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Luxuriöse „Villa Donna Adriana“ im italienischen Salento: Kulturelle Vielfalt und Genießen auf Italienisch

In manchen Gegenden von Italien, und da gehört die südlich Region Apulien dazu, werden die Stimmen gegen einen Verbleib des Gründungsmitglieds Italien in der EU immer lauter. Italien wird gerade geplagt von hoher Arbeitslosigkeit und man fühlte sich bei der Einführung des EURO gegenüber Deutschland beim Wechselkurs, benachteiligt. Bei diversen Gesprächen über Politik während eines 6-tägigen Aufenthaltes in Apulien mit Menschen unterschiedlicher Schichten, wirkt diese Überzeugung nicht nur salonfähig ein Stückweit als selbstverständlich. Es spiegelt sich wieder auch bei den erfolgreichen Weinproduzenten die die Produkte zu 60% in die weite Welt (Japen, Korea, USA) exportieren und mit 40% den Inlandbedarf decken.

Es kann aber auch von einem Angestellten im Dienstleistungsbereich die Kritik kommen. Auch beim Frühstück im B & B, ein bevorzugtes Format für Touristen, die in der Region Urlaub machen wollen, redet man über Politik mit der selbigen Leidenschaft, in der man kocht oder über die Vorzüge von seiner Gegend erzählt.

Die Italiener gehen aufs Ganze mit dem – inzwischen – sehr verbreiteten B & B -Format. Das Niveau begibt sich zwischen Standardaustattung bis hinzu luxoriösen Anwesen. So lernt man schon beim Wohnen, Land und Leute kennen. Auch der – insbesondere Nacht – andauernd – bellende Hund gehört zur Familie nun mal dazu.

Gerade bei einer allgemeinen Unzufriedenheit in Sache Problemkind „Europa“ scheint es umso wichtiger, zum Beispiel, das Projekt „Urban Artist“ in Form einer Künstlerresidenz, welches vorsieht einen Künstler aus Italien (vorzugsweise aus der Region Apulien) und einen Künstler aus Deutschland für ca. einen Monat in der selben Villa wohnen zu lassen.

Das Deutsch-Italienische Institut (ICIT, in der italienischen Abkürzung) hat sich auf die Fahne geschrieben, den Dialog und Austausch zwischen beider Länder, nachhaltig, zu fördern. Das ICIT Institut „ist eine Kulturstiftung die seit 1985 sich darum bemüht, die deutsche Sprache und Kultur weiter zu verbreiten, mit der Absicht, ihr Kenntnis in der Region zu verbessern“, erklärt das Infoblatt, welches der Presse an jenem Tag mitgegeben wurde. Thomas De Maizière wäre geradezu begeistert, wenn er von der Idee wüßte. Den Qualitätssiegel vom Goethe Institut in Rom, deutsches Kulturgut weltweit zu verbreiten überall wo Deutsch gesprochen wird, kann das ICIT- Institut auch vorweisen.

Das Vorhaben der Künstlerresidenz ist noch jung aber viel versprechend. An der Schönheit und an der Infrastruktur, die das Management der Villa anbietet, soll das Projekt zu Stiftung des Dialogs auf künstlerischer Ebene, nicht scheitern. Im Gegenteil. Die Voraussetzungen dafür sind hervorragend.

Salento
Salento

Salento

Ist der Name einer 100 km langen und 40 km breiten Halbinsel im äußersten Südosten Italiens und wer die Geokarte von Italien, also der Stiefel vor Augen hat,  ist Salento die Sohle. Eine Region, die für sich behaupten kann, das Meer vor der Haustür zu haben und und die La Campagna (Land des Inneres) zu symbolisieren. Wie ein Ölgemälde vor Augen, über hundert Jahre alte Olivenbäume in einem grünes Horizont aus Fauna und Flora. Apulien hat das alles. An einem Tag am adriatischen Meer baden und am nächsten Tag durch die Pampa fahren und unzählige Weingutunternehmen besuchen und sich von ihnen die Kunst der Weinherstellung zeigen zu lassen und, anschließend, probieren.

Administrativ gehört die Halbinsel Salento zur Region Apulien die umfasst die Provinz Lecce sowie Teile der Provinzen Tarent und Brindisi, im letzteren liegt der Flughafen. Gerade mal 1 Stunde und 15 Minuten fliegt man vom Fiumicino Flughafen in Rom, die ewige Stadt nach Brindisi.

Diese Strecke, aber auch Flug von Berlin-Tegel nach Rom mit der Alitalia hat sich als eine angenehme, stressfreie Wahl herausgestellt und ist allemal empfehlenswert. Im Gegensatz zu den Flughäfen in Madrid und Lissabon, erstrahlt der Flughafen der ewigen Stadt nicht nur Klasse aus sondern kann Kompetenz bei den MitarbeiterInnen vorweisen. Und wer die Zeit im künstlerischer Manier vertreiben will und kann, im Foyer in der Nähe des Duty-Free-Shops liegt ein ebenso elegant wie einladendes weißes Klavier. Es kann schon mal sein, dass man das Glück hat, dass ausgerechnet beim einem Stop-Over, ein Profi sich an das Klavier begibt und Beethoven spielt. Es gibt sicherlich weniger angenehme Varianten auf einen Flieger zu warten. Im Übrigens: W-LAN gratis funktioniert einwandfrei.

Villa Donna Adriana

Es ist ein heißer Freitagnachmittag als Luigi, der Busfahrer, gefüllt mit einer Gruppe von insgesamt 10 Journalisten und Bloggern (8 Italiener und 2 Berlinerinnen) vor der luxuriösen Villa Donna Adriana Halt macht. Diese liegt an der prestigereichen Anschrift von Largo San Pietro Vernotico im sog. Hochsalento. Schon der Eingang zeigt sich als ein Augenschmaus. Ein großzügiger vorderer Bereich geschmückt mit exotischen Blumen, die in transparenten und großen Vasen liegen. Der Raum, lichtdurchflutet mutiert zu einer ästhetischen Schönheit bevor es wirklich losgeht mit der Ortsbesichtigung.

Der Garten hat sage und schreibe 700 qm und ist, nach einer kurzen und willkommenen Pause, beim sonstigen sehr straffen Programm. Für Wasser, Saft und leckere Süßigkeiten aus der Region, hat sich die Gastgeberin Zeit genommen. Debora Rogges, deren Großmutter das Haus gehörte, ist ganz in ihrem Element. Leidenschaftlich läuft sie durchs Haus als wären ihre Füße an dem Boden verwurzelt. Die sympathische Allround-Chefin des Hauses spricht leidenschaftlich über das Artisten-Residenz-Projekt und betont, wie wichtig der ständige Austausch zwischen Künstlern aus Deutschland und Italien sei.

Am Rande des Gesprächsrunde unterhalte ich mich unter 4 Augen mit Debora und erzähle, dass ich in Berlin ansässig bin: „Berrrlinnnnnnnnn! Das ist DIE STADT DER KÜNSTE!“. Ihre Augen leuchten und die Begeisterung für die wahrhaftige Kulturstadt Europas ist, bei der engagierten und ehrgeizigen Italienerin, nicht zu bremsen. Die Bewerbungsfristen für die erste Künstlerauwahl laufen schon. Bis zum 07. August unter der Email info@iciti-lecce.it kann man seinen Lebenslauf und die eigentliche Bewerbung, selbstverständlich gerne auch auf Deutsch, dahin schicken.

Gediegen feiern und entspannt wohnen im Urlaub

Die Managerin der Villa Donna Adriana ist ehrgeizig genug um das wunderschöne Anwesen erfolgreich zur Auslastung zu bringen. Vor einigen Jahren wurde das Anwesen aufwendig und teuer restauriert.

An der wunderbaren Villa kann man auch Hochzeiten feiern, Gala-Nächte veranstalten, Weiterbildungskurse, Meetings, Gipfel, runde Geburtstage im großen Stil veranstalten. 350 Gäste kann das Haus für einen Tag bewirten und lässt dabei keinen Wunsch offen. Die Villa fungiert auch als Bühne für Jazzkonzerte und klassische Musik Veranstaltungen. Als wäre dies nicht genug in dem Allround-Portfolio des Anwesens,  kann man sich für eine geführte Tour anmelden und sich das Prachtstück zeigen lassen von der Frau, die das Haus aus dem 19. Jahrhundert am allerbesten kennt: Debora Rogges.

Wer in der Villa logieren möchte, kann dies tun. Für höchstens 4 Parteien gleichzeitig wird die beste Infrastruktur geboten und es werden alle Sonderwünsche (Achtung Berliner) ohne Gemecker erfüllt. Möchte man eine Hängematte zwischen den zwei Palmen? Volentieri! (Sehr gerne!) Möchte man was bestimmtes zum Frühstück, werden die Wünsche erfüllt –  in der Residenz die schon vor dem Ende Jahres 1000 existierte und darüber hinaus, damit alles seine Richtigkeit hat, ist Mitglied vom ADSI, dem Verein zur Pflege von historischen Italienischen Bauwerken.

In dem Land der Genießer gilt nicht „nur“ das Kulinarische als Bindeglied und Motor zur Pflege und Erhalt der kulturellen Identität aber auch die Bauwerke, die Geschichten von Generationen erzählen können.

Während Berlin beim II.Weltkrieg zu 80% dem Boden gleichgemacht wurde, findet man in Italien, samt dessen kultureller Vielfalt, viele intakte Gebäude vom großen historischen Wert. Wenn nicht, werden diese aufwendig restauriert. Nicht umsonst kommen die begabsten Restauratoren aus Italien und sind weltweit tätig.

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