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Wie sicher ist Berlin?

Wenn es um die eigene Sicherheit geht, gibt es für den Berliner eigentlich viele Gründe zur Sorge. Spätestens seit der tödlichen Prügelattacke auf Johnny K. am Alexanderplatz im letzten Jahr fühlt sich nicht mehr jeder sicher in seinem Kiez. Umfragen und Statistiken zu diesem Thema sprechen eine eindeutige Sprache.

Zahlen der Gewalt

Natürlich liest man in den Medien ständig etwas über die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen, über brennende Autos und Überfälle auf Berliner Bahnhöfen. Wenn es hiernach ginge, müsste Berlin einem Hexenkessel gleichkommen. Dabei stieg die Zahl der Gewalttaten in Berlin nur um 1,2 Prozent in 2012 an. Doch die Verbrechen in Berlin werden immer häufiger nicht aufgeklärt. Tatsächlich zeigt die aktuelle Kriminalstatistik aus 2012, dass die Aufklärungsquote für Gewaltverbrechen in Berlin nur bei 44,7 Prozent lag. Also wurde nicht einmal jeder zweite Verbrecher von der Polizei gefasst. Angesichts des erreichten Tiefstands sparen sich viele Berliner mittlerweile eine Anzeige oder suchen nach Alternativen für eine erfolgreiche Ermittlung des Täters. Eine Variante wäre bspw. hier eine Detektei in Berlin finden. Denn beunruhigend bleibt, dass die Zahl der Einbrüche um 32 Prozent gestiegen ist und auch Tötungsdelikte und Körperverletzungen im letzten Jahr zugenommen haben.

Die Mitte von Berlin
Die Mitte von Berlin

Was sagen die Berliner dazu?

Der Glaube an die Sicherheit in der Hauptstadt ist bei den meisten trotzdem noch da. In den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlen sich 85 Prozent sehr sicher. Nur an den Haltestellen und auf Bahnhöfen ist das Vertrauen nicht mehr so groß. Diese halten noch 66 Prozent für sicher, womit sie laut der Forsa-Umfrage aus 2013 aber immer noch im bundesweiten Mittelfeld liegen. Gemessen an der Zunahme von Straftaten und der niedrigen Aufklärung bleibt man in Berlin also noch zuversichtlich. Präventiv kann man nicht viel tun, außer vielleicht die Sicherheit der Wohnung zu verbessern. In Berlin lässt man sich von der Angst nicht den Tag oder die Nacht verderben, ganz wie es zu der entspannten Metropole passt. Denn auch wenn die Stadt brutal zu sein scheint, ein Leben in ständiger Furcht wäre noch brutaler.

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  1. Die Statistik besagt auch, dass mittlerweile mehr als 300.000 Fahrräder in der Berlin geklaut worden sind, Wohnungseinbrüche finden am hellichten Tag statt und nachts traue ich mich auch nicht mehr in bestimmte Gegenden. Mir wurden in einer Woche selbst zwei Fahrräder geklaut. Ich würde davon ausgehen, dass Berlin nichts so sicher ist.

  2. Guten Tag,

    das war ein sehr interessanter Beitrag. Vielen Dank dafür…

    Die Problematik mit Herrn K. ist eigentlich eine ganz andere. Das Verbrechen wurde medial extrem aufgewertet. Das Verbrechen an sich, ist absolut Schlimm. Doch jeden Tag werden Kinder und Jugendliche und Erwachsene in allen Großstädten misshandelt oder umgebracht. Man muss einfach gegen die immer mehr aufkeimende Aggression vorgehen. Auch die Polizei muss mehr aufgestockt werden.

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