Home / Gesellschaft / 20er-Jahre-Flair in Berlin: Die Marlene-Hose ist zurück

20er-Jahre-Flair in Berlin: Die Marlene-Hose ist zurück

Berlin erfindet sich ständig neu und inspiriert damit nicht nur seine Bewohner, sondern sogar Menschen in der ganzen Welt. In der Hauptstadt schießen an jeder Ecke kreative Start-ups und Lifestyle- und Mode-Trends aus dem Boden. Seit der Fashion Week im Januar wissen wir: Vorbei sind die Zeiten der Skinny Jeans. Denn die Marlene-Hose ist wieder da – und mit ihr eine bequeme Alternative für den Alltag, den Club oder das Büro.

„Ich hab noch einen Koffer in Berlin, deswegen muss ich da nächstens wieder hin“ – so sang es einst Marlene Dietrich. Man könnte glauben, sie wäre im Jahr 2016 noch einmal in ihre Geburtsstadt zurückgekehrt: Mit der Marlene-Hose liegt ein Stück Modegeschichte erneut im Trend. Nicht ohne Grund: Der weite Schnitt ist nicht nur bequem, sondern ermöglicht Frauen zu jeder Gelegenheit stilvoll angezogen zu sein.


Bildrechte: Flickr The devil is a woman Pierre Willemin CC BY-ND 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

  • Androgyner Look.
    Die Outfits der Stilikone Marlene Dietrich sind heute noch im Filmmuseum am Potsdamer Platz zu bewundern, darunter auch die nach ihr benannten weiten Hosen. In ihrem Film „Marokko“ von 1930 trug Dietrich als erste Frau überhaupt eine Hose in einem Spielfilm und machte sie so salonfähig. Das berühmte Modell wurde ein Statement für die neue Unabhängigkeit der Frauen, die sich von ihren Röcken befreiten und nun wie Männer Hosen trugen. Dietrich kombinierte die femininen und maskulinen Richtungen so stilsicher wie kaum eine Frau vor oder nach ihr. In einer Metropole wie Berlin ist es wohl kein Wunder, dass der weite Schnitt vor allem in der Unisex-Mode beliebt ist: Ein Blazer mit einer Fliege oder Krawatte über der Marlene-Hose – fertig ist der androgyne Look.
  • Klassisch kombiniert.
    Die durchschnittliche Berlinerin shoppt nicht so viel und teuer wie ihre Freundinnen in München oder Hamburg. Styling-Klassiker wie die Marlene-Hose mit Bügelfalten kommen dem etwas sparsameren Einkaufsverhalten der Hauptstädterinnen entgegen, da sie sich für verschiedene Lebenslagen eignet– ob fürs Büro oder die After-Work-Hour in einem der aufstrebenden Berliner Start-ups. Marlene Dietrich prägte diesen klassisch-eleganten Stil. Schon lange vor Armani und anderen Designern kreierte sie eigene Trends. Ins Büro passt am besten eine Kombination mit einer klassischen weißen Bluse von Online-Shops wie Fashionchick: Die Marlene-Hosen sollten genau auf Taillenhöhe sitzen, wo ein schmaler Gürtel als Hingucker dienen kann. In Kombination mit hohen Stiefeletten wirkt der Look gleichzeitig seriös und feminin.
  • Hippie-Look.
    Auch in Jeans-Stoff macht der weite Schnitt etwas her: Kombiniert mit einer lockeren Bluse im 70er-Jahre-Look wie auf der Fashion Week im Januar kann es ins nächste Kiez-Kino oder auf die Berlinale gehen. Die Hippie-Blusen lassen sich entweder lässig über dem Bund tragen, aber auch hineinstecken. Marlene Dietrich trug dazu oft Hüte – diese sind im stürmischen Februar Berlins nicht nur stilecht, sondern schützen auch vor Wind und Wetter – wenn man sie nicht verliert.

About querbeet

ein paar Infos über mich

Check Also

U-Bahnnetz Berlin

Infografik: Europäische U-Bahnnetze

Die heutige Infografik bzw. Infografiken informieren uns über die fünf verschiedene U-Bahn-Netze von großen europäischen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*