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Das Berliner S-Bahn Chaos und seine Blüten

Die Berliner S-Bahn hat in den letzten Jahren leider sehr gelitten und das hatte nicht nur Auswirkungen im täglichen Nahverkehr, hier eine kleine Bestandsaufnahme. Das „S“ im Namen ist seit dem Chaos eher zum Synonym für eine „Schneckenbahn“ geworden und nicht mehr für die ruhmreiche „Stadtschnellbahn“. Das wurde ausgiebig in den Tageszeitungen thematisiert und das „S“ wurde als Anfangsbuchstabe der folgenden Neubenennungen verwendet: Schrumpfbahn, Sparbahn, Schrottbahn usw.

S-Bahn Berlin Hasser - Facebookgruppe
S-Bahn Berlin Hasser - Facebookgruppe - Screenshot

Zudem haben kreative S-Bahnnutzer letztes Jahr, rechtzeitig zu Weihnachten, ein kostenloses Spiel mit dem klangvollen Titel „Fahrgast ärgere Dich nicht“ in den Welt gesetzt. Natürlich darf auch Facebook nicht fehlen, dort existiert u.a. seit einiger Zeit eine Gruppe mit dem kraftvollen Namen CHAOS S-BAHN BERLIN HASSER. Hoffen wir im Interesse aller Beteiligten, dass die Berliner S-Bahn in naher Zukunft wieder kraftvoll ihre Runden dreht! Im folgenden noch ein paar interessante Links rund um die Berliner S-Bahn:

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Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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6 comments

  1. Wirklich gelungener Artikel. Bis vor einigen Jahren war ich eigentlich noch der Meinung, dass die Berliner S-Bahn mit Sicherheit zu den zuverlässigsten und pünktlichsten in Deutschland gehört. Doch mittlerweile scheint mir die Qualität schon fast jedes Monat weiter abzusinken. Worauf dies wirklich zurückzuführen ist, weiß ich bisher noch nicht wirklich.

  2. Ich verstehe, dass es Baustellen geben muss, gar keine Frage, die S-Bahn ist alt und was neu ist, wird geklaut, also die Kabel und dann das Metall. Aber warum man die Fahrgäste, vor allem die Auswärtigen mit völlig unklaren Angaben über die Möglichkeiten der Reisefortsetzung verwirren muss und die Durchsagen absolut unverständlich durchgegeben werden, will mir nicht in den Kopf. Ich bin kein regelmäßiger S-bahnnutzer, wenn ich es vermeiden kann, dann vermeide ich es. Aber letztens stand ich am Ostkreuz vom Ring kommend und wollte zum Alexanderplatz. Den Bahnsteig, den ich eigentlich nehme, war gesperrt, was bedeuten musste, dass der Zug woanders fährt oder Ersatzverkehr eingesetzt ist. Ich stand vor der großen Tafel mit den Hinweisen wie es weiter geht, ich habe es dreimal gelesen, aber nix verstanden. Glücklicherweise half mir dann eines sehr freundliche Berlinerin weiter, war auch ganz einfach, stand aber völlig verwirrend auf der Hinweistafel.

  3. Ja, das S-Bahn-Chaos macht uns Berlinern (und natürlich auch den Brandenburgern) nun schon seit drei Jahren zu schaffen. Und ich möchte auch ausdrücklich die Becshäftigten an der Basis der S-Bahn da mit einbeziehen, auch sie gehören zu den Opfern des S-Bahn-Chaos.

    In meinem Blog habe ich im Dezember 2011 unter

    Chronik des S-Bahn-Chaos

    mal versucht, die wichtigsten Kulminationspunkte des S-Bahn-Chaos chronologisch zusammen zu fassen. Desweiteren habe ich mich mit dem sogenannten „Ergebnisbericht“, den die Deutsche Bahn AG im Jahre 2009 hat erstellen lassen und der im Februar 2010 veröffentlicht wurde, auseinander gesetzt.

    Zusammenfassend bin ich, wie auch viele Fachleute, zu dem Ergebnis gekommen, dass der extreme Sparzwang, den die Geschäftsführung seit Jahren der S-Bahn Berlin GmbH auferlegt hat, das Chaos verursacht hat. Hinzu kommt sicher noch eine ordentliche Portion Inkompetenz und Unfähigkeit an den Führungspositionen.

  4. Da musste mal der Dampf raus…Schienenersatzverkehr in Lichtenrade/Marienfelde. Das schlimmste ist doch noch immer die miese Informationspolitik, nicht nur im Großen, sondern auch im Detail.

    Ein Kommentar bei http://www.lichtenrade-berlin.de bzw. Direktlink: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2012/06/26/s-2-unterbrochen—schienenersatzverkehr—ein-kommentar.htm

  5. Auch ich nehme auf meinem Blog regelmäßig Stellung zum Berliner S-Bahn-Chaos. Als täglicher Berufsverkehrsbenutzer der S-Bahn erlebe ich das tägliche kleine Chaos (Zugverspätungen, Ausfälle, verpasste Anschlüsse, überfüllte Züge usw.) sowie das vor allem seit Januar 2009 immer wieder auftretende große Chaos der Berliner S-Bahn, mit zeitweilig wochenlanger Stillegung von Streckenabschnitten.

    Aber, ich will das an dieser Stelle unbedingt loswerden: Nicht das Personal auf den unteren Ebenen ist für das Chaos verantwortlich, sondern die oberen Management-Etagen der S-Bahn Berlin GmbH, der DB Netz und der DB AG. Ebenso sind die Verkehrsminister der Bundesregierung, angefangen bei Wolfgang Tiefensee, und die Bundeskanzler politisch verantwortlich, denn Sie waren es, die die Bahn unbedingt an die Börse bringen wollten und so unverantwortliche Sparvorgaben gemacht haben.

    Ich hab mir übrigens mal die Mühe gemacht, die wichtigesten Chaos-Schwerpunkte der letzten vier Jahre als „Chronik des S-Bahn-Chaos“ stichpunktartig zusammen zu fassen. Da uns die Bahn immer neue Chaos-„Steilvorlagen“ gibt, bin ich ständig dabei, diese Chaos-Chronik zu ergänzen, so auch gestern nach dem schweren Bahnbetriebsunfall der S-Bahn in Tegel.

    http://blog.berndreichert.de/?p=6623

  1. Pingback: Zu langsam bei der Fahrscheinkontrolle? Das gibt Stress! Ein Service der SBahn Berlin. | Schrödinger, Cauchy et al.

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