Home / Architektur / Impressionen von der Eröffnung vom Festival of Lights 2014

Impressionen von der Eröffnung vom Festival of Lights 2014

Am letzten Freitag, 10. Oktober 2014, begann das diesjährige Festival of Lights mit einer feierlichen Eröffnung auf dem Potsdamer Platz (siehe auch vorherigen Blogartikel mit Bildergalerie). Menschenmassen waren anwesend und erwarteten spannungsvoll das Anknipsen der Lichter. Zunächst wurde aber das 10jährige Jubiläum noch etwas zelebriert. Auf einer Bühne wurden Reden gehalten und Videobotschaften, u.a., aus New York, eingespielt. Dann endlich nach gefühlt viel zu langer Wartezeit durfte die Menge mit den Countdown runter zählen, bevor es dann hieß – „Lights On!“

Bevor die Gebäude aber wirklich angestrahlt wurden, gab es zunächst eine Show in luftiger Höhe. 2 Akrobaten in flatternden Gewändern der Künstlergruppe Grotest Maru seilten sich ab und schlugen Kapriolen in der Luft. Unten am Boden übernahm der Riese Dundu von Tobias Husemann den leuchtenden Ball und trug ihn durch die Menge. Meiner Meinung nach war das ganze etwas langatmig, aber nun gut. Als endlich die Fassaden am Potsdamer Platz erleuchtet wurden, war ich ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht. Die Lichtinstallationen waren eher dunkel und kamen nicht besonders gut zur Geltung, nichts Besonderes irgendwie. Hier hielt mich nichts mehr, weiter ging es mit einem kleinen Abstecher durch die Ministerialgärten (beleuchtete Fassaden) zum Brandenburger Tor.

Auf dem Weg dorthin kam ich an der US-Botschaft vorbei, das erste Mal Teil des Festival of Lights mit einer Projektion von Martin Luther King und seinem berühmten Ausspruch „I have a dream“. Am Brandenburger Tor gab es dann kurze Shows mit diversen Motiven. Meiner Meinung nach hätte man auch hier mehr daraus machen können, umgehauen hat mich das nicht wirklich. Aber vielleicht ist es auch schwer, nach Jahren der Illumination jedes Jahr das Niveau weiter aufrecht zu erhalten?

Mein nächstes Ziel war der Bebelplatz und so spazierte ich mit den Massen „Unter den Linden“ hoch. Erwähnenswert ist hier nur noch ein Gebäude, dessen Illumination ganz nett gemacht ist, da sich das Motiv einem erst wirklich erschließt, wenn man auf die Häuserecke guckt. Das Hotel Adlon war leider nicht angestrahlt, letztes Jahr waren hier nette Effekte zu sehen.

Das Highlight für mich an diesem Abend war dann der Bebelplatz. Die Fassade der Juristischen Fakultät der Humboldt-Uni ist super schön angestrahlt, in gelb auf blauem Grund sieht man hier viele Ranken und zusätzliche Säulen. Auch das Hotel de Rome ist mit seinen wechselnden Motiven sehenswert, z.B. dem lachenden schwimmenden Elefanten, den Gondeln Venedigs oder dem Nashorn.

Nächster Stop: Berliner Dom. Am Eröffnungsabend standen hier die Wächter der Zeit, umlagert von Fotografen und vielen Neugierigen. Blutrot ergaben sie mit dem Dom im Hintergrund ein nettes Fotomotiv – den illuminierten Dom alleine hätte ich nicht so interessant gefunden, lediglich 2-3 Motive stechen hier positiv heraus. Der Fernsehturm im Hintergrund ist nicht Teil des Festival of Lights, trotzdem wird er im Moment angestrahlt und im oberen Teil sind bunte Spots zu sehen.

Alles in allem war der Abend ein netter Spaziergang durch das bunt erleuchtete Berlin, wenn auch an einigen Stellen enttäuschend. Die Idee an sich ist jedoch klasse und den Organisatoren und vielen Helfern sei an dieser Stelle auch mal für das bunte Lichtspektakel gedankt!

Bildergalerie (Fotos: sunnykat)

About sunnykat

War 4 Jahre lang "Berliner" - im Moment hat es mich ins Rheinland verschlagen. Aber mein Herz geht immer noch auf, wenn ich nach Berlin komme! :-)

Check Also

Babylon Berlin – So war der Start

Achtung! Spoiler-Warnung! In folgendem Text werden Inhalte der Serie erzählt. Wer bis zum Ausstrahlen in …

No comments

  1. Klasse Aufnahmen! Ich verfolge mittlerweile das Festival of Lights seit einiger Zeit und es fasziniert mich immer wieder wenn ich Fotos oder Videos davon sehe.
    Vielen Dank für den Artikel, echt super!

    Gruß
    Nina

  2. Das sind ja tolle Impressionen! Danke vielmals für die wirklich gelungenen Bilder. Leider war ich bis heute noch nie in Berlin. Aber wenn ich die vielen tollen Eindrücke hier lesen und sehen kann – Berlin ich komme! Scheint mir auf jeden Fall mehr als eine Reise wert zu sein. Danke Euch für die vielen tollen Infos!

  3. Ich habe es in diesem Jahr leider leider nicht geschafft, immer nur von weitem beim Vorbeifahren gesehen. Deshalb: herzlichen Dank für diese beeindruckenden und wunderschönen Bilder!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*