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Die schönsten Spaziergänge in und bei Berlin

Wenn viele Deutsche an Berlin denken, denken sie an den Großstadtlärm, überfüllte Straßen, Touristen und schlechte Stadtluft. Was Vielen dabei nicht bewusst ist: Berlin ist eine der grünsten Großstädte der gesamten Republik. Genau das ist es, was das Leben hier in der Großstadt so wertvoll macht: Den Stress und die vielen Leute wird wohl niemand leugnen. Die Tatsache, dass es immer wieder einen Ort zum Zurückziehen gibt, wo man seine Akkus aufladen kann, lässt sich jedoch nicht leugnen.

Egal ob mitten in der Stadt oder außerhalb, die Parks und Grünanlagen verteilen sich gleichmäßig in Berlins Zentrum, wie der Viktoriapark am Kreuzberg, und in seinen Randbezirken, beispielsweise das Teufelsseemoor in Köpenick. Auch wenn die wirklich warmen Tage des Jahres sich langsam dem Ende zu neigen, findet man vor allem bei lauen, angenehmen Temperaturen des Frühherbstes (Höchsttemperaturen um die 18-20°C) flanieren immer noch viele Menschen auf den Grünflächen von Deutschlands größter Stadt.

Herbstimpression (by Lars Paege pixelio.de)
Herbstimpression (by Lars Paege pixelio.de)

Die beliebtesten Wälder und Grünflächen

  • Die Greenwichpromenade am Tegeler See bietet einen guten Startpunkt für eine Tour um den wunderschönen See im Norden Berlins; nicht ohne Grund finden im kleinen Schlösschen an der „Großen Maiche“ jährlich eine Vielzahl von Hochzeiten statt. Außerdem lohnt sich eine Tour mit dem Tret- oder Ruderboot zu den vielen kleinen Inseln. Gut erreichbar per S-Bahn (Station Tegel) und U-Bahn (Station Alt-Tegel).
  • Ein weiteres Highlight ist der Grunewald, der sich im südwestlichen Teil der Stadt befindet. Hierbei ist vor allem die große Kiesgrube Highlight, die sich in einem Naturschutzgebiet von ca. 13ha befindet. Des weiteren gibt es im Grunewald den Teufelssee und Teufelsberg (Standort der ehemaligen amerikanischen Abhöranlage) sowie ein schönes Jagdschloss mit Innenhof. In diesem Gebäudeareal, findet neben einer ganzjährigen Ausstellung, an einem Adventswochende ein bezaubernder Weihnachtsmarkt statt. Könnte fast eine Kulisse für „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ sein, tatsächlich werden bei diesem Weihnachtsmarkt auch Märchen aufgeführt. Ein trauriges menschliches-geschichtliches Zeugnis befindet sich am S-Bhf Grunewald, dort am Gleis 17 wurden jüdische Mitbürger vor und während dem 2. Weltkrieg deportiert. -> winterliche Fotoimpressionen Gleis 17 und Grunewald
  • Der Südosten der Stadt bietet über mehrere 100ha um den Müggelsee herum, wunderbare Routen für Spaziergänger, Jogger und Frischluftgenießer. Wer den 88m hohen Müggelturm erklimmt, hat einen wunderbaren Blick über ganz Köpenick und bei guter Witterung sogar über ganz Berlin. Startpunkt: S-Bhf Friedrichshagen und dann Richtung Süden der Promenade entlang zum See inkl. Unterführung!
  • Etwas anders ist der Park „Schöneberger Südgelände„, aus dem ehemaligen Güterbahnhof ist ein abwechslungsreicher Park entstanden. Zu finden sind dort Gleise, Loks, Waggons, Lokschuppen und vieles mehr. Das alles harmonisch eingebettet in der Natur. Ein guter Ausgangspunkt ist der S-Bahnhof Priesterweg. Weitere Informationen mit Bildergaleriezum Park – hier und hier.

Um bei windigen Herbsttemperaturen auch in Morgen- und Abendstunden viel Zeit an der frischen Luft verbringen zu können, sollte man in Berlin sich stets im „Zwiebelstil“ anziehen, das heißt, lieber eine Jacke zu viel (und offen), als zu wenig. Vor allem im Internet gibt es oftmals viele Angebote, die optimale Bekleidung für einen langen Spaziergang findet man hier.

Der Berliner Müggelsee
Der Berliner Müggelsee

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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  1. Noch´n Tipp :
    Es gibt einige kleine Flüsschen in Berlin, die nunmehr mit prima Uferwegen ausgestattet sind. Da lernt man Berlin aus einer ganz neuen Perspektive kennen – also quer zum üblichen Verkehr,
    Beispiel :
    In Köpenick (an der alten Försterei) von der Mündung der Wuhle entlang bis nach Ahrensfelde (rund 25 km) laufen (oder Radfahren). Man kreuzt passiert einige Bahnhöfe, falls man vorher schlappmacht – und Auswärtige sind regelmäßig von den Socken, wie grün Berlin ist.

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