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Endstation Berlin – 25 Jahre Weltreise vorüber

Jeder Mensch geht gerne auf Reisen, in der Regel zwischen ein und zwei Wochen – es gibt aber auch Menschen wie Gunther Holtorf, welcher zusammen mit OTTO (sein Geländewagen), 26 Jahre auf Weltreise war. Diese Reise hat am 8.10.2014, direkt vor dem Brandenburger Tor, ihr offizielles Ende gefunden. Gestartet im Jahr 1989 hat OTTO fast 900.000 Kilometer zurückgelegt. Bis heute fährt der Mercedes, Baujahr 1988, mit dem Original-Motor. 215 Länder und Gebiete besuchten Gunther und OTTO insgesamt. Ein Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde ist sicher.

Gunther W. Holtorf am Brandenburger Tor (08.10.2014)
Gunther W. Holtorf am Brandenburger Tor (08.10.2014)

Tatsächlich ist uns ein Mann begegnet, welcher einen weitgereisten Eindruck hinterlässt, mittlerweile auch im guten rüstigen Rentenalter von 77 Jahren angekommen. Und bereitwillig Auskunft gibt, über das Erlebte aus dem vergangen Vierteljahrhundert. Damals im 1989 ging es es mit einer Afrikareise los, mit dem Endschluss, das es nicht das Ende sein kann sondern nur der Anfang einer langen Reise. Es folgten dann Länder aus Südamerika und letztendlich der Rest der Welt. Hr. Holtorf war bis 2010 mit seiner Frau Christine (verstarb 2010) unterwegs, von da an alleine mit temporären Begleitungen. Es war kein Non-Stop Trip, sondern aufgrund diverser Gründe – keine Einreisegenehmigung, Verschiffung von OTTO, familiäre Angelegenheiten – ging es für Tage und Wochen zurück nach Deutschland.

Die Reise wurde komplett selbst, privat von der Familie Holtorf, finanziert. Das Ergebnis ist das „erfahren“ von fast allen Ländern der Welt, manche sogar mehrmals, dabei waren die Stationshalte oftmals nur eine Nacht – meistens im Jeep. Einige Länder mussten außen vor bleiben, wie z.B. Somalia, Süd-Sudan, aufgrund der Sicherheitslage oder einige Inselstaaten, da diese nur umständlich erreichbar waren. Gunther Holtorf durfte Länder bereisen, woran sich Diplomaten permanent die Zähne aus beißen z.B. Nordkorea. Er ist vielen Menschen und Orten begegnet, mit einigen Schlussfolgerungen, das in Ländern wie Indien der Platz für Menschen erschöpft ist und es ist fast immer dort am schönsten ist, wo der Mensch noch keinen Raubbau betrieben hat. Des weiteren auch die Feststellung, das wir in Europa in einem Schlaraffenland leben in Bezug auf Freiheit, Sicherheit und Versorgung.

Gunther W. Holtorf  in Siegerpose am Brandenburger Tor (08.10.2014)
Gunther W. Holtorf in Siegerpose am Brandenburger Tor (08.10.2014)

In Zusammenarbeit mit dem Stern-Magazin wurde die Reise komplett digital aufbereitet, auf der dazugehörigen Homepage (OTTOSreise.de) können interessierte Besucher sich in die Weltkarte klicken oder Sprünge auf den Zeitstrahl vornehmen. Zu sehen sind dann beeindruckende Berichte mit vielen Bilder / Videos. Einen Teil der Bilder dürfen wir freundlicherweise vorab schon zeigen, siehe untere Bildergalerie.
Wir wünschen Herr Holtorf Alles Gute für die Zukunft.

Bildergalerie – Endstation Brandenburger Tor:

Bildergalerie – Ausschnitte aus der Weltreise (Urheber der Fotos: Holtorf):

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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No comments

  1. Hallo Waldnase,
    schöner Bericht! Bin heute schon mal über das Thema gestolpert. Da ich aber in der Arbeit war, konnte ich nicht weiterlesen.
    Ist eigentlich bekannt, was Gunther Holtorf nun machen will? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man nach 26 Jahren auf Reisen wieder sesshaft werden kann.

  2. Wahnsinn…Da ist fantastisch! Ich findes es einfach nur grandios, was es für Menschen gibt, wie sie ihr leben Leben und wie unterschiedlich es sein kann. Eine derartige Weltreise wäre jetzt nix für mich, aber das bedeutet nur, was ich für einen Respekt haben, vor solchen Menschen, die sich nicht einsperren lassen!

    LG
    Conny von

  3. Wow, wirklich interessant! 26 Jahre unterwegs… das ist schon wirklich beneidenswert. Mich würde nur interessieren wie die Finanzierung solch einer Reise von statten gegangen ist? Alles private Mittel? Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine lange Reise ohne Arbeit und ohne Kredit – oder zumindest Kleinkredit finanziert werden kann. Aber natürlich schön, dass es anscheinend so war 🙂 Tolle Aktion! 🙂

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