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Die interessantesten Lost Places rund um Berlin

Verlassene Orte üben auf Menschen seit jeher eine besondere Faszination aus, denn dort herrscht eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre, und ein Hauch von Magie liegt in der Luft. Solche geheimen Orte und Plätze gibt es in der Bundeshauptstadt Berlin natürlich zuhauf. Abenteuerlustige und Fotografen sind immer wieder auf der Suche nach Geheimtipps, die folgenden dürften allerdings den meistens bereits bekannt sein, und dennoch ist jeder Besuch ein Highlight und sorgt für eine Art magische Unterhaltung.

Die Heilstätten Beelitz

Zu den populärsten Lost Places in der Umgebung von Berlin zählen mit Sicherheit die Heilstätten Beelitz, in denen man sich früher der Lungenheilkunde widmete. Der Komplex besteht aus mehreren großen Gebäuden, über große Treppen gelangt man zu den einzelnen Etagen. Lange Flure führen zu den Räumlichkeiten, in denen der Putz abblättert, das Licht dringt sanft nach innen und sorgt für spannende Effekte. Dieser Ort ist so einmalig, dass er bereits mehrfach Schauplatz für Filme war, darunter zum Beispiel „Der Pianist“. Aktuelle Fotos gibt es in diesem Blogartikel zu sehen.

Beelitz Heilstätten 2017 - Lungenheilstätte Männer / Whitney Houston Haus
Beelitz Heilstätten 2017 – Lungenheilstätte Männer / Whitney Houston Haus

Der verlassene Bahnhof von Siemensstadt

Zwischen 1927 und 1929 erbaute die Firma Siemens diesen Bahnhof. Damals beschäftigte das Unternehmen etwa 90.000 Leute, von denen rund 17.000 die S-Bahn zur Fahrt zu ihrem Arbeitsplatz nutzten. Als es im Jahr 1980 zu einem Reichsbahnstreik kam, wurde der Verkehr eingestellt, seither liegt der Bahnhof im Bezirk Charlottenburg still. Nach und nach eroberte sich die Natur ihren Platz zurück, so dass man hier inzwischen einen regelrechten Geisterbahnhof vorfindet.

Kinderkrankenhaus im Stadtteil Weißensee

Wie die Kulisse für einen Horrorfilm wirkt das frühere Kinderkrankenhaus in Berlin-Weißensee. Es öffnete seine Pforten im Jahr 1911 und diente als Kinder- und Säuglingsklinik. Im Jahr 1997 wurde das Kinderkrankenhaus geschlossen und steht seither leer mitten in einem Waldgebiet.

Das Olympische Dorf von 1936

Im Jahr 1936 fanden im Westen von Berlin die 11. Olympischen Spiele statt, und zu diesem Anlass errichtete man für die rund 4.000 Sportler aus aller Welt ein Olympisches Dorf mit entsprechenden Unterkünften. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die sowjetische Armee das Gelände, aus dieser Zeit ist noch ein großes Bildnis von Lenin zu sehen. Auch wenn das Olympische Dorf etwa 20 Kilometer außerhalb von Berlin nicht zu den eigentlichen Lost Places zählt, kann man es dennoch besichtigen und in längst vergangenen Zeiten schwelgen.

Der Spreepark im Plänterwald

Im Jahr 1969 wurde im Osten von Berlin der Spreepark als großer Freizeitpark für die Berliner Bürger eröffnet. Mitten im Grünen konnten Besucher eine große Auswahl an Fahrgeschäften nutzen, das Riesenrad erkennt man auch heute noch von weitem. Nach der Wende hat man öfter versucht, den Spreepark wieder aufleben zu lassen, scheiterte aber stets daran. Nun ist das Gelände seit vielen Jahren verlassen und fügt sich immer mehr in die ursprüngliche Natur ein. (Link zur Bildergalerie)

Abhörstation auf dem Teufelsberg

Zu den wichtigsten Lost Places von Berlin gehört die frühere Abhörstation auf dem Teufelsberg. Zur Zeit des kalten Krieges diente diese Station den US-Amerikanern dazu, um die Feine aus dem Osten abzuhören. Mittlerweile ist das Gelände seit den 90er-Jahren verlassen und dem Verfall überlassen. Heute beeindrucken immer noch die großen Radartürme, die ein fantastisches Fotomotiv darstellen. Das gleiche gilt für die grauen Betonwände, die mit Graffiti besprüht sind.

Institut für Anatomie im Stadtteil Dahlem

Recht gruselig mutet das der Komplex des ehemaligen Instituts der FU Berlin an. Erbaut wurden die Gebäude im Jahr 1929, eröffnet wurde es jedoch erst nach dem Krieg. Durch Umstrukturierungen innerhalb der Universität wurde der Bildungsort wieder geschlossen. Im Keller sind noch die Seziertische und Kühlkammern zu sehen, im oberen Stockwerk befinden sich die Hörsäle.

Blub – das Berliner Luft- und Badeparadies

Im Berliner Stadtteil Neukölln wurde im Jahr 1985 ein Badeparadies eröffnet. Immer wieder gab es Probleme mit dem Gesundheitsamt, so dass eine endgültige Schließung 2005 unausweichlich war. Auch wenn man hier längst nicht mehr baden kann, hat das Bad Entdeckern so einiges zu bieten. Eigentlich sollte der Abriss schon lange erfolgt sein, doch bisher kann man hier immer noch jede Menge tolle Fotos schießen.

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3 comments

  1. Da freue ich mich schon, diese Orte zu besichtigen, bin nämlich nächste Woche das erste Mal in Berlin. 🙂

  2. Wenn man Artikel recycelt, wogegen per se ja nichts spricht, sollte man zumindest aber kurz prüfen, ob alles noch aktuell ist…

  3. Bin neulich am SEZ in der Landsberger Allee vorbeigekommen,das sah ja auch gruselig aus

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