An vielen Stellen Berlins zeigt ein Pflasterstreifen den ehemaligen Verlauf der Mauer an. Gedenktafeln erinnern an verschiedene Geschichten rund um die Teilung Berlins. Ein großes Stück erhaltener Mauer, die Eastside-Gallery, ist an der Oberbaumbrücke in Kreuzberg erhalten geblieben. Den besten Eindruck über den ehemaligen „Todesstreifen“ erhält man jedoch an der Zentralen Gedenkstätte der Berliner Mauer an der Bernauer Straße.
Hierzu gehört ein 60 m langes Stück der ehemaligen Grenzanlage mit Wachturm, Vorderland- und Hinterlandmauer. Zum Bau dieses Grenzstücks wurde in den 1960er ein Teil des Sophienfriedhofs genutzt. Von einem gegenüber liegenden Aussichtsturm kann man das Areal gut überblicken. Das 2009 eröffnete Besucherzentrum berichtet vom Mauerbau, der damaligen Situation in Ost-Berlin und den Flüchtlingen und den Todesopfern der Mauer. Links von der Grenzanlage steht seit 2000 die Kapelle der Versöhnung, davor wird der Verlauf der Mauer durch Stäbe rostenden Stahls verdeutlicht. Die ursprünglich an diesem Ort stehende Versöhnungskirche wurde 1985 gesprengt, da sie seit dem Mauerbau im Todesstreifen stand und durch die Ost-Berliner nicht mehr erreicht werden konnte.
Rechts wird auf einem Wiesenareal an die Berliner Maueropfer erinnert: Das Fenster des Gedenkens ist eine 12 m lange Wand aus rostendem Stahl, in der sich 162 Fenster mit den Porträts jener 136 Menschen befinden, die an der Berliner Mauer erschossen wurden oder tödlich verunglückten.
In der Bernauer Straße verlief die Grenze entlang der Häuserfront der auf Ost-Berliner Gebiet stehenden Grenzhäuser. Während des Mauerbaus entschlossen sich viele Bewohner dieser Häuser zur Flucht, sie seilten sich aus ihren Wohnungen ab oder sprangen in die bereitgehaltenen Sprungtücher der West-Berliner Feuerwehr. Um dies zu unterbinden, wurden die Häuser später geräumt, die verbliebenen Bewohner zwangsumgesiedelt und Fenster und Türen vermauert.
Erst heute mit dem Urban Design Studiengang der TU Berlin dort gewesen. Eine wirklich interessante Gegend.
Hallo Sunnykat,
Danke für einen informativen Beitrag – ich muss es jetzt endlich auch mal nach Berlin schaffen. Hab noch einen anderen Beitrag gefunden, mit nem Tip für einen Spaziergang, der Dich vielleicht interessiert:
http://www.myheimat.de/berlin/kultur/eine-reise-in-die-vergangenheit-gedenkstaette-berliner-mauer-d2488502.html
Schöne Grüße,
Doro
Hallo Doro,
vielen Dank für deinen Link! 🙂