Prenzlauer Berg – das nordische Viertel

Beginnend vom S-U Bhf Schönhauser Allee bis hoch in Richtung Nordwesten bis zur Esplanade erstreckt sich das Nordische Viertel im Stadtteil Prenzlauer Berg. Im Süden beginnt der Kiez mit der langen Kopenhagener Str, welche sich von der Schönhauser Allee sich bis zum nördlichen Teil des Mauerparks erstreckt und bekanntlich die Hauptstadt von Dänemark ist. Die Straße war auch ein wichtiges Sanierungsgebiet, am Anfang der Straße befinden sich einige Lokalitäten. Im mittleren Teil der Straße befindet sich linksseitig ein großes rotes Backstein-Gebäude-Komplex, welches mal ein Abspannwerk (mit dem Namen Humboldt) war.

Damals war so ein Gelände notwendig für die Sicherstellung der innerstädtischen Stromversorgung, nun haben sich dort kleine Firmen angesiedelt. Eine Parallelstraße von der Kopenhagener Str. ist die Korsörer Str, Ursprung ist eine immer noch existente Hafenstadt in Dänemark, mit ca. 15.000 Einwohner. Verbunden werden die beiden Straßen mit der Ystader Str. und es gibt auch die passende Stadt Ystad dazu, welche in Südschweden liegt.

Das ganze erstreckt sich jetzt Richtung Norden über das S-Bahnbett zur Dänenstr, Malmöer Str, Isländische Str usw. Mittendrin in diesem Gebiet ist der Arnimplatz, in den letzten Jahren haben sich dort ein paar Lokalitäten angesiedelt. Als große Ausgehmeile wird es meines Wissens nicht, da sonst wie auch in anderen Gebieten die Mieten explodieren würden. Gewidmet ist dieser Platz Bettina von Arnim, welche eine große dt. Schriftstellerin war, vor 200 Jahren und in Frankfurt/M und Berlin zu Hause war.

Die nächst größere Straße ist die Bornholmer Str, welche zur Bösebrücke führt und in den Wedding hineingeht, es ist eine wichtige Verkehrsader, im Norden von Berlin. Ursprung ist die dänische Insel Bornholm welche näher an Schweden liegt als an Dänemark, u.a. deswegen sind die Bewohner ein bisschen eigen, wie vielleicht Bewohner anderer Inseln auch. Eine kleine Kuriosität ist die Tegner Str, eine Sackgasse mit 3 Hausnummern (1, 2 und die 8), es war mal eine durchgängige Straße, zur DDR-Zeiten wurde es dann zu einer Sackgasse, da der hintere Teil zu einem Kindergartengelände umfunktioniert wurde. Der Name kommt von einem schwedischen Schriftsteller und Bischof, welcher von 1782 bis 1846 lebte. Die anderen Straßen im nordischen Viertel haben ihren Ursprung nach Regionen, Städten und Menschen. Viel Spaß bei der Entdeckungstour.

Ähnliche Artikel

About waldnase

Mein Name ist Waldnase und bin in der brandenburgischen Provinz großgeworden, wo alljährlich ein sogenanntes Baumblütenfest stattfindet. Seit 1999 in Berlin beheimatet und interessiere mich brennend für Geschichte, jedes Haus, jeder Platz sogar Menschen haben Ihre Lebensgeschichte. Einen kleinen Teil davon versuche ich hier bei blog@inBerlin einen Platz zu geben und freue mich sehr wenn es bei anderen auch ankommt^^
This entry was posted in Gedichte, Gesellschaft, Kultur and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

2 Responses to Prenzlauer Berg – das nordische Viertel

  1. Bei einem Bild heißt es : Blick in eine Seitenstraße der Schönfließer Str
    Alle Straßen sind durchgängig. Die einzige Straße die stumpf von der Schönfließer Straße abgeht ist die Czarnikauer Straße.
    Im Text befindet sich auch eine Kuriosität. Da heißt es : Die nächst größere Straße ist die Bornholmer Str, welche zur Bösen Brücke führt. Die Brücke ist nicht böse, sondern Wilhelm Böse, ein Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus, ist der Namensgeber dieser Brücke und orthographisch korrekt wird sie Bösebrücke geschrieben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter Steiger

  2. waldnase says:

    Danke für die Infos! Mit der Bösen äh Bösebrücke hat sich schon einiger Zeit in mein Gedächtnis eingebrannt. Diesen “älteren” hatte ich aber noch nicht angepasst!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>