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Ein Hauch von Broadway – George Benson Live in Berlin

Zwischen der atemberaubenden Location des Nice Festivals an der Cote d’Azur, dem traditionsreichen Wiener Jazz Festival und dem Auftritt im prestigeträchtigste Jazzfestivals Europas, das Montreux Jazz Festival am Genfer See, liegt das mondäne – arm aber sexy – Berlin. Die Präsenz und Wichtigkeit von George Benson im Musikbusiness kann durch unzählige Geschichten und Anekdoten untermauert werden. Dass die selbst mehrfach mit Grammy’s ausgezeichnete Jazzdiva Cassandra Wilson an einem Jazzmottoabend beim Montreux Jazz Festival  – zähneknirschend –  als Vorband für Benson fungieren musste, ist einer dieser Belege.

George Benson (Credit Marco Glaviano)
George Benson (Credit Marco Glaviano)

Der Frage „Gibt es ihn überhaupt noch“ kann getrost und mit nicht unerheblichen Stolz beantwortet werden: JA! Oft wird gefragt, wie viele Plastikchirurgie-Eingriffe, der aus eigenen Angaben eitle Benson, gemacht haben soll. Eine Frage, die von eingefleischten Bensonfans, darunter viele Musikschaffende, lediglich mit einem herabsetzenden Blick beantwortet wird. George Benson wird in diesem Jahr 70. Während andere sich auf ein ruhiges Dasein freuen, zeigt sich Benson nach wie vor neugierig: „Man stößt immer wieder auf neue Leute, die einem frische Ideen geben, durch die man die Musik vollkommen umkrempeln kann, und die die Art, wie man hört und denkt, verändern. Es gibt da draußen immer irgendjemanden – jemanden, von dem wir bisher noch nichts gehört haben – mit einem neuen Song und einer neuen Story.“ Im Gepäck bringt er nicht „nur“ Inspiration mit, sein erst am 04. Juni veröffentlichtes Album, eine Hommage an Nat King Cole an dem er ganze 4 Jahre gearbeitet habe, ein deklariertes Wunschprojekt. Er bringt vor allem einen Hauch Broadway in den Admiralpalast am kommenden Dienstag, den 16.07. um 20 Uhr.

Wer wird nicht schwach – von melancholisch bis glücklich – beim Hören von „Bring on the night“, „This Masquerade“, „Turn Your Love Around“ bis hin zu den Müttern aller Ohrwürmer „On Brodway„. Das Benson Gesamtpaket ist umfangreich: Virtuoses Spielen einer Jazzgitarre, ein Frontmann par excellence und mit ausgeprägten Perfektionsdrang, samtweiche-groovy-Stimme. Kurzum: Ob Pop, R’n’B oder Jazz: Benson verkörpert Black Music as its Best inklusive der Leckerbissen des Scat-Gesangs, der trotz seines Improvisationscharakters, akkurat von der Gitarre begleitet wird. Virtuosität und Improvisation,so die Essenz des Jazz. Als wäre all dies nicht genug, wird vom Ortsveranstalter Trinity Concerts ein exklusives „Greatest Hits-Abend“ angekündigt. Ob der Admiralpalast mit (sehr engen und harten Stühlen) überhaupt die richtige Location für eine solche schwungvolle Musik ist fraglich. Sicher ist: Wer dieser Allroundperformance fernbleibt, verpasst eines der größten musikalischen Highlights diesen Sommers in Berlin.

www.georgebenson.com

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