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Die Litfaßsäulen vor dem Brandenburger Tor und was es damit auf sich hat

Wer in diesen Tagen durch das Brandenburger Tor Richtung Tiergarten geht, sieht sie sofort: Auf dem Platz des 18. März tummelt sich ein „Wald“ aus Litfaßsäulen. Auf Ihnen schwarz-weiß Fotografien, Namen und kurze Steckbriefe. Was hat es damit auf sich?

Die Installation ist Teil des Themenjahres 2013 – „Zerstörte Vielfalt in Berlin“. Hierbei geht es um „Schicksale von Kulturschaffenden und Politikern unter dem Nationalsozialismus“, d.h. „undeutsche“ Künstler, Musiker, Schauspieler, Schriftsteller, politisch engagierte Mitbürger oder andere, die den Nazis irgendwie nicht in den Kram passten, wie z.B. „aufmuckende“ Ärzte, Anwälte oder Lehrer. Neben bekannten Namen wie Albert Einstein oder Bertolt Brecht gibt es auch eine Menge heute unbekannte.

Wer sich die Porträts durchliest, erschreckt, was für einen unglaublichen kulturellen Verlust Deutschland damals erlitten hat. Von Verfolgung ist die Rede, Berufsverbot, Immigration im besten Fall, Deportation im schlimmsten. Anfang der 1930er Jahre glänzte die internationale Metropole Berlin – dann wurde die Kultur gleichgeschaltet gemäß der NS-Ideologie. Heute bekommen diese Männer und Frauen durch die Ausstellung wieder ein Gesicht. Die Porträts der über 200 ausgewählten Persönlichkeiten könnt ihr hier nachlesen.

Die folgenden Fotos zeigen euch, wie es seit dem 30. Januar am Brandenburger Tor aussieht. Ab dem 21. Februar werden die Litfaßsäulen zum Lustgarten (am Berliner Dom) umziehen.

About sunnykat

War 4 Jahre lang "Berliner" - im Moment hat es mich ins Rheinland verschlagen. Aber mein Herz geht immer noch auf, wenn ich nach Berlin komme! :-)

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