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Baden gehen in Berlin und Umland – Ausgabe 2017

Endlich ist der Sommer 2017 da, wohin zum Baden gehen in Berlin?! Wir stellen ein paar Highlights an Badeplätzen (nur echte Badesseen) in Berlin und Umland vor, viel Spaß beim entdecken! Sommerzeit, Badezeit! Wohin in Berlin? Fangen wir an mit dem Weißensee, im Nordosten von Berlin, dort befindet sich sehr gut erreichbar ein schnuckeliges Milchhäuschen sowie normalerweise eine Badeanstalt(Strandbar), welche dieses Jahr ein bisschen Pech hatte (Zeitungsartikel-Link), weil das naheliegende Abflussrohr bei Bauarbeiten beschädigt wurde. Ansonsten wird tagsüber Eintritt verlangt, allerdings nur für den unteren Bade-Bereich.

Wohl offiziell nicht erlaubt aber anscheinend geduldet, gehen zahlreiche Weißensee-Besucher neben dem Strandbad ins Wasser! Mitten im See gibt es eine Springbrunnen-Fontäne, was u.a. der Wasserqualität dient. Zudem hat auch die Freilichtbühne Weissensee geöffnet (siehe auch Artikel Freiluftkino-Saison 2017) und könnte den ein oder anderen schönen Film-Sommerabend bescheren. Anfahrt am besten via Tram/Straßenbahn zur Haltestelle Berliner Allee/Indira-Ghandi-Strasse.

Sonnenuntergang am Weissensee
Sonnenuntergang am Weissensee

Bade-Klassiker

Im Südwesten Berlins, winkt der ultimative Klassiker, das Strandbad Wannsee. Geboten wird ein 1.275 Meter langer und 80 Meter breiter Sandstrand, welcher bis zu 50.000 Gästen Platz bietet. Für Kinder gibt es eine schöne Wasserrutsche und für die Erwachsenen eine kleine Promenade mit Geschäften zum schlendern, wie im Urlaub. Ein Luxus ist das anmieten von Liegenstühlen und Strandkörben. Zusätzlich sind jetzt auch wieder – etwas oberhalb – die Wannseeterrassen für jedermann zugänglich. Für eine stressfreie Anreise bietet sich der S-Bhf. Nikolassee an. Gleich um die Ecke ist die Max Liebermann Villa, was sich als Ausflug anbietet.

Wer es ruhiger mag, findet ist der Nähe den Schlachtensee (am gleichnamigen S-Bahnhof) im Stadtteil Zehlendorf. Idyllisch gelegen, mitten im Grunewald, bekommen die Besucher vor Ort ein bisschen Schwedenfeeling! An dem schönen lang gezogenen See befindet sich noch ein Bootsverleih sowie ein historisches Gasthaus mit Biergarten. An allen Plätzen rund um den See kann gebadet werden, sofern ein bequemer Zugang vorhanden ist;o) Das gleiche gilt auch für den Nachbarsee – die Krumme Lanke. Ein paar Kilometer weiter,

Und raus nach Brandenbrug

Für Ausflugsliebhaber gibt es den Liepnitzsee, für viele Badefans der schönste See in Brandenburg, dem entsprechend auch hoch frequentiert. Zu finden im Norden über Bernau nahe Wandlitz. Bei schönem Sonnenschein erstrahlt der See in grün-blauem Ton, die Wasserqualität ist sehr gut – was sich auch an dem Vorkommen von Muscheln ablesen lässt. In Mitten des Sees gibt es eine Insel, worauf sich wiederum ein Zeltplatz befindet – die Zeltbewohner bleiben aber eher unter sich. Zur Insel gelang man mittels der kleine Personen-Fähre, welche auch Fahrräder mit nimmt. Der große und teilweise schräge Badestrand befindet sich dann am anderen Ende der Insel in Bezug zur Fährverbindung. Achtung, mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man so gut wie nicht an den See ran, daher ist eine Anfahrt per Auto oder eine gemütliche Fahrradtour ratsam z.B. ab Bernau.

Was gibt es sonst noch?

Weitere Empfehlungen sind der Plötzensee in Berlin-Wedding, das Freibad am Orankesee in Berlin Alt-Hohenschönhausen, das etwas versteckte aber trotzdem volle Strandbad Jungfernheide und natürlich der große Müggelsee im Südosten von Berlin. Kleiner Exkurs: empfohlen für ein chilligen Sommerabend sei dazu der Film: „Hai-Alarm am Müggelsee“, hat leichte Kost ohne Tiefgang. Etwas versteckt, dafür kostenlos ist das Planschen im Flughafensee, U6 Holzhauser Str oder Otisstraße aussteigen, dann Richtung westlich der Seidelstraße entlang. Wieder zurück seit 2016 ist das Strandbad Halensee, da sich die Wasserqualität erheblich gebessert hat, die Preise leider nicht, unglaubliche 12 Euro Tageseintritt (inkl. Liege) werden verlangt, weil die Lokalität als Selbstverständnis den Anspruch einer gehobenen Strandbar hat. Dafür besteht ab 19 Uhr die Möglichkeit der freien Eintritts.

In Kombination mit einer Fahrradtour können folgende Stationen angefahren werden (jeweils einzeln): Stienitzsee (Hennickendorf), Straussee (Strausberg mit Anbindung an die S-Bahn) oder nach Caputh ins Havelland zu fahren um die Brandenburger Weite/Luft zu geniessen. Zum guten Schluss, sei auch die große Badewanne der Berliner zu erwähnen, die Ostsee. Z.B. direkt mit dem Regionalexpress in 2:41 h nach Warnemünde, Zinnowitz auf Usedom in 3:08 h oder sogar Binz auf Rügen in 3:47 h. Mit dem Auto dürfte es ca. auf die gleiche Zeit hinauslaufen +/- 30 Minuten Fahrzeit. Freuen uns gerne über weitere Tipps, bitte die Kommentarfunktion nutzen!

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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4 comments

  1. Sehr zum Unmut der Strandbadbetreiber, die auch lautstark rumpaulen wenn jemand um die Mittelinsel geschwommen kommt und sichtbar wird, gibt es im Volkspark Jungfernheide auch auf der anderen Seite einen freien Strand, mit Sonne bis abends, einer riesengroßen Wiese und zwei Lokalitäten, den Kulturbiergarten und den Wasserturm, in unmittelbarer Reichweite

  2. Es wird wieder Sommer……tolle Tipps vielen Dank dafür…

  3. Ja Berlin hat schöne Ecken! Muß mal wieder öfters vorbei kommen 😉

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