So langsam schlägt der bunte Herbst in den Winter über, es wird kalt und grau. Wer zu dieser Jahreszeit im Warmen zwischen farbenprächtigen blühenden Pflanzen spazieren möchte, der sollte die Gewächshäuser des Botanischen Gartens in Dahlem besuchen.
Das Gelände des Botanischen Gartens umfasst eine Fläche von 43ha. Auf der großen Freifläche und in den verschiedenen Gewächshäusern mit insgesamt über 6.000 qm wachsen ca. 22.000 verschiedene Pflanzenarten. Er gehört somit zu den größten und artenreichsten der Welt.
Die Gewächshäuser sind in verschiedene Klimazonen eingeteilt, nur ein paar Schritte trennen Nord- von Südamerika, Afrika von Europa. Ob stachelige Kakteen oder blühende Orchideen, Riesen-Bambus oder Moose, heimische Blumen oder fleischfressende Pflanzen – alles ist vertreten. Wer sich zwischendurch etwas ausruhen möchte, kann dies im Café Anthurium tun.
Den Botanischen Garten gibt es schon über 300 Jahre. 1649 wurde er an der Stelle des heutigen Heinrich-von-Kleist-Parks als „landwirtschaftlicher Mustergarten“ angelegt, von 1897–1910 wurde er aus Platzgründen nach Dahlem verlegt.
Auf dem Gelände des Botanischen Gartens befindet sich auch das Botanische Museum, das einzige seiner Art in Mitteleuropa. Wer möchte, kann hier anhand der Ausstellungen weitere Informationen über die vielfältige weltweite Pflanzenwelt bekommen. Verschiedenste Modelle stellen Pflanzen stark vergrößert oder verkleinert dar und es gibt so manches zu sehen, was im Garten nur an wenigen Tagen oder Wochen eines Jahres zu beobachten ist. Die Ursprünge des Museums gehen auf das Jahr 1815 zurück.
Es werden immer wieder diverse Führungen im Botanischen Garten angeboten, wer möchte, kann im Mittelmeerhaus des Botanischen Gartens sogar den Bund fürs Leben schließen. Es finden auch immer wieder diverse Veranstaltungen statt. Im Januar gibt es z.B. die „Tropische Nacht“ mit farbenprächtig angestrahlten Gewächshäusern, Cocktails und Kokosmilch, südamerikanischer Live-Musik und botanischen Kurzführungen. Die genauen Termine findet ihr hier.
Auf dem Gelände des Botanischen Gartens gab es früher die einzigen zwei Zugänge zu einer Bunkeranlage, die noch kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs in 10m Tiefe gebaut wurde. Er sollte als Schutzraum für das Personal und die Akten des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes dienen, das damals in der Straße Unter den Eichen lag. Die Anlage dient heute als Winterquartier für Fledermäuse.
Hier noch eine bunte Fotogalerie aus den Gewächshäusern und tolle Herbstfarben auf dem Freigelände.
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Hallo, sunnykat,
danke für den Beitrag! Der Botanische Garten gehört zu meinen absoluten Lieblingszielen, weil man hier die ganze Welt auf einem Fleck hat. Die botanische jedenfalls. Und wenn man den grauen Winter mal so richtig satt hat, geht man einfach in die Tropenhäuser. Da gibt es im Moment regelmäßig Tropische Nächte, die viel Spaß machen.
Trotzdem freue ich mich auf die Zeit, in der es auch draußen wieder viel zu entdecken gibt!
Liebe Grüße von Silke
Hallo Silke,
vielen lieben Dank! Ich finde der Botanische Garten hat einfach zu jeder Jahreszeit was besonderes und es ist immer wieder schön, dadurch zu streifen
Immer wieder einen Besuch wert, eine Oase mitten in der Großstadt