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Zu Besuch im Menschen Museum am Alex

Der Alexanderplatz hat eine neue Attraktion, genauer gesagt im Basement vom beliebten Fernsehturm hat sich das Menschen Museum angesiedelt, in Kurzform MeMu. Angelehnt ist dieses Museum an die Wanderausstellung „Körperwelten“, welche vielen Berlinern und Auswärtigen bestimmt noch in Erinnerung ist.

Was erwartet den Gast, was gibt es zu sehen? Der Gast taucht ein in einen länglichen Ausstellungstrakt, welcher dunkel gehalten und mit roten Fäden (Assoziation zu Blut) durchzogen ist. Die eigentlichen Ausstellungsobjekte sind zumeist in Ausstellungsvitrinen zu finden. Dort drinnen, wie erwartet, einige plastinierte Organe und Körperteile sowie die berühmten Ganzkörperfiguren in anspruchsvollen Formen u.a. die eines Skateboarders, Ringturner, Mann/Frau-Skulptur oder auch ein „Engel“. Mittels Audioguide erfährt der Besucher in verschiedenen Sprachen zahlreiche Hintergrund-Infos, die Beschreibungen am jeweiligen Objekt sind dagegen kurz gehalten und jeweils in deutscher/englischer Sprache. Sehr schön visualisiert und verständlich sind die Darstellungen der verschiedenen Prozesse im Körper, z.B. die der Verdauung, wer hätte gedacht, da es von der Zunge bis zum Enddarm 7 Meter sind… Sehr anschaulich auch der Abschnitt der Fortpflanzung, angefangen vom Spermium bis hin zum Baby.

MenschenMuseum
MenschenMuseum

Zwischen drin befindet sich aktuell eine Sonderausstellung mit dem Thema: Einschnitte, das können Querschnitte oder Längstschnitte sein, mit dem Anspruch der künstlerischen Ästhetik. Da kann ein banaler Wanderschuh sein oder ein gefülltes Sparschein. Dazu gesellt sich auch ein Bügeleisen, ein Motorblock uvm. Des weiteren befinden sich zur Auflockerung im Ausstellungsareal, einige interaktive Elemente wie einem „Glücksrad“, Blutdruckmessung, Schautafeln oder Videos. Interessant war der Schautafeln-Abschnitt mit der sichtbaren durchschnittlichen Nahrungsaufnahme einer Familie aus verschiedenen Ländern, was jeweils in einer Woche konsumiert wurde.

Zum Abschluss darf der Gast seinen Gefühlen freien lauf lassen und auf einer Karte handschriftlich sich verewigen, warum man gerade gestresst oder glücklich ist. Beim letzteren haben einige Ihren Lieblingsfussballverein oder die Familie und die Freunde angegeben. Dann ist man dann auch am Ausgang angelangt, mit dem erwarteteten Shop. Der macht leider noch einen etwas zu übersichtlichen Eindruck, da ist bestimmt noch mehr drin u.a. mehr Spielereien. Der normale Eintrittspreis beträgt 14 Euro ist auf den ersten Blick schon etwas hoch, aber fügt sich in der Berliner Preisaustellungsniveau ein, anzumerken seien aber die zahlreich vorhandenen Ermäßigungsmöglichkeiten gerade für Jüngere.

Fazit: Uneingeschränkte Empfehlung für Alle Mensch-Interessierten und speziell für Ausflüge von Schulklassen in Punkt Biologie, so macht Unterricht Spaß.

Link: memu.berlin

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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