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Review: "The Wyld" im Friedrichstadt-Palast

Seit einiger Zeit ist schon vom neuen Stück „The Wyld“ (Untertitel „Nicht von dieser Welt) zu hören und zu lesen sowie mit Vorschusslorbeeren bedacht. Des Weiteren gibt es Rekord-Ticketverkäufe seit Ankündigung der Show, es ist aber gleichzeitig auch die teuerste Showproduktion in der Geschichte des Palastes. Daher blieb uns auch nicht anderes übrig, dem Friedrichstadt-Palast – im Herzen von Berlin – mal wieder einen Besuch abzustatten.

THE WYLD  Plakat
THE WYLD Plakat

Dem äußerlichen Erscheinungsbild des Friedrichstadt-Palastes merkt man die „luxuriöse“ DDR-Vergangenheit an, drinnen hingegen ist es in der modernen Gegenwart angekommen. Die eigentliche Spielbühne ist riesig und das Zuschauervolumen von über 1.800 Menschen ist beträchtlich. Dann geht es auch schon los mit der Show, in einem Ballett-Studio gibt es einige Übungseinheiten unter den Argus-Augen des strengen Leiters. Nach einigen Minuten ist diese Eingangsszene vorbei und man fragt sich, was dies mit der Show eigentlich zu tun hatte. Was dann folgt ist eine abwechslungsreiche Reise für die Augen und Ohren, wir reisen durch nächtliches Paralleluniversum von Berlin, das wild und sexy ist. Streetdancer sind unterwegs mit einem akrobatischen BMX-Fahrer, welcher immer mal wieder auftauchen wird. Dieser Fahrer hat wiederum sein Herz an die Pudeldame verloren, welche einsam auf der Kugel des Fernsehturms weilt – eine Liebe zwischen Himmel und Erde.

THE WYLD - Urban Tribe Queen (Foto: Robert Grischek)
THE WYLD – Urban Tribe Queen (Foto: Robert Grischek)

Die weiteren Szenen sind ein Mix aus dem alten Ägypten – natürlich mit der schönen Berlinerin „Nofretete“, Außerirdischen und dem (wilden) Lebensgefühl von Berlin. Die einzelnen Inszenierungen sind – bizarr, futuristisch, gewaltig und mitreißend. Allein die Kugel vom Fernsehturm beeindruckt und verursacht beim ersten Anblick Gänsehaut. Die Bühne lebt zu Elektro Beats mit viel LED Technik. In schnell wechselnden Einstellungen der Bühnenteile und der variablen beweglichen Treppe, kommen und gehen die Akteure sehr galant – fast wie von Geisterhand. Ein Showabschnitt entführt den Betrachter in den unteren Teil der Bühne, quasi die sexy Unterwelt von Berlin – mit Szenen aus dem legendären Nachtleben der Berliner Clubs. Auch über dem Publikum schwebt in einem Akt die Sängerin auf einem surfbrettähnlichen Vehikel hinein. Neben den eigentlichen Palastensemble sind weitere Akteuere unterwegs, der schon erwähnte BMX-Fahrer, vier athletische Herren, eine Pudelcombo sowie ein Artisten-Pärchen mit waghalsigen Stunts in der Luft.

Dem Autor sind während der Show – Assoziationen im Kopf gekommen – die in Richtung der bekannten Filme „Stargate“ und vor allen Dingen zu dem Film „Das fünfte Element“ gehen. Gerade der zuletzt genannte Film hat mit seinem Fantasy-Verschnitt aus Ägypten und ferner Zukunft, gewürzt mit extravaganter Mode, Geschichte geschrieben. Als Fazit sei festzuhalten, das die „WYLD“-Show wirklich atemberaubend ist, ein beeindruckendes Feuerwerk für die menschlichen Sinne. Über 100 Akteure auf der Bühne, bereiten dem Publikum, in der wohl aufwändigsten Show die Berlin jemals gesehen hat, einen unverwechselbaren Abend. Es lohnt sich – Gänsehaut garantiert –

Spielplan: Termine bis September 2015 online, Spielzeit bis Sommer 2016
Link zur Show:
THE WYLD

THE WYLD - Drag Queen (Foto: Robert Grischek)
THE WYLD – Drag Queen (Foto: Robert Grischek)

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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  1. Danke für den Beitrag. Scheint, als müsste ich mir die Show bei Gelegenheit mal ansehen. Die besser Hälfte wird es freuen 😉

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