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„Träumt große Träume!“ US-Präsident Barack Obama – Act Now Jugend Award 2015 im Friedrichstadt-Palast Berlin

Ehre, wem Ehre gebührt! Bei der erstmals stattgefundenen Preisverleihung „Act Now Jugend Award“ am 02.11.2015 im Friedrichstadt-Palast Berlin ehrten Dr. Auma Obama und Europas größtes Show-Theater engagierte Jugendliche für ihren ehrenamtlichen Einsatz. 1.900 geladene Gäste aus Medien, Sport, Kultur, Politik, Wirtschaft und sozialen Verbänden feierten die beeindruckenden Nominierten. Sie erhoben zudem ihre Stimmen für Mitmenschlichkeit und Integration, aber vor allem klar gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit. US-Präsident Barack Obama persönlich ließ es sich nicht nehmen, seine Grüße aus Washington nach Berlin zu entsenden: „Robert F. Kennedy sagte einmal: ‚Es ist eine revolutionäre Welt, in der wir leben, und es sind die jungen Menschen, die führen müssen.‘ Es sind die jungen Menschen, die die Führung in die Hand nehmen müssen! Glückwunsch an die Gewinner des Act Now Jugend Awards. Träumt große Träume!“ Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gratulierte den Preisträger*innen: „Bleibt aktiv. Geht weiter mit Zuversicht, Kraft und Ausdauer ans Werk. Und vor allem: Viel Erfolg dabei.“

Mit dem Nachhaltigkeits-Award wurde die Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Freiberg (Sachsen) ausgezeichnet. Sie steht dem kleinen nepalesischen Bergdorf Gati helfend zur Seite und realisiert die einzelnen Aktivitäten auf Augenhöhe mit der Dorfbevölkerung. Nach dem letzten Erdbeben akquirierte Namaste bis heute 264.000 Euro für den Wiederaufbau des Dorfs. Die Schülerfirma sei sehr erfolgreiches Social Business in der Tradition von Friedensnobelpreisträger Mohammed Yunus, so Laudatorin Nena. Namaste zeige, dass Nachhaltigkeit ‚profitabel‘ sei und dies nicht nur im kapitalistischen Sinne, sondern vor allem für die jungen Menschen in Nepal, die nach dem verheerenden Erdbeben ums Überleben und um ihre Zukunft kämpften.

Für den Innovations-Award waren Jugendliche nominiert, die sich in ganz besonderer Weise mit einer Vorbildfunktion hervorheben. Ausgewählt wurde die Initiative [U25] –Jugendliche helfen Jugendlichen. Dort engagieren sich junge Leute für suizidgefährdete Gleichaltrige. Die Beratung erfolgt dabei über eine Internetplattform. Der Ansatz, Suizidgefährdeten mit einer tragfähigen persönlichen Beziehung zu helfen und dies mit dem Kommunikationsinstrument Internet, sei innovativ und qualifiziere die Nominierten eindeutig für den Innovations-Award, so Philipp Laude, Matthias Roll und Oğuz Yılmaz vom YouTube-Trio Y-Titty. Das Projekt habe inzwischen bereits zum Aufbau weiterer sogenannter [U25] Gruppen in anderen Städten geführt.

„Es ist schon fast eine Bewegung und so ist dieses Projekt auch ein beeindruckendes Beispiel Motivation.“ Devrim Emre aus Berlin wurde stellvertretend für die Gruppe Heroes mit dem Inspirations-Award und der eigens von Designerin Jette Joop kreierten Trophäe ausgezeichnet. „Devrim ist zu einem wichtigen Hero des Präventionsprojektes Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre geworden, weil er sich mit außerordentlichem Engagement auf vielen Ebenen des Projektes einbindet, bei schon mal gefährlichen Einsätzen auch immer in der ersten Reihe ist und sich durchaus auch mal selbst in Frage stellt“, würdigte Scorpions-Frontman Klaus Meine den 18-Jährigen. Devrim und die Heroes seien Vorreiter für Toleranz und Menschenrechte und ein perfektes Inspirations-Beispiel für andere Kids und Jugendliche, schließlich würden noch viele Heroes gebraucht.

Der Special Award ging an den 22-Jährigen Himn Brimo aus Syrien, der nach einem Bombenanschlag auf seine Universität in Aleppo nach Deutschland flüchtete. „Er ist unter den vielen jungen Menschen, die sich für Flüchtlinge, Immigranten und sozial Benachteiligte engagieren, eine ganz spezielle Persönlichkeit, die es verdient hat, ausgezeichnet zu werden,“ so Laudator Ralf Moeller. Himn Brimo sei ein sehr beeindruckendes Beispiel dafür, dass Willkommenskultur nicht nur eine deutsche Angelegenheit sei, ergänzte Dr. Auma Obama. Obwohl er nach traumatischen Kriegserlebnissen mit dem Einleben in eine fremde Kultur, dem Erlernen einer Sprache und dem Architekturstudium mehr als genug zu tun hat, schaffte es der 22-Jährige in einem einzigen Jahr, 900 Ehrenamtsstunden Kindern, Jugendlichen und gerade auch Flüchtlingen zu widmen. Auma Obama schwärmt: „Er bringt auch wunderbar zum Ausdruck, was es für ein persönlicher Gewinn ist, sich zu engagieren.“ „Dank meiner Helfertätigkeit habe ich in Deutschland neue Freunde und ein zweites Zuhause
gefunden“, erzählte der Preisträger.

Für den Hero-Award konnte die Jury Persönlichkeiten vorschlagen oder jemanden aus dem Pool der Bewerbungen ernennen. Von Fußball-Ikone Jens Lehmann ausgezeichnet wurde die im Jahr 2007 vom damals neunjährigen Felix Finkbeiner aus Pähl (Bayern) ins Leben gerufene Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet. Im Rahmen seiner Schulreferat-Recherchen zur Klimakrise wurde er auf die kenianische Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai aufmerksam, die mit ihrer Bewegung 30 Millionen Bäume gepflanzt hat. Felix entwarf die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen. Zur weltweiten Bewegung wurde Plant-forthe-Planet 2009 auf der UNEP Jugendkonferenz in Südkorea. Hier schlossen sich viele hundert Kinder aus 56 Ländern Plant-for-the-Planet an. Seitdem entwickelt sich die Bewegung zum internationalen Netzwerk von jungen Weltbürgern, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen. Inzwischen sind 100.000 Kinder in über 100 Ländern aktiv und es wurden bereits 14 Milliarden Bäume gepflanzt.

Bei der Preisverleihung anwesend waren unter anderem der Oscar-Preisträger Arthur Cohn, Sabine Christiansen, Dr. Hermann Bühlbecker, Nikeata Thompson, Axel Schulz, Dr. Florian Langenscheidt, Willi Lemke, Britta Steffen, Ludger Pistor, Maren Gilzer, Natascha Ochsenknecht, Maxi Arland, Keisha Buchanan, Gitte Haenning, Henning Krautmacher, Angelika Milster und Barbara Meier. Siehe auch die folgende Bildergalerie (Copyright: inBerlin.de)

Bildergalerie zu Award-Verleihung („Roter Teppich“):

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der Metropole Deutschlands.

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