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Speed-Hating in Berlin

Bereits viele Paare haben sich über das sogenannte Speed-Dating kennengelernt. Obwohl es mit dieser Art der Partnersuche noch nicht lange her ist, bahnt sich bereits ein neuer Trend an. Das sogenannte Speed-Hating steht auf den ersten Blick für eine äußerst skurrile und ungewöhnliche Art des Kennenlernens.

Frau im Schreimodus - Fussballplakat
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Traumpartner im Streit kennenlernen

Berlin gehört in Sachen Speed-Hating zu den Vorreitern. Nirgendwo sonst in Deutschland gestaltet sich die Partnersuche demnach so vielfältig wie in der Hauptstadt. Beim Speed-Hating lernt man abwechselnd mehrere Kandidaten in kürzester Zeit kennen. Am Ende der Veranstaltung kann jeder Teilnehmer seinen Wunschpartner auf einen Zettel notieren. Das absolute Novum dieser Art des Kennenlernens ist die erwünschte Vorgabe bezüglich der Thematik. Statt zaghafter Annäherungsversuche, nettem Small Talk und krampfhaftem Lächeln, stehen Streiten und Meckern auf der Tagesordnung. Hier können Sie der aufgestauten Wut freien Lauf lassen. Innerhalb von drei bis vier Minuten können sich die Teilnehmer mithilfe von Hasstiraden kennenlernen.

Konfliktthemen sind sehr vielfältig

Das Thema für die Auseinandersetzung kann entweder selbst bestimmt werden oder es wird ein vorgegebenes gewählt. So wird sogleich vermieden, dass sich die Singles mangels Gesprächsstoff in Schweigen hüllen. Die Themenvorschläge sind sehr vielfältig: Was halten die Teilnehmer von Personen, die ständig zu spät kommen? Wie steht man zu den unterschiedlichen deutschen Dialekten? Wie lästig wird das Abstürzen von Computern empfunden? Da sind dem Meckern keine Grenzen gesetzt. Über viele Themen kann man sich hierbei wunderbar gemeinsam aufregen. So wird auch die Gesprächsatmosphäre aufgelockert und jegliches anfängliche Hindernis schnell überwunden. Kommt schließlich aufgrund Meinungsverschiedenheiten wirklich ein Streitgespräch zustande, so können Sie Ihr Argumentationsgeschick unter Beweis stellen.

Wenn alles gut läuft, gibt es Hochzeitsschlösser am Brückengeländer
Wenn alles gut läuft, gibt es Hochzeitsschlösser am Brückengeländer

Wutvariante verfolgt einige interessante Ansätze

Schimpfen und Motzen für die große Liebe? Der Erfinder Carl Hill aus London ist vom Speed-Hating überzeugt. Schließlich würde man auf diesem Weg schonungslos die Macken und Einstellungen des Gegenübers kennenlernen. Und weil eine Partnerschaft auf gemeinsame Interessen, Einstellungen, Erwartungen und Werten basiert, kann dieses einzigartige Verfahren die gegenseitigen Ansichten eindrucksvoll offenbaren. In der Kürze der Zeit zeigen die Kandidaten somit ihr wahres Gesicht. Diese können sich nicht so leicht verstellen, sondern bekennen sich klar zu ihren Aggressionen, Phobien und Eigenheiten. Das Gespräch wird offener, persönlicher und weniger verkrampft. Bei der Premiere des Speed-Hatings in Berlin im März 2012 konnten bereits einige interessante Erfahrungen gesammelt werden. Detaillierte Eindrücke von dieser Veranstaltung finden Sie in diesem Bericht von betterDate dokumentiert.

About Gast

Gastbeiträge von Partnern (einige Gastbeiträge können per Email an info[at]inberlin.de eingereicht werden.

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2 comments

  1. Ziemlich interessante Form des Kennenlernens. Auch wenn das Ganze für mich wohl eher nichts wäre, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das ganz gut klappen könnte. Immerhin lernt man so die Art und Weise und auch den Charakter der Person gegenüber besser kennen im Vergleich zum Speed Dating, wo man dem Gegenüber meist nur möglichst viel Honig ums Maul schmiert.

  2. Ich habe bereits in einem Forum über dieses Speed-Hating gelesen, es aber noch nie wirklich irgendwo gesehen. Ich wusste nicht, dass es in Berlin angeboten wird, aber gut zu wissen. Nun kann ich es tatsächlich mal in Erwägung ziehen mit ein, zwei Freunden daran teilzunehmen. Ich finde die Idee einfach nur klasse und mal was anderes!

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