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Interview mit Mieze Katz (MIA)

Vor einiger Zeit (bei der Toyota Aygo Premiere in der City West) haben wir die Sängerin Mieze Katz von MIA getroffen und das Interview wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Es dreht sich – wie soll es anders sein – um unsere Lieblingsstadt Berlin!

Mieze Katz (MIA) und Nora Tschirner (Bildurheber: STAR PRESS) am Toyota Premieren Abend im Pearl-Club (Fasanenstr)
Mieze Katz (MIA) und Nora Tschirner (Bildurheber: STAR PRESS) am Toyota Premieren Abend im Pearl-Club (Fasanenstr)

Frage (inBerlin.de): Was verbindest Du mit Berlin?
Antwort (Mieze Katz): Das ist aber eine schöne Frage! Berlin ist das große Zuhause für mich. Ich bin sogar eine Originale Berliner Pflanze, leider weiß ich jedoch nicht seit wie vielen Generationen meine Familie bereits hier sesshaft ist! Berlin ist ein Schmelztiegel und hier ist immer alles in Bewegung und das liebe ich. Berlin gibt mir Lebensenergie.

Frage: Wie schaut es mit dem Berliner Umland aus?
Antwort: Ach, wenn Berlin am Meer wäre, dann wäre es perfekt, quasi „Himmel auf Erden“. Aber ich habe auch so unvergessliche Sommer an der Ostsee verbracht.

Frage: Was zeigt Du Deinen Gästen von Berlin?
Antwort: Ich zeige sehr gerne meinen Gästen die Berliner Kieze wie zum Beispiel Kreuzberg oder Prenzlauer Berg. Und außerdem gehe ich oft zum Potsdamer Platz auf die Aussichtsplattform. Des Weiteren spaziere ich sehr gerne im Treptower Park und verbinde dies ab und zu mit einer Schifffahrt. Ansonsten lass ich mich gern einfach treiben, wandele durch die Straßen und entdecke die typischen Berliner Hinterhöfe.

Frage: Was wird Deiner Meinung nach der nächste Szenebezirk werden?
Antwort: Ich glaube der Wedding ist im Kommen, weil es jetzt schon viele spannende Sachen dort zu entdecken gibt wie zum Beispiel das Stattbad Wedding. Außerdem sind die Mieten dort noch günstig. In Köpenick tut sich aber auch etwas. Berlin lebt von der Veränderung, deshalb haben wir unser aktuelles Album „Tacheles“ genannt (VÖ 2012), eine Hommage an das Künstlerhaus, welches ja leider das zeitliche gesegnet hatte. Apropos „Veränderung“, in diesem Zusammenhang fällt mir noch ein, das die Nachnutzung beim Rückbau des Palast der Republik genial war mit den temporären Kunstaktionen (Anm. der Red.: 2003-2005) – unter anderem die Terrakotta-Armee Ausstellung und die Flutung der Räume mit Wasser. Ansonsten ist Berlin leider auch abhängig von vielen politischen Entscheidungen.

Frage: Du sprichst dabei das Stadtschloss an?
Antwort: Ja, das Geld hätte besser in ein Zentrum ähnlich dem Tacheles angelegt werden sollen. Ich denke, das deswegen die Welt nach Berlin kommt, das Stadtschloss hat ja eher einen konservativen Charakter und zieht eine anderes Publikum an, was aber auch seine Berechtigung hat. Wenn wir wollen, dass es hier bunt und spannend bleibt, müssen wir dafür sorgen, dass dies möglich ist.

Frage: Welche Stadt kommt für Dich nach Berlin?
Antwort: Da habe ich zwei Städte im Fokus, aus verschiedenen Gründen. Zum einen Buenos Aires, wegen den Menschen dort und den der spannenden Geschichten. Das Zusammenspiel von Moderne und Tradition, sowie was die Einwohner dort mit Ihren Leben machen,  hat mich sehr beeindruckt.

Der zweite Ort ist George Bay in der Nähe von Toronto in Kanada. Dort habe ich unglaubliche Wochen verbracht und hatte danach zum ersten Mal Liebeskummer nach einem Ort, als ich diesen verlassen musste. Zu der dortigen Zeit waren wir viel auf dem Boot unterwegs gewesen und waren mit der Natur verbunden, das hatte mich ziemlich geerdet. Später fühlte es sich richtig absurd an wieder in einen Supermarkt zu gehen.

Frage: Was sind Deine kommenden Projekte?
Antwort: Wie arbeiten an einem Album und experimentieren viel.

Vielen Dank für das Interview und wünschen Mieze Katz (MIA) alles Gute für die Zukunft!

Links: MIA-Homepage

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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