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Exclusivinterview: Nora Tschirner und die Band Prag

Im Rahmen der vor kurzem stattgefundenen Toyota Aygo Premiere in der aufstrebenden City-West von Berlin trafen wir Nora Tschirner und ihre Bandkollegen (Erik Lautenschläger und Tom Krimi) von der Band Prag. Diese Gelegenheit nutzten wir zu einem Interview mit einem geschichtlichen Schwerpunkt, sowie Berlin und die Musik natürlich. Viel Spaß beim lesen des Interviews.

Nora Tschirner / Band Prag (Bildurheber: STAR PRESS / KAY KIRCHWITZ; klicken zum vergrößern)
Nora Tschirner / Band Prag(li: Erik Lautenschläger, re: Tom Krimi) – (Bildurheber: STAR PRESS / KAY KIRCHWITZ) am Toyota Premieren Abend im Pearl-Club (Fasanenstr)

Frage (inBerlin.de): Was zeigst du Deinen Berliner Gästen?
Nora Tschirner (Original-Berlinerlin): Ich bin ein großer Fan vom Berliner Fernsehturm, das Telecafé hatte bis vor kurzem so einen schönen Ost-Charme, jetzt wurde jedoch einiges renoviert und ist daher leider nicht mehr so „ostig“ wie es mal war. Des Weiteren mag ich auch diese Bootstouren auf der Spree und dem Landwehrkanal, ist für mich immer wieder neu, da ich mir sowieso nicht alles merken kann. Ich bin ein klassischer Touri-Sachen-Macher, weil man es sonst sowieso nie macht. Und die City-West ist immer wieder Neuland für uns, wie heute.

Frage: 25 Jahre zurück, wo warst Du am 9.11.1989?
Nora Tschirner: Ich war ein 8/9jähriges Kind zu der Zeit und der Mauerfall ist mir in dem Moment eher am A…. vorbeigegangen, wie es halt bei so einem kleinen Kind so ist.
Frage: aber Deine Eltern?
Nora Tschirner: Ja, da gab es eine große Belustigung, als wir das erste Mal drüben waren (Anm. Redaktion -> der Westen ist gemeint), ich bin so permanent gehüpft und meine Eltern waren ganz begeistert und sagten laut „das ist unsere Tochter“, in der Annahme das ich mir der historischen Dimension war. Und dann von mir die wiederholte Aussage „… ich kann es einfach nicht fassen …“, worauf meine Eltern fragten: „Was kannst du denn nicht fassen?“, meine Antwort: „das ich auf einem Bein springen kann“. Daraufhin waren meine Eltern ein bisschen ernüchtert.

Frage: Was verbindet Euch mit Prag? (Anm. Redaktion: die erste Platte wurde dort aufgenommen und der Bandname ist Prag)
Nora Tschirner: Der Flair, der Kosmos, die Bohème, die Atmosphäre, die Architektur…..
Erik Lautenschläger: … und das K&K-Flair (Anmerk.: Österreich-Ungarn Monarchie), die Café-Kultur und (Prag) ist irgendwie nochmal osteuropäischer als Wien. Außerdem der musikalische Kosmos, die Kinderlieder und Filmmusiken, das alles ist gar nicht so weit weg von dem was wir so machen.

Frage: Welchen Titel wird Euer nächstes Album haben?
Nora Tschirner: Das wissen wir noch nicht aber es ist schon (fast) fertig, Mhmmm jedoch eine Idee fürs Cover hab ich…. (Stichwörter: Banane, Mauer, Sterntaler)
Erik Lautenschläger: … und es kommt 2015 raus

Eine Frage haben wir noch (Nora musste leider weiter), an Erik Lautenschläger: Dein Lieblings-Lost Place?
Antwort: Mein Lieblings-Lost Place ist zu Hause, dort wo ich groß geworden bin – im Norden Pankows. Dort gibt es eine Unterführung bei der S-Bahn, sehr unspektakulär, aber es läuft dort keiner durch weil da immer Wasser drin steht. Ich habe dort als Kind total gerne gespielt und oben drüber ratterten immer die Züge entlang. (Anm. Red.: Erik schwelgt gerade in Kindheitserinnerungen;o)

Jedoch der geilste Lost-Place für mich ist das alte Klinikum Buch, alles leerstehend, mit einer „Hammer“-Architektur. Es sind verschiedene Komplexe und Gebäude, in verschiedenen Baustilen und es sieht z.B. aus wie skandinavische Renaissance mit Backstein. Wenn man dort drin rumläuft, fühlt man sich wie in einem Schloss. Teilweise wird es jedoch jetzt wohl saniert – Eigentumswohnungen.

Vielen Dank für das angenehme und lustige Interview (leider konnte nicht alles hier wiedergegeben werden). Und viel Erfolg für die Zukunft gerade im musikalischen Bereich. Das Interview führte Norbert Wollweber.

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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