oben muss. Insgesamt fehlte etwas die Breite, was aber nicht wirklich negativ auffiel.

Theater des Westens © Stage

Theater des Westens © Stage

Für mich jedoch das Beste an diesem Abend: die Band. Livemusik wie in einem Konzert. Phantastisch gerockt mit zwei atemberaubenden Gitarrensolos. Das war das Highlight! Das machte die Sache rund. Spätestes an diesem Punkt waren wir uns alle einig: Wir alle (die Zuschauer) zeigten zum Schluss, warum wir gekommen waren: um zu rocken. Um so zu rocken, dass man im Hochparkett Angst um das Theater hatte. Im Ergebnis vom Team eine glatte Empfehlung!

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