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Berlin Story Museum – Wiedereröffnung im Bunker am Anhalter Bahnhof

Das vormals am Unter den Linden beheimatete Historiale Berlin Museum ist nun umgezogen in die Nähe des Anhalter Bahnhofs und nennt sich auch anders: Berlin Story Museum. Mit dem Umzug konnte sich auch die Ausstellung vergrößern und ist zudem an einen wirklichen geschichtsträchtigen Ort, einem Hochbunker aus dem zweiten Weltkrieg, gezogen. Das Museum zeigt einem Querschnitt, angefangen beim Berliner Unwillen (1448) über das braune Berlin und die Mauerzeit bis zur hippen Metropole von heute in 30 Stationen mit eindrucksvollen Inszenierungen, Fotografien und Modellen.

„Freiheitsliebe“ – „Tatkraft und Leidenschaft“ – „Hier hat jeder seine Chance“, das sind nach Eigenaussage des Museums für Berlin die drei Leitmotive mit den Themen Politik, Stadtentwicklung, Wissenschaft, Industrie und Kultur. Dies hat über die verschiedenen Epochen sichtbar seine Spuren in der Stadt Berlin und in der Gesellschaft hinterlassen. Dies zu visualisieren, dass hat sich das Museum zur Aufgabe gemacht. Eröffnungsfeier war am 30.4.2015 u.a. mit dem ehemaligen Berliner Bürgermeister Walter Momper, ab dem 1.4.2015 ist es dann für Alle geöffnet.

Eindrucksvoll, schon am Eingang zu sehen – ist die Fotowand, auf denen jeweils auf jedem Foto immer das Brandenburger Tor abgebildet ist, was zugleich Zeugnis und Instrumentalisation des Bauwerkes in der jeweiligen Zeitepoche darstellt, wie nach dem zweiten Weltkrieg oder zur Nazi-Zeit. Im weiteren Verlauf des Museums geht es auf Zeitreise durch die Berliner Geschichte, zu Zeiten Friedrichs, die Weimarer Republik, die Nazis, der zweite Weltkrieg, die Luftbrücke, die Teilung und letztendlich die Wiedervereinigung. Gerade die Ost-West Problematik nimmt viel Raum ein, ein Westzimmer und ein Ostzimmer stehen sich gegenüber, jeweils angereichert mit Alltagsgegenständen und Alltagszeugnissen. Architektonisch zeigt ein Modellbau die Berliner Prachtstraße „Unter den Linden“ und im größeren Format, das nun wiederauferstandene „Berliner Stadtschloss“. Abgerundet wird die Geschichtsreise mit einem Exkurs in die Berliner Theater- und Filmlandschaft, zudem gibt es auch ein Kino vor Ort.

Insgesamt macht das wieder eröffnete und erweiterte Museum einen stimmigen Eindruck, die Exponate sind liebevoll zusammengestellt. Das Ablaufen für die Besucher gestaltet sich kurzweilig, gerade für Schulklassen wichtig. Auf ausführende Texte an den Ausstellungsstücken wurde verzichtet, stattdessen erhalten die Gäste alle Informationen über den zehn-sprachigen Audioguide (im Eintritt enthalten), welcher sogar die Sprachen türkisch und chinesisch parat hat. Und der Eintrittpreis ist sehr freundlich gestaltet, mit fünf Euro sind die Besucher dabei. Weitere Impressionen in der folgenden Bildergalerie.

Bildergalerie:

Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen
Dienstag – Freitag: 10-19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr)
Samstag – Sonntag: 12-20 Uhr (letzter Einlass 19 Uhr)
An Feiertagen ist wie sonntags geöffnet

Anschrift:

BERLIN STORY MUSEUM
im Berlin Story Bunker
Schönebergerstr 23a
10963 Berlin

Eintritt:

  • 5 Euro inkl. Audioguide
  • Ermäßigungen für Gruppen vorhanden

Anfahrt mit Bus, Metro, S-Bahn, U-Bahn:

S-Bahnhof Anhalter Bahnhof
U-Bahnhof Mendelsohn Bartholdy Park
S+U Potsdamer Platz
Bus M29 und M41

Hinweis zum Bunker:

Das BERLIN STORY MUSEUM befindet sich in einem fünf Stockwerke hohen Bunker, der aufgrund des Führer-Sofortprogramms zur Planung und zum Bau von Luftschutzbunkern auf Grundlage eines Führerbefehls von Adolf Hitler vom 10. Oktober 1940 errichtet wurde. Bunkerführungen sind in kleinen Gruppen nach der Museumspräsentation möglich.

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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One comment

  1. Vielen Dank für Ihre Artikel 🙂

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