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After long hibernation – Fairy live in Berlin

Es war einmal eine Musikmesse, genannt Popkomm im Jahr 2007. Während in der Messehalle Musikredakteure ihrem Job und ihrer Eitelkeit nachgingen, fand vor dem Eingang der Messehalle das Beste statt: In einem Robben und Wintjes zweckentfremdeten Wagen spielte das Berliner Bandtrio „Fairy„: Fee (Gesang), Moritz (Bass) und Ferdi(nand) (Schlagzeug).

fairy_band

Immer mehr Leute blieben vor dem Wagen stehen. Die Hartnäckigkeit der Band ernte nicht nur Sympathie für die freche Idee aber auch musikalisches Interesse. Fees‘ Stimme hat einen außergewöhnlichen Timbre und im respektablen Englisch einen Hauch Verzweiflung bei den Interpretationen, die an die Sängerin Alanis Morissette erinnern lassen, nämlich an jenen wunderbaren Zeiten, als die Kanadierin unglücklich verliebt war. Von dieser Zeit stammen – zweifelsohne – ihre besten Songs.

Die selbst geschriebenen Texte von Fairy –  mutmaßend autobiographisch – werden in die Welt getragen so wie es sein soll. Jedes einzelne Wort wird richtig ausgesprochen, eine Geschichte wird erzählt. Dazu kommen die kompakten Arrangements mit dichten Phrasierungen. Eine musikalische Delikatesse extra, bietet das Schlagzeug von Ferdinand, der mit vollen Körpereinsatz spielt als gäbe keinen morgen.

III

Nach dem Erfolg und der damit verbundenen Resonanz war das Berliner Trio oft in Clubs der Stadt, auch im Mauerpark und bei der Fete de la Musique zu hören. Danach ergaben sich von privater Natur, andere Prioritäten und es kamen die zwei Abschiedskonzerte.
Dann aber im besten wolfsheimischen Sinne „Wenn Du irgendwann begreifst, dass nicht jeder Abschied heißt, es gibt auch ein Wiedersehen“. So war es:  An einem Samstagnachmittag, völlig überraschend erreicht mich folgende Email:

„Vor drei Jahren haben wir mit Fairy zum letzten Mal einen Auftritt gespielt, so ein ganz trauriges Abschiedskonzert. Fee ist nach Australien gezogen, Moritz und Ferdi in Berlin geblieben. Tja, und irgendwie hatten wir total Bock mal wieder zu spielen. Und wir freuen uns krass! Viele Grüße von 3 Aufgeregten!

Dann war klar. Der Wunsch, dieses Berliner Trio zu interviewen stand so nah wie noch nie. In der Kreuzberger Mokka Bar gab sich das Trio mit Anhang (Fees Tocher war auch dabei) die Ehre:

After+Long+Hibernation

InBerlin (iB):„After Long Hibernation“. Wie geht es Euch nach der langen künstlerischen Pause?
Ferdinand: langes Schweigen….Gut ! (Lachen) Wir haben uns ziemlich lange nicht gesehen. Gestern Abend (07/05) war das erste Mal seit langem. Wir waren schon sehr aufgeregt. Jetzt, gerade nach der Probe, die total gut gelaufen ist, sind wir ziemlich erledigt.

IB:  Ich kann mir vorstellen, dass wenn man lange nicht miteinander geprobt hat, dass das Grübeln im Vorfeld groß ist, ob man sich vielleicht nicht fremd geworden ist. Wie war es bei Euch ?
Ferdinand: Vom Spielerischen her hat es besser funktioniert als ich gedacht habe. Es war alles wieder da, total krass.
Moritz: Ich glaube, es geht uns allen so. Es ist interessant, weil viele Bilder von früher wieder kommen mit einer Diskrepanz zwischen früher und jetzt und gerade das ist total spannend.
Fee: Ich war auch total nervös. Dadurch dass wir eine gemeinsame Geschichte haben, und durch dick und dünn gegangen sind ist es deshalb besonders schön diese Gemeinschaft noch mal zu erleben.

IB: Wie muss man sich die Zusammensetzung des Repertoires vorstellen? Lieblingstitel oder welche, die beim Publikum besonders gut ankommen oder beides?
Ferdinand: Jeder hat schon im Vorfeld eine Liste gemacht, von den Titeln die er/sie spielen wollte.

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IB: Warum ist die Wahl auf den Club Aufsturz gefallen ?
Moritz: Es ist so was wie unser Heimatclub. Wir haben sehr oft und auch sehr gerne dort gespielt.  Es ist ein Wohlfühlding.

IB: Wie hast Du, Fee, den musikalischen und geographischen Abstand empfunden?
Fee: Es hat mir total gefehlt.

IB: Was macht Fairy, eine Berliner Band im Trioformat, die auf Englisch singt, sehenswert?
Ferdinand: Fee hat eine außergewöhnliche Stimme. Darüber hinaus ist durch die Interaktion im Laufe der Jahre etwas besonders entstanden.

IB: Gibt es Pläne für nach dem Konzert wie es weiter geht?
Ferdinand: Wir haben noch keinen Plan. Wir wollen es erst mal genießen.

Nach der – für die Fans – zu lang empfundenen Pause gibt es eine Möglichkeit Fairy live zu erleben, mitten in Berlin und in der Originalbesetzung. Das ist ein Muss!
Musik zum einstimmen: http://www.lastfm.de/music/Fairy

Fairy im Internet: myspace

Konzertdaten:
FAIRY live
Aufsturz Klub
Oranienburger Str. 67, Berlin
Sa, 11. Mai 2013
Einlass 20 Uhr
Tickets: 5€ (ultimativer Freundschaftspreis;o)

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  1. Großartige Sache, habe Fairy schon vermisst! Leider kann ich nicht dabei sein. Wäre super wenn es einen Mitschnitt vom Konzert geben würde…

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