Die Zierfische des Buchstabenmuseums

Das Buchstabenmuseum im zwar zentralen, aber schrecklich hässlichen Berlin-Carré am Alex sammelt alle möglichen Schriftzüge, die einstmals über Berliner Geschäften, Firmen oder Institutionen prangten und Nachts schön vor sich hin strahlten, um dann meist wegen “Geschäftsumbildung” (zum Beispiel ein wunderbar breitarschiger Karstadt-Schriftzug) aus dem Stadtbild zu verschwinden. Dazu gehören auch die Zierfische vom Frankfurter Tor, die dort bis 2009 einer Tierhandlung das Gesicht gaben. Diese ist mittlerweile einem Plattenladen gewichen. Nachdem die Fische am helllichten Tage bald von der Wand geklaut worden wären – der zu kurzen Leiter der Diebe sei  hiermit ein Dank ausgesprochen – haben die beiden Damen vom Buchstabenmuseum mit Spenden und persönlichem Einsatz sie für die Nachwelt erhalten. Die Neonreklame in schönstem DDR-Schnörkel ist seit gestern für die kommenden drei Monate (jeden Samstag 16–20 Uhr, Karl-Marx-Allee 85) unweit ihres ursprünglichen Hängeortes endlich in aller Leuchtkraft wieder zu sehen.

Die anderen unbeleuchteten Buchstaben der Sammlung kann man sich dann im Museum angucken.

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About nichtwinken

Der erste Blog, Nicht winken!, ist in English and for people with a love of Berlin architecture. That is also crumbling industrial units to me. Und hier geht's dann um den Berliner Rest. Der ja auch beachtlich ist. Und schön.
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4 Responses to Die Zierfische des Buchstabenmuseums

  1. BUCHSTABENMUSEUM says:

    …die Fische schwimmen bis 26.03. in der KMA85…

  2. nichtwinken says:

    Stimmt. Es war irgendwas mit 3.

  3. Andreas says:

    Schöner Tipp. Hatte ich schon mal gehört, aber irgendwie auch wieder verdrängt. Aber beim nächsten Berlin-Besuch werde ich mir das Museum auf jeden Fall anschauen. Diese alten Leuchtreklamen sind auf jeden Fall schöner als das, was man heutzutage meistens so antrifft.

  4. Fransi says:

    ich habe mir das schon angesehen und voll begeistert :)
    Kann ich nur empfehlen

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