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Nachlese – Sternfahrt 2010

Am Sonntag den 6.6.2010 gab es wieder eine Fahrradsternfahrt in Berlin, dabei ging es auch über Teile der innerstädtischen Autobahnen. Zur Freude der Radfahrer zum Leid der Autofahrer. Haupt-Veranstalter seit Anbeginn ist der ADFC. Die Teilnehmerzahl war diesmal auch ungefähr bei 200.000 Radlern. Der Streckenplan ist unten in der Bildergalerie zu sehen und erinnert mich ein bißchen an die gute alte Milchstraße!

Ich war diesmal zum ersten Mal dabei und schon ein bißchen aufgeregt gewesen mit ein paar Fragen: Werde ich die Strecke schaffen? Wie schnell werden wir unterwegs sein? Los ging es am Ostbahnhof um 12 Uhr. Die Radler aus Richtung S-Bhf Landsberger Allee kamen auch pünktlich an und wir reihten uns problemlos ein. Dann kam es zum ersten Stau, da die Polizei nicht im Vorfeld alles abgesperrt hatte, sondern nur immer die nächstfolgende Etappe. Diese Stopps mit Warteseiten folgten mehrmals, erst ab der Autobahn war alles frei, da dort mehrere Ströme aufeinander trafen. Bis dahin ging zum U-Bhf Kottbusser Tor zum U-Bhf Hermannplatz und zum U-Bhf Grenzallee. Dabei fiel mir und anderen auch schon auf, dass die Stadt Berlin eine ganz andere Wirkung hat als wenn man wie sonst zu Fuß oder per Auto unterwegs. Hier war ein breiter Fahrweg inmitten der „Häuserschluchten“ und das hatte einen neuen unbekannten Charme für mich. Und es ging alles sehr schnell, vielleicht hatte ich keine richtige Zeitwahrnehmung mehr wegen der vielen neuen Eindrücke bzw. der berühmte andere Blickwinkel. Ich glaube der massiv vorhandene Windschatten hat auch dazu beigetragen, dass die eigentliche Arbeit – „in die Pedale treten“ kaum wahrgenommen wurde.

Zurück zur Strecke, der nächste Abschnitt war die Autobahn (die A100, Südring). Die Auffahrt zur Autobahn an dem U-Bhf Grenzallee war schon ein ziemlicher Flaschenhals aber dann ging es hinein in den Tunnel und die Leute begannen kräftig zu jubeln und zu schreien. Tja, wann bietet sich sonst so eine Gelegenheit! Nach dem Tunnel gab es auf der rechten Seite das Tempelhofer Feld zu bestaunen, bei der Abfahrt Schöneberg ging es wieder runter auf die normale Straße, am Schöneberger Rathaus vorbei Richtung Zoologischer Garten.

Unterwegs gab es auch viele Autofahrer zum Teil auf der anderen Spur oder an abgesperrten Kreuzungen, diese waren meistens nicht so bei guter Laune. Nach dem Zoologischen Garten ging es Richtung Siegessäule, zwischendurch trafen immer weitere Teilnehmerströme ein, welche sich zu einem Strom vereinigt hatten. Die Siegessäule bzw. Grosser Stern war der Endpunkt der Tour, auf der Straße der 17.Juni Richtung Brandenburger Tor fand das Umweltfestival statt. Abschließend läßt sich sagen, dass sich dieses Event allen empfehlen läßt welche gerne Rad fahren und die Stadt auch mal mit anderen Augen sehen möchten. Des weiteren ist es eine sehr schöne Sache mit sovielen Menschen so ein Event durchzuführen! Bis zur nächsten Sternfahrt zum fröhlichen Fahrradklingeln, ein Termin dafür steht schon fest, der 5.Juni 2011.

About waldnase

Komme aus der Provinz und seit 1999 Berliner! Mich interessiert hauptsächlich Geschichtliches und Kreatives aus der spannendsten Metropole Deutschlands.

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