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Interview mit der bekannten Band Zärtlichkeiten mit Freunden

Als ich im Oktober letzten Jahres das erste Mal in einer Vorstellung von den „Zärtlichkeiten mit Freunden“ war und eine ihrer Musik-Kasperett-Shows gesehen habe, war ich erst angenehm überrascht und dann begeistert. Selten war ich so amüsiert und habe so herzlich gelacht, wie an diesem Abend. „Zärtlichkeiten mit Freunden“ machen feine, intelligente Unterhaltung, die das Zwerchfell hüpfen lässt und belehren dabei ganz unauffällig. Man muss schon genau hinhören und auch ein bisschen mitdenken, dann aber wird man belohnt und die grauen Gehirnwindungen drehen zarte Pirouetten. Es ist ein großer Spaß über den vordergründigen Blödsinn zu lachen und dann über die leisen Zwischentöne zu schmunzeln, denn die kritischen Botschaften werden subtil verpackt. Gerade dieses Zurückhaltende macht den Genuss des Programms so entspannt und angenehm.

Schon da war mir klar, dass ich die beiden Herren mal interviewen möchte. Nach nur einem halben Jahr stand erneut ein zweitägiges Gastspiel in Berlin auf ihrem Tournee-Plan und so nahm ich die Gelegenheit wahr und verabrede mich mit ihnen. An einen trüben Tag in der sogenannten Frühlingszeit mache ich mich voller Vorfreude auf den Weg zum BKA-Theater in Kreuzberg. Ich passiere die Menschenschlange, die bei „Mustafa´s Gemüse-Kebap“ direkt vor dem Theater ansteht und bei der ich mich jedes Mal frage, ob das gebuchte Statisten sind, denn die stehen da immer-zu jeder Tages-und Nachtzeit. Irgendwann werde ich mal herausfinden, was das Geheimnis ist oder ob es gar keines gibt. Heute aber habe ich einen Termin. Das Theater befindet sich im Dachgeschoss und da ich ein verletztes Handgelenk habe, fühle ich mich gehandicapt genug, um den Fahrstuhl zu nehmen. Der ist langsam, aber sicher-so jedenfalls beschreibt es ein Schild nehmen dem Rufknopf. Ich kann das bestätigen.

Endlich oben angekommen werde ich begrüßt und in einen unordentlichen, aber gemütlichen Backstage-Raum geführt. Oder wie Ines Fleiwa und Cordula Zwischenfisch sagen würden: das Zimmer! Es gibt Garderobenstangen mit bunten Kostümen und einen großen Spiegel und eine Sitzecke, in die man sich lümmeln kann. Christoph und Stefan begrüßen mich herzlich, sie sind süß und ich bin gleich ein bisschen aufgeregt. Sie bemitleiden mein kaputtes Handgelenk und bieten mir ein Kaltgetränk an. Ich fühle mich geborgen und versinke zufrieden in einem Sessel. Nachdem die beiden ihren Soundcheck gemacht hatten, setzen sie sich zu mir und schauen mich erwartungsvoll an. Da fällt mir wieder ein, warum ich eigentlich hier bin und das jetzt der passende Zeitpunkt wäre, mit den Fragen zu beginnen. Diktiergerät raus, Aufnahmeknopf an und los geht’s.

Vielen Dank für dieses Treffen. Schön, dass es geklappt hat.

Christoph: Gern!

Stefan: Sehr, sehr gern.

Wie geht es euch heute? Ihr habt ja gestern Abend schon einmal hier euer Programm „Das letzte aus den besten 6 Jahren“ hier gespielt. Wie fandet ihr es? Wie war Berlin?

Christoph: Ich fand´s gut bis sehr gut.

Stefan: Ich auch. Das was man hinterher an Feedback bekommen hat ist, dass es den Leuten sehr gefallen hat. Das ist dann sehr schön, wenn man das hört.

Christoph: Man kann in Berlin ja total verschiedene Erfahrungen machen. Wir haben schon mal drei Tage nacheinander gespielt und da kann jeder Tag anders sein. Immer gut, aber nicht immer gleich intensiv. Weißt Du, wie ich das meine? Da kommen manchmal Touristengruppen an, 30 Leute im Reisebus, die buchen irgendwas für den Abend, ohne zu wissen, was kommt. Da kann es sein, da sind dann 30 Leute, die das total gut finden, kann aber auch sein, da sind 30 Leute, die in der Distel besser aufgehoben wären.

Habt ihr das manchmal im Gefühl oder spürt ihr das,  wenn ihr irgendwo ankommt: der Abend wird jetzt gut – oder wird nicht so gut?

Stefan: Vorher weiß man das nicht. Es ist manchmal so, dass man ein bisschen vorsichtig ist, wenn es eine Abo-Veranstaltung ist. Es gibt Abo-Reihen, wo die Leute politisches Kabarett erwarten und dann von unserer Form etwas verstört sind oder etwas Anderes erwarten. Manchmal kriegt man sie und überzeugt sie, aber man hat am Anfang etwas Bedenken, weil die Leute ja nicht wegen einem selber die Karten gekauft haben, sondern weil die Abo-Reihe das hergibt. Da ist man dann gespannt wie das Publikum das aufnimmt.

Christoph: Abo kann aber auch sehr geil sein.

Stefan: Ja, das kann auch gut sein.

Ihr tourt ja mit verschieden Programmen. Habt ihr euer persönliches Lieblingsprogramm?

Stefan: Das ist eine schöne Frage.

Christoph: Ich hab gestern zu Stefan gesagt, manchmal ist „Rico Rohs & Das Ines Fleiwa Quartett“ mein Lieblingsprogramm, manchmal ist es das Weihnachtsprogramm, manchmal „Das letzte aus den besten 6 Jahren“ und manchmal „Mitten ins Herts“. Das kann ich gar nicht so sagen. Es gibt keines, was ich am liebsten spiele. Manchmal ist es so, dass ich direkt nach dem Spielen sage: Oh, das war heute aber so fetzig, dass es jetzt mein Lieblingsprogramm ist.

Stefan: Das geht mir ähnlich. In der Weihnachtszeit freut man sich schon aufs Weihnachtsprogramm, weil es schon ein bisschen Weihnachtsstimmung mitbringt ins „karge“ Tourleben….

Christoph: …und ins Gemüt.

Stefan: …und ins Gemüt damit. Dann freut man sich sehr. Es gibt so zwei, drei Sachen in dem Programm, die ich sehr mag.

Habt ihr denn ein neues Programm in Planung?

Christoph: Wir haben ja mit den jetzigen vier Programmen ganz gut zu tun. Aber es gibt Spielorte, in denen wir mit allen vier Programmen schon einmal waren und da könnte man perspektivisch auch mal was Neues machen.

Also habt ihr schon etwas im Hinterkopf?

Christoph: Ja, wir haben etwas im Hinterkopf. Aber wir sprechen noch nicht darüber.

Stefan: Wir haben Ideen, die wir aufgeschrieben haben und die guckt man sich später mal an, ob man die noch lustig findet.

Christoph: Wir haben ja so ein Ding wie du ( er meint das Diktiergerät und sie haben nicht eines wie ich, sondern ein viel schickeres, auf das ich sehr neidisch bin ), da werden die Ideen gesammelt und die hören wir uns dann irgendwann mal wieder an. Und wenn man sich beim Anhören nicht mehr erinnern kann und es dann selber noch lustig findet, dann kommt es in die engere Auswahl. Manchmal sind das aber auch Sachen, die findet man in dem Moment, in dem man sie aufnimmt, im Auto oder so, total lustig und nach einem halben Jahr versteht man gar nicht mehr…

Stefan: …warum man damals gelacht hat. Wahrscheinlich war man übermüdet. Oder hat zu viel Schokolade gegessen.

Wie entstehen eure Ideen…tatsächlich im Auto?

Stefan: Ja, im Auto haben wir manchmal herum gesponnen. Oder wenn man beim Frühstück im Hotel sitzt, passiert das auch manchmal.

Christoph: Wie es halt jedem Menschen so geht, dass einem irgendwo ´ne Idee kommt und wir spinnen die dann weiter. Einer fängt an und der andere steigt ein und ein absurder Dialog entsteht.

Stefan: Es passiert einfach, dass wir uns irgendwelchen Quatsch erzählen und manchmal ist es gut und manchmal es so, dass man´s besser wieder löscht.

Ihr seid ja viel unterwegs, wenn man sich euren Tourplan so anguckt. Bekommt man da manchmal so was wie ´n „Lagerkoller“, wo ihr sagt: jetzt ist gut, jetzt möchten wir mal was ohne den anderen machen?

Christoph: Ich empfinde das gar nicht so, dass wir so viel spielen. Wie viele Termine sind das jetzt im Monat…zehn?

Stefan: Jetzt sind es gerade 10 Termine am Stück, das ist vor allem anstrengend weil man spät ins Bett kommt, meistens nicht so gut schläft und dann etwas kaputt ist. Das geht mir zumindest so.

Christoph: Und dann die langen Autofahrten.

Stefan: Ja, die langen Autofahrten sind manchmal anstrengend. Was allerdings die anstrengendere Zeit für mich ist, sind die vier Wochen Schnittzeit für unsere Fernsehsendung. Da sitzt man von vormittags 8 Uhr bis abends 23 Uhr fast durchgängig nur am Rechner.

Christoph: Zwischendurch machen wir aber 6 Stunden Mittagspause.

Stefan (lacht): Ja. 6 Stunden wären gut. Nein, da ist es dann wirklich so, dass man sich sehr auf den Urlaub freut, da die letzten 6 Produktionswochen doch recht stressig sind.

Christoph: Wenn wir auf Tour sind, dann versuchen wir uns schon auch mal aus dem Weg zu gehen, so dass jeder sein Ding macht. Wir machen aber auch viel zusammen, wenn wir unterwegs sind, gehen wandern oder spazieren oder mal in die Sauna oder was man sonst so machen kann, wenn man einen Nachmittag frei hat.

Stefan: Das ist ja der Vorteil, wenn man zu zweit auf Tour ist. Ich hab heute noch mit einem Solokünstler gesprochen, der geht immer allein ins Hotel und das ist dann schon einsam. Man kann die ganzen schönen Sachen mit niemandem teilen. Da haben wir´s besser.

Christoph: Das Reisen ist zu zweit nicht so langweilig. Man kann ja schweigen, wenn man sich nicht unterhalten will und wenn doch, ist halt jemand da.

Apropos „einsam im Hotelzimmer“. Ist denn jemals jemand von den Zuschauern, aufgrund eurer Einladung am Ende der Show, zu euch in Hotelzimmer gekommen?

Christoph: Nein, noch nie. (guckt traurig)

Christoph, du schreibst ja die monatlichen Liebesbriefe (Das ist so etwas wie ein Newsletter, nur viel schöner.), die ich übrigens total toll finde!

Christoph: Vielen Dank!

Liest du die, Stefan?

Stefan: Ja, Korrektur. Und nicht nur das. Ich les die auch inhaltlich und schmunzele in mich hinein.

Dann hab ich ein kleines Quiz vorbereitet. Ich les Euch jetzt Zitate oder Sätze aus den Liebesbriefen des letzten Jahres vor und Stefan versucht zu raten, welche Stadt das war.

(Sie lachen)

Stefan: Okay.

Und wenn Stefan nicht weiter weiß, darfst du helfen, Christoph. Wir machen mal einen einfachen Test. „Der langsamste Fahrstuhl der Welt.“

Stefan: Das ist zu einfach, das ist ja noch ganz frisch. Also: das BKA Theater Berlin.

Müsst ihr mit dem langsamen Ding auch eure Instrumente hochbringen? Wie oft fahrt ihr denn da?

Christoph: Dreimal. Wenn wir gut sind, zweimal.

Das geht ja noch. Gut. Weiter geht´s. „Wir haben unsere Rostkutschkasten geputzt“.

Stefan: Das sind wir natürlich nach Potsdam…ähem Cottbus gefahren. Der Cottbusser Postkutschkasten.

Was denn nun? Ich sag mal noch´n Satz: „Mozart war auch schon da“.

Christoph (flüstert): Doch Potsdam.

Stefan: Potsdam. Der Potsdamer Postkutschkasten!

Genau. Das nächste: „Ein feiner Club mit Gestühl, Europalettenbühne und einem schwarzen Stück Molton hinter dem wir uns umziehen.“

Stefan(sehr schnell): Das ist Horns Erben.

Sehr gut! Sieht das da wirklich so aus?

Stefan: Ja, das ist wirklich so.

Christoph: Das war so und jetzt haben die sich eine richtige Bühne gebaut. Aber da sind trotzdem immer noch so ein schwarzer Vorhang und kein richtiger Backstage.

Stefan: Ist ein schöner, feiner Club. Eine sehr schöne Bühne in Leipzig.

Christoph: Ja, das stimmt.

Leipzig scheint ihr besonders zu mögen-habe ich jedenfalls so raus gelesen.

Christoph: Ja, ich hab da lange gewohnt. Und Leipzig ist auch ´ne tolle Stadt.

Stefan: Wir haben da viele nette Leute, Fans und Freunde.

„Dieses Mal spielen wir in einem Bioladen“

Stefan: Das ist auch leicht, wir haben ja auf dieser Tour im letzten Jahr nur einmal in einem Bioladen gespielt: in Hamburg, in der Warenwirtschaft. Die veranstalten dort eine Reihe, die heißt “Irgendwas mit Kultur” und schon allein der Name hat uns gut gefallen und es war wirklich toll dort! Die haben einfach das Gemüse bei Seite geschoben, ein paar Bierbänke aufgestellt und los ging´s.

„Wir spielen in der Universität. Sie ist nach jemand benannt, der schöne Sätze gesagt hat wie: Wir Anhänger des Friedens müssen immer wieder darauf hinweisen, dass der Krieg nichts Heroisches bedeutet!“

Stefan(grübelt): Das war doch auch erst letztens. Das ist noch nicht lange her.

Christoph: Ich weiß es.

Stefan: In der Universität?? Ich bin durch die Universität so verwirrt.

Christoph(hilft): Da haben wir sogar schon zweimal gespielt.

Stefan: Ja, richtig. Oldenburg.

Jetzt kommt eines, wo ich beim Lesen sehr lachen musste. „Die Gemeinde hat einen Kampfhund als Stadtwappen.“

Christoph: Hast du dir es denn auch angeguckt?

Was?

Christoph: Das Stadtwappen.

Ja. Das sieht tatsächlich ein bisschen so aus.

Christoph(grübelt): Ich überleg auch gerade, wo das ist.

Ja, mach mal…

Stefan: Hast du noch´n Satz?

„Wir fahren dennoch völlig vorurteilsfrei dorthin. Mit deliriösen Tierfreunden Rotwein und Zimt erhitzen und eine Weihnachtsfeier begehen, hat auch was. Und man soll gerade in der Weihnachtszeit auch an diejenigen denken, denen es nicht so gut geht.“

Christoph: Brackenheim!

Ja!!

Christoph: Bracke ist, glaub ich, eine Hunderasse.

War da denn irgendwo ein Hund?

Stefan(lacht): Im Publikum? Nein, im Publikum war kein Hund.

Jetzt kommt schon das vorletzte: „Hei, was haben wir in unserer Kindheit über diesen Ortsnamen gelacht!“

Christoph (erfreut): Ich weiß es!

(Stefan überlegt.)

Ist nicht so einfach?

Stefan(zögert): Das ist irgendwas mit Pupsen oder so was…
Christoph: Jaa.
Stefan: Pforzheim!

Richtig. Wie war der Auftritt da?

Beide gleichzeitig: Pforzheim war sehr gut!!

War das ein kleiner Club oder was Größeres?

Christoph (zu Stefan): Wie hieß das?

Stephan: Kulturhaus Osterfeld heißt das.

Christoph: Die haben dort zwei Bühnen…

Stefan: Drei.

Christoph: Oder drei. Die haben oben eine Studiobühne, da passen so 120 Leute rein, das war richtig voll und deswegen auch richtig dicht. Das hat Spaß gemacht.

Klingt gut. Und zum Schluss: „Der deutsche Kabarettpreis stand lange bei uns im Schrank. Nun muss er zur ersten Durchsicht zum Hersteller zurück.“
Stefan (begeistert): Das ist auch einfach. Nürnberg, Burgtheater. Das war auch schön. Das ist noch kleiner als der Club in Pforzheim. Das ist verrückt, wenn man bedenkt, das diese Bühne der Ausrichter des Deutschen Kabarettpreises ist!

Christoph: Und weil´s „Burgtheater“ heißt!

Stefan: Und dann ist das ein Theater, das nur 80 Plätze hat. Es ist wirklich ganz klein und kuschelig und hat einen Backstage, in dem wir zwei gerade so stehen und uns aufhalten können. Ist aber ein total renommiertes Haus mit ganz netten Leuten!

Schön. Das habt ihr gut gemacht. Jetzt hab ich noch ein paar Fragen zu eurer Sendung „Zärtlichkeiten im Bus“ im MDR, die ich sehr schön und sehenswert finde und die ja, das hatte ich ja in meinem letzten Artikel schon erwähnt, mit unglaublich viel Aufwand und Liebe zum Detail produziert wird. Wie ist da das Prozedere? Trefft ihr euch vorher mit den Künstlern zum Proben?

Christoph: Ja. Wir planen einen guten Monat an diesen 4 Sendungen. Eigentlich noch länger und in den 1,5 Monaten schreiben wir die Drehbücher…

…macht ihr das alles selber? Gibt es keine Redaktion?

Christoph: Doch, wir sind da ein Team. Es gibt einen Produktionsleiter, dann der Regisseur, der das zusammenhält und sortiert und dann gibt es jemand für die Recherche und Zuarbeit. Wir sitzen dann zusammen und überlegen, was man mit dem Gast machen kann. Wir gucken in die Biografie des Gastes, wofür interessiert er sich, was findet der toll, was findet der nicht so toll und was könnte man mit ihm machen, was er bisher noch nicht erlebt hat. Wir versuchen immer irgendein Bezug zu ihm zu finden und dann noch einen Bezug zu uns und etwas, was wir von dem Gast gern hätten. Zum Beispiel, dass wir ein Musikvideo produzieren wollen oder dass er uns bei irgendwas helfen soll. Daraufhin schreiben wir die Drehbücher.

Dann treffen wir uns einen Abend, bevor wir drehen, mit dem Künstler – der reist am Abend vor dem Drehtag schon an – und wir proben dann mit ihm, damit die Songs so funktionieren, wie wir uns das vorgestellt haben. Und vorher proben wir schon zu dritt mit Reentko, unserem Gitarristen, damit wir das Gerüst für den Song haben.

Viel Probezeit ist das ja nicht…

Christoph: Nein. Aber dadurch, dass wir relativ gut vorbereitet sind und man sich auf Reentko verlassen kann, weil er ja ein richtiger Musiker ist und nicht ein Grobmusiker wie wir, geht das. Und der Gast kennt ja wahrscheinlich auch seine Songs und weiß was er machen soll. Da ist das relativ schnell geprobt.

Stefan: Das Tolle ist, dass man dann mit Leuten zusammenarbeitet, die tolle Musiker sind und die sich recht schnell auf uns einstellen können, wenn wir das vorgefertigte Gerüst für die Songs schon haben. Das ist wirklich toll, wie die das können.

Christoph: Wir versuchen die Songs auch immer anders zu machen, als sie auf dem Album sind, mit anderen Arrangements oder anderer Instrumentierung. Die meisten finden das dann auch spannend und abwechslungsreich.

Könnt ihr euch die Künstler selber aussuchen?

Stefan: Zum Teil. Wir haben eine Wunschliste, wo wir sagen: den können wir uns vorstellen. Bei den Musikern ist es ja ein bisschen anders als bei uns zum Beispiel, da ist es ja so, dass die immer so Promo-Zeiten haben. Da muss man gucken, ob das gerade passt, sind die auf Tour – das macht es uns manchmal ein bisschen schwerer an manche Künstler, die wir gerne hätten, heranzukommen. Wir haben ja nur ein Zeitfenster von etwa drei Wochen.

Habt ihr mal darüber nachgedacht, das nicht kostümiert zu machen?

Christoph: Wir wollten das von Anfang an nicht kostümiert machen, sodass wir die Möglichkeit haben, uns zu kostümieren, wenn wir kostümiert sein wollen. Aber der MDR wollte die Marke „Zärtlichkeiten mit Freunden“ haben, weil wir im Sendegebiet bekannt wären. Deswegen ist das jetzt so.

Glaubt ihr, es gibt da noch eine Möglichkeit, diesen Schritt zurück zu machen?

Stefan: Ich glaube, das wird schwierig. Das „Problem“ ist, dass sie erst eine Comedy-Sendung erwartet haben, das war von der Konzeption her anders gedacht. Das hatte eher einen  Magazincharakter mit zwei lustigen Moderatoren, die mal drei Fragen stellen und dann kommt wieder eine MAZ – so war die Idee.
Mittlerweile ist es ja eher ein Talkformat geworden, wo es uns darum geht, den Künstler vorzustellen, dem Künstler Fragen zu stellen, die ein bisschen anders sind oder ihn in Situationen zu bringen, die er noch nicht kennt.

Christoph: Und mittlerweile finde ich es irgendwie ganz geil, dass ein Talkformat gibt, in dem zwei Leute kostümiert sind, obwohl es gar keine Begründung dafür gibt.

Gibt es denn bald wieder neue Sendungen?

Christoph: Ja, wir drehen jetzt im Mai wieder.

Habt ihr die Gäste dafür schon?

Christoph: Noch nicht alle.

Dürft ihr da vielleicht schon was verraten?

Christoph: Ich weiß nicht. Ich denke schon. Zwei stehen jetzt schon fest. Das sind Cäthe und Enno Bunger.

Das ist ja echt schön!

Christoph: Finde ich auch.

Oh, das klingt ja super, da freue ich mich drauf. Die Sendungen werde ich mir bestimmt angucken.
Das war´s schon von mir aus. Dann vielen Dank fürs Gespräch.

Christoph und Stefan: Bitte sehr gern!

Mehr Informationen:

Die bekannte Band Zärtlichkeiten mit Freunden machen nicht nur Spaß, sondern sorgen sich auch ganz ernsthaft um unsere schöne Welt. Daher finden sie folgende Organisationen sehr gut:

 

Fotos-Urhebernachweis:

  • Titelbild und Bühnenbild: Pressefreigaben Künstler
  • Fotos BKA: vom Autor

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