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Deshalb wird die Berliner Gaming-Branche an Bedeutung gewinnen

Berlin ist jung, international, digital. Damit bietet die Stadt ideale Bedingungen für international agierende Unternehmen der Gamesbranche, die auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen sind. Zahlen zeigen schon jetzt, dass die hiesige Industrie für Videospiele rasant wächst. Warum dieser Trend auch in Zukunft nicht abreißen wird, beleuchtet unser Artikel.

Gamesbranche in Berlin wächst rasant

Videospiele sind in Deutschland längst zu einem omnipräsenten und vielfältigen Medium avanciert: Blockbustergames begeistern rund um den Globus Millionen Menschen, Handyspiele überbrücken unterwegs Wartezeiten und Browsergames können sogar kostenlos über spezialisierte Webportale gezockt werden. Doch wie sieht es mit der hiesigen Gamesindustrie aus? Gibt es auch in Berlin Entwickler, Verbände und kulturelle Einrichtungen?

Diese Fragen muss man mit einem ausdrücklichen „Ja“ beantworten. Zahlreiche Entwickler – von Indie bis International – sind in der Stadt ansässig. Mit dem Entwicklerstudio „Wooga“ ist auch eine der größten deutschen Firmen der Branche in Berlin vertreten. Mit dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) sowie GAME, dem Bundesverband der deutschen Games-Branche, sind zudem zwei der bedeutendsten Institutionen der Videospielbranche in Berlin ansässig. Außerdem hat die USK, die Spiele auf ihre Alterstauglichkeit beurteilt, hier ihren Hauptsitz. Und auch das deutschlandweit einzigartige Videospielemuseum befindet sich in der Spreemetropole.


Bildrechte: Flickr BMJ01 Iwan Gabovitch CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Wachstumszahlen der örtlichen Branche sprechen für sich: An keinem anderen Standort in der Bundesrepublik wächst die Gamesindustrie so schnell wie in Berlin. Laut dieser Übersicht sind in der Hauptstadt inzwischen 1.500 Unternehmen aus der Gamesbranche mit insgesamt rund 12.000 Mitarbeitern ansässig. Zusammen generieren sie einen jährlichen Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden Euro.

Berlin punktet mit wichtigen Standortfaktoren

Die Gründe dafür liegen in den Standortfaktoren der Stadt begründet. Gegenüber businesslocationcenter.de betont Jens Begemann, Gründer und CEO der Spieleschmiede Wooga, dass seine Firma „in der heutigen Form in keiner anderen Stadt Europas vorstellbar“ wäre. Er erklärt, dass Berlin „international, kreativ und bezahlbar“ sei. Genau diese Faktoren machen die Stadt für die Spielebranche so interessant. Das internationale Umfeld ermöglicht es, relativ einfach qualifizierte Mitarbeiter aus dem In- und Ausland zu finden.

Zudem kann leicht eine Kooperation mit anderen vor Ort ansässigen Firmen auch aus anderen Branchen, mit externen Dienstleistern oder mit Verbänden stattfinden. Denn neben Entwicklerstudios sind auch weltweit agierende Publisher sowie Anbieter für Vertonungen, Lokalisierung und Qualitätssicherung in der Hauptstadt vertreten. Laut diesem Artikel üben darüber hinaus die Kooperationsmöglichkeiten „mit der ansässigen Film-, TV- und Verlagsindustrie eine große Anziehungskraft aus“.

Nachwuchs für die Branche dank vielfältiger Bildungs- und Forschungseinrichtungen

Damit der Standort Berlin langfristig an Bedeutung gewinnen kann, ist auch der Nachwuchs für die Gamesbranche ein entscheidender Faktor. In dieser Hinsicht kann Berlin mit einem vielfältigen Bildungsangebot punkten: So ist unter anderem die Games Academy vor Ort ansässig, die gezielt auf das Berufsleben in der Branche vorbereitet. An der Hochschule für Technik und Wissenschaften sowie an der Hochschule macromedia gibt es jeweils einen Bachelorstudiengang für Game Design.

Mit dem DIGAREC – dem Zentrum für Computerspielforschung der Universität Potsdam – ist in der Region zudem eine wichtige Institution für interdisziplinäre Forschung vertreten. Neben Workshops und Publikationen ist auch der Aufbau einer umfassenden Computerspielsammlung Ziel der Institution. Diese soll künftig zusammen mit anderen Beständen ein Teil der weltweit größten Computerspielsammlung werden. Diese wird derzeit mit Mitteln des Bundes – wie sollte es anderes sein – in Berlin erfasst und zusammengetragen.

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One comment

  1. 12.000 Mitarbeiter in der Gamesbranche finde ich persönlich schon ganz schön viel. Ich komme eher aus dem IT-Security Bereich. Beides lässt sich bestimmt auch ganz gut kombinieren.

    Bist du denn selbst in der Gamesbranche tätig? Das Bild sieht so persönlich geschossen aus 🙂

    Beste Grüße aus Gelsenkirchen,
    Chris

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