Marlene Dietrich – Ikone der „Goldenen Zwanziger“

Wer in Berlin-Friedenau spazieren geht, kann einer internationalen Künstlerin aus Berlin auf dem Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße seine Aufwartung machen. Denn hier liegt die Ikone der „Goldenen Zwanziger“ Marlene Dietrich in einem bescheidenen Grab beerdigt.

Bedeutende Künstlerin des 20. Jahrhunderts

Geboren am 27. Dezember 1901 in Berlin-Schöneberg, zählt die Dietrich zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Schauspielerin und Sängerin wurde weltweit berühmt für ihre unverwechselbare Ausstrahlung: lange Beine, eine tief-rauchige Stimme und ihr mutiger Stil, die von ihr populär gemachten Hosenanzüge.

Los Angeles Daily News 1946 Wikipedia CC BY 4
Los Angeles Daily News 1946 Wikipedia CC BY 4

Ihre Karriere begann In den 1920er-Jahren auf Berliner Theaterbühnen und in Stummfilmen. Eine Zeit, in der sie sich als moderne, selbstbewusste Frau inszenierte und früh Kultstatus erlangte.

Ihren internationalen Durchbruch feierte Dietrich 1930 mit der Hauptrolle in dem Filmklassiker „Der blaue Engel“. Die Zusammenarbeit mit dem Regisseur von Sternberg führte sie kurz darauf nach Hollywood, wo sie mit Filmen wie Marokko (1930), Shanghai-Express (1932) und Der große Bluff (1939) zur ersten deutschen Schauspielerin wurde, die in den USA zum Superstar aufstieg.

Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin

Für „Marokko“ erhielt sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin – ein Meilenstein für europäische Künstlerinnen in Hollywood.

Während des Nationalsozialismus verweigerte Dietrich jede Zusammenarbeit mit dem Regime. Stattdessen unterstützte sie im Zweiten Weltkrieg amerikanische Truppen, trat an Frontlinien auf und besuchte Verwundete. Für ihren Einsatz erhielt sie 1947 die Freiheitsmedaille des US-Präsidenten Harry S. Truman. Ab den 1950er Jahren konzentrierte sie sich zunehmend auf ihre Karriere als Sängerin und tourte mit glamourösen Bühnenprogrammen um die Welt.

„Ich hab noch einen Koffer in Berlin“

Zu ihren bekanntesten Liedern zählen „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Lili Marleen“, „Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin“ und „Sag mir, wo die Blumen sind“.

Grab von Marlene Dietrich
Grab von Marlene Dietrich

Nach ihrem letzten Film Schöner Gigolo, armer Gigolo (1978) zog sie sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück und lebte bis zu ihrem Tod 1992 zurückgezogen in Paris.

Marlene Dietrich wurde nach einer großen Trauerfeier in Paris in Berlin-Friedenau auf dem Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße in der Abt. 34-363 beigesetzt. Ihr Grab zählt heute zu den Ehrengräbern des Landes Berlin.

Zudem erhielt 1997 ein zentraler Platz am Potsdamer Platz den Namen Marlene-Dietrich-Platz. 2002 wurde sie postum zur Ehrenbürgerin Berlins ernannt – eine späte Würdigung für eine Frau, die Berlin und die Welt nachhaltig geprägt hat.

Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

So geht es zum Grab von Marlene Dietrich in Friedenau

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Hallo! Mein Name ist Klaus und ich bin seit einigen Jahren im Ruhestand. Ich bin gern unterwegs, genieße die Natur oder erkunde auf Reisen Land und Leute. Der Schwerpunkt der Unternehmungen liegt in Berlin und Brandenburg. Ich will von Stadtspaziergängen und Radtouren durch den „Dschungel“ der Großstadt berichten und dabei Tipps geben und Hintergründe erklären. Berlin hat viele Persönlichkeiten, deren Spuren ich aufnehme, Geschichten die erzählt werden müssen und unzählige Ansichten, die es lohnt im Bild festzuhalten.

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