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Eine Besichtigung des ARD-Hauptstadtstudios

Warum nicht mal einen Blick dorthin werfen, wo Fernsehen und Radio gemacht wird? Das ARD-Hauptstadtstudio bietet sich hierfür an. 2 x in der Woche, jeweils mittwochs und samstags, wird ein kostenloser Rundgang durch das Gebäude angeboten. Teilnehmen kann jeder, der sich vorher angemeldet hat (z.B. über kontakt@ard-infocenter.de).

Nach einer Einführung und ein paar allgemeinen Hintergrundinformationen (was ist die ARD und wofür steht die Abkürzung überhaupt? Welche Programme / Rundfunkanstalten gehören dazu? Was ist die Aufgabe der Journalisten im Hauptstadtstudio? Usw.) geht es los. 1. Station ist ein Tonstudio. Eine Mitarbeiterin zeigt uns, wie sie einen Radiobeitrag bearbeitet. Hier werden Versprecher heraus geschnitten, dort ein zu tiefes Luftholen der Radiomoderatoren, der gesprochene Beitrag mit Musik unterlegt usw. An dem gerade bearbeiteten Beitrag von 4:30 Min. hat die Mitarbeiterin 4 Std. gesessen, bis er „sendefertig“ war.

Weiter geht’s an den Räumen für die Maske vorbei ins Fernsehstudio. Aber stopp! Bevor wir rein dürfen, müssen wir alle Filzpantoffeln über unsere Schuhe ziehen. Bloß keinen Dreck herein bringen, damit die Kameras sauber über den Boden gleiten. Die komplette Decke des Studios ist mit Scheinwerfern vollgehangen, wir sehen Requisiten und Kameras. Uns wird erzählt, wie der Teleprompter funktioniert und sogar live gezeigt, was es mit dem grünen Hintergrund auf sich  hat. Dieser wird von den Kameras „weggefiltert“ und so kann  nachträglich eine Grafik o.ä. eingeblendet werden (sog. Green-Screen-Technik). Nur dürfen die Nachrichtensprecher nichts  Grünes tragen – denn das Grün wird auch hier mit dem entsprechenden Hintergrundbild ersetzt.

In den 4 Rundfunk- und 2 Fernsehstudios werden Beiträge zu aktuellen bundespolitischen Themen produziert, so z.B. der wöchentliche „Bericht aus Berlin“ oder Beiträge für „Tagesschau“, „Tagesthemen“ und das „ARD-Morgenmagazin“. Durch die räumliche Nähe zum Deutschen Bundestag und anderen wichtigen Arbeitsstätten der Politiker ist die Chance da, diese kurzfristig für ein Interview ins Studio zu bekommen.

Von den knapp 190 Mitarbeitern des ARD-Hauptstatdtstudios arbeiten 22 Journalisten fürs Fernsehen, 40 Korrespondeten für die mehr als 50 Radioprogramme der ARD. Der „Rest“ ist für Ton, Licht, Schnitt etc. zuständig. Die Journalisten verlassen ürbigens spätestens nach 7 Jahren das Hauptstadtstudio und kehren in ihre eigenen Landesrundfunkanstalten zurück – dies soll eine fortwährende neutrale Berichterstattung ermöglichen.

Das ARD-Hauptstadtstudio wurde 1999 aufgrund des Umzugs der Bundespolitik von Bonn nach Berlin eröffnet. Bauherrn sind der WDR und der rbb (ehemals SFB). Auf dem Gelände stand bis zum 2. Weltkrieg das Physiaklische Institut der Friedrich-Wilhelm-Universität.

Hier noch ein paar Fotos meiner Tour:

About sunnykat

War 4 Jahre lang "Berliner" - im Moment hat es mich ins Rheinland verschlagen. Aber mein Herz geht immer noch auf, wenn ich nach Berlin komme! :-)

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