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Berliner Nachwuchskünstler/-in: Interview mit Eva Wunderbar

Berlin ist voll von jungen Künstlern, welche natürlich Ihre Leidenschaft leben und dabei viele Menschen erreichen wollen. Stellvertretend dafür haben wir heute eine talentierte Berliner Newcomerin mit den schönen Namen „Eva Wunderbar“ im Interview. Interessanterweise nutzt sie Crowdfunding für die nächsten Karriereschritte, wieso weshalb warum steht in den folgenden Absätzen, gute Unterhaltung!

Eva Wunderbar (Foto: Ringo Schubert)
Eva Wunderbar (Foto: Ringo Schubert)

Frage (inBerlin.de): Hallo Eva, wer bist Du, woher kommst Du, was machst Du so und welchen Bezug hast Du zu Berlin?
Eva: Ich bin Herzensmensch, in Polen gezeugt und in Hamburg geboren. Ich studiere interdisziplinäre Philosophie, spiele Improvisationstheater und mache Musik in Berlin. Als gebürtige und somit stolze Hamburgerin gibt es nicht viele Städte die gute Alternativen sind. Eigentlich nur Berlin.

Frage: Wie bist Du auf den Künstlernamen Eva Wunderbar gekommen?
Eva: Das war ganz spontan. Ich hab am Anfang einfach nur als Eva gespielt, und dann hab ich das mal auf einer offenen Bühne ausprobiert und beibehalten. Außerdem mag ich den Schokoriegel.

Frage: Wie würdest Du Deine Musik beschreiben?
Eva: Ich spreche immer von Herzensmusik. Aus meinem Herzen kommend, mit dem Wunsch andere Herzen zu berühren.

Frage: Wann bist Du Musik erstmalig in Berührung gekommen und ab wann gab es eigene Werke?
Eva: Ich kann mich erinnern wie der Strom ausgefallen war als ich klein war und meine Eltern dann Kerzen rausgeholt haben. Mein Vater spielte Gitarre und wir sangen alle. Meine Mama hat mir auch abends wenn ich nicht schlafen konnte vorgesungen. So sind meine Schwester und ich mit viel Musik, vorzugsweise polnischen Lagerfeuerliedern, groß geworden. Erste eigene Werke gab es dann bei diversen Anlässen, wenn meine Schwester und ich zum Beispiel eigene  Geburtstagslieder komponierten. Richtig intensiv eigene Lieder schreibe ich seitdem ich in Berlin bin.

Frage: Welche Musik hat Dich beeinflusst, hast Du Idole?
Eva: Ich bin mit Fanny van Dannen groß geworden. Nena und Reinhard Mey waren auch dabei. Außerdem stand ich total auf Filmmusik und Musicals. Ich mochte Lieder und Stücke, die eine Geschichte erzählen. Und ich mochte es, mitzusingen und dazu zu tanzen. Ob ich Idole habe weiß ich nicht. Ich mag es einfach Menschen zuzusehen, die lieben was sie tun. Egal ob Musik, Theater oder andere Sachen, für mich sind das die größten Inspirationen.

Frage: Deinen bisherigen Highlights in Deiner künstlerischen Karriere?
Eva: Ich hab nach meinem zweiten Auftritt auf einer Open Stage eine Einladung zum 25Stunden Kulturtriathlon vom offenen Kanal Alex bekommen und da auch gespielt. Das war sehr aufregend. Letztens habe ich beim Philosophy Slam mitgemacht und sowohl in Potsdam als auch in Chemnitz den Publikumspreis gewonnen. (Hat sich das Studium also doch noch gelohnt). Aber eigentlich ist jeder Auftritt und jedes Projekt ein Highlight, weil immer Dinge geschehen, die die Sachen einzigartig und wertvoll machen.

Frage: Du hast Dich für die Crowdfundingplattform Startnext entschieden. Warum bist Du diesen Weg gegangen bzw. wie bist Du darauf gekommen? Und was genau wird dabei unterstützt?
Eva: Freunde haben mich auf die Idee von Crowdfunding gebracht und ich habe mir verschiedene Plattformen angeschaut. Bei startnext gefällt mir die Plattform und die Unterstützung. Es gibt dort wahnsinnig viele gute Projekte und für alle Starter eine Zusammenstellung von wertvollen Erfahrungswissen. Außerdem funktioniert startnext nach dem „alles oder nichts“-Prinzip: Wenn meine Finanzierungsphase z.B. nicht erfolgreich wird, bekommen alle ihr Geld zurück. Erst wenn die Summe erreicht ist, wird es ausgezahlt. Davon wird dann die Anfertigung von vorerst 2000 CDs finanziert. Wichtig war mir die Anfertigung in guter Qualität bei einer Firma in Berlin und nicht anonym im Internet.

Frage: Angenommen, die Finanzierungsrunde klappt bei Startnext (wovon wir ausgehen), wie geht es danach weiter?
Eva: Erstmal werden zwei Record Release Konzerte in Berlin gefeiert. Am 19. und 20 September 2014 je um 20h im Theater Verlängertes Wohnzimmer. Und natürlich die „Dankschöns“ verschickt. Und dann: spielen, spielen, spielen. Es ist zwar noch keine feste Tour geplant, aber Konzerte ergeben sich meist aus Auftritten und ich würde gerne ein paar Künstlerkollegen in anderen Städten besuchen und gemeinsame Abende veranstalten.

Frage: Du hättest einen Wunsch frei bzgl. Deiner musikalischen Karriere, was wäre das?
Eva: Dass ich nie die Lust am Spielen verliere. Dass ich lern- und abenteuerfreudig bleibe und immer bereit bin, neue Dinge auszuprobieren.

Frage:
Die letzten Worte gehören Dir!
Eva: Dann würde ich mich gerne bedanken. Bei meinen Nächsten und Liebsten, die mich unterstützen und bereichern, bei allen Fans der ersten Stunden und bei allen die noch dazu stoßen werden.

Vielen Dank für das Interview und wir wünschen viel Erfolg für die Zukunft.

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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  1. tolles interview mit einer wirklich sympathischen künstlerin! echt schade dass musiker heutzutage schon zu solchen mitteln wie crowdfunding greifen müssen weil es der deutschen musikindustrie so schlecht geht!

    wenn die leute mehr cds kaufen würden hätten gerade solche talentierten musiker wie eva wunderbar es bedeutend einfacher ihre musik an den mann zu bringen!

  2. Dieses Interview bringt zum Ausdruck, warum Berlin einfach nur toll ist. Weil dort solche kreativen Menschen die Kulturszene bestimmen. Das ist absolute Klasse. Da können sich andere Städte ein Scheibchen abschneiden.

  3. Christine Littmann

    Habe Eva im Theater Verlängertes Wohnzimmer direkt gehört und erlebt ! Wunderbar ist das passendste Wort für ihre Art, die Menschen im Herzen anzusprechen !
    Mit Text und Vortrag überzeugt sie mich von der Tiefe menschlichen Lebens!
    Ein großes DANKE gehört ihr !!!

    Christine Littmann Berlin

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