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Persönliche Nachlese: Das Berlin Festival 2011 am Flughafen Tempelhof

Das Event des Jahres in Berlin aus Sicht eines Nicht-Berliners: Die letzten Jahre habe ich es mir immer wieder vorgenommen, zum Berlin Festival in die Hauptstadt zu fahren, da mich das Line-Up stets begeistert hat. Die Macher des Festivals finden eine sehr ansprechende Mischung aus aktuellen Indie-Bands, die guten Gitarrensound abliefern und den angesagtesten DJs und Elektronik Acts. Jedes Jahr aufs neue sagten mir die Bestätigungen sehr zu, jedoch fehlte es entweder am nötigen Kleingeld für ein Ticket, obwohl die Preise für das Event gemessen an den sonst üblichen Festivalpreisen doch human sind, oder ich hatte einfach keine Zeit. 2011 sollte es nun endlich anders kommen. Ich hatte zwei Tickets in einer Verlosung gewonnen und kurzerhand eines der Hotels in Berlin angerufen und ein Doppelzimmer gebucht. Dann ging es im September nun also endlich zu dem heiß erwarteten Konzerterlebnis in unsere Hauptstadt. Nachdem wir ins Hotel nahe dem Festival Gelände eingecheckt hatten, ging es schnurstracks zum Flughafen Tempelhof.

Berlin Festival 2011
Berlin Festival 2011 (klicken zum vergrößern)

Der erste Tag des Berlin Festivals: Wir waren sofort von der Location geflasht. Der stillgelegte Flughafen Tempelhof diente als Ort des Geschehens für die Konzerte. Die offenen Hangars beherbergten die drei Bühnen, auf denen nun live Musik dargeboten wurde. Gleich zu Beginn wurden wir von der französischen Elektro Prinzessin Yelle regelrecht aus den Schuhen gehauen. In einem hautengen Tigeroverall fegte die kleine Französin über die Bühne, dass es richtig Spaß machte, ihr zuzusehen. Nachdem wir uns kurz mit Bier und Curry gestärkt hatten, warteten auf der Hauptbühne auch schon die Highlights des Tages. Zwar lieferten The Rapture aus New York eine ziemlich lustlose Performance ab, der Sound war aber dafür fabelhaft. Auch The Drums, ebenfall aus New York wirkten etwas gelangweilt. Zum Abend sollte es dann aber richtig abgehen. Die Indie-Rave Pioniere Primal Scream aus Glasgow spielten die Songs aus ihrem Wegweisenden Album ‚Screamadelica’. Zum Ende ihres Sets spielten sie mit ‚Rocks’, ‚Jailbird’ und ‚Country Girl’ sogar noch ein kleines Greatest Hits Set. Den Abschluss machten dann die Londonder Britpopper Suede, die sich erst jüngst wieder zusammen gefunden haben. Lead Sänger Brett Anderson wirkte gelöst und sprang über die Bühne wie in seinen besten Zeiten. Nach dem letzten Ton der Engländer ging es für uns dann zurück in unser Berliner Hotel und anschließend ins White Trash zur Death by Pop-Partyreihe. Die Nacht wurde noch sehr lang.

Aus dem Hotel in Berlin auschecken und ab zum Festival: Als wir am nächsten Tag gegen späten Nachmittag aufwachten, mussten wir uns beeilen, um rechtzeitig aus dem Hotel auszuchecken. Nach einem guten Frühstück mit Burger und Pommes ging es noch mal in die Hackeschen Höfe zum Shoppen und dann sofort wieder zum Flughafen Tempelhof. Der erste Act haute uns mal wieder aus den Socken, Housse de Racket aus Frankreich spielen eine Mischung aus Gitarrenrock und Elektropop, wie ihn auch Phoenix spielen. Die restlichen Bands wie Clap Your Hands Say Yeah oder Retro Stefson konnten uns nicht mehr so richtig begeistern. Bis dann endlich am Abend Boys Noize und die Beginner die Menge dann wieder zum Kochen brachten. Danach ging es für uns dann wieder auf die Autobahn in Richtung Heimat. In diesem Jahr wird dieser Trip mit Sicherheit wiederholt, denn allein die Kulisse ist es wert, sich einmal das Festival anzusehen.

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One comment

  1. It looks like na nice festival! Could you please post some more pictures?

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